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Leselupe.de > Humor und Satire
Meinungsfreiheit...
Eingestellt am 12. 09. 2001 12:52


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mueckstein
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SAMMARABISSLBÖSHEUT – zum thema mĂŒndigkeit, medienfreiheit und menschenrechte

fĂŒr den verband österreichischer zeitungen
zum tag der pressefreiheit, 3. mai 2001
von roland mĂŒckstein

„Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie MeinungsĂ€ußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhĂ€ngen sowie ĂŒber Medien jeder Art und ohne RĂŒcksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen, und zu verbreiten.“
– Allgemeine ErklĂ€rung der Menschenrechte (UNO 1948), Artikel 19

Ich weiß, Sie kennen den Text. Lesen Sie ihn bitte trotzdem noch einmal durch, mit offenen Augen. Was fĂ€llt Ihnen auf?
Wie, nichts? Gratuliere.
Sie dĂŒrfen sich stolz zurĂŒcklehnen, Ihnen droht keine Gefahr. Hiermit verleihe ich ihnen in meiner Funktion als Papst der diskordischen Liga und Hohepriester der O.M.A. den Titel „A.A.B.“ – Ausreichend Angepaßter BĂŒrger.“ Herzlichen GlĂŒckwunsch.
„ ... sowie ĂŒber Medien jeder Art und ohne RĂŒcksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen, und zu verbreiten.“
Eine kleine Anekdote als Aperitif: Ein Wissenschaftler namens Wilhelm Reich schreibt psychologische Abhandlungen, philosophische Werke und praktische Ratgeber, entwickelt eine Therapie, die möglicherweise Krebs heilen kann (die Versuchsergebnisse sind durchwegs positiv) und arbeitet mit einer sensationellen Erfolgsquote als Psychiater. – Es dauert nicht lange, und ihm wird zuerst die AusĂŒbung seines Berufes untersagt, dann werden seine Experimente verboten und durch den Staat sabotiert; er wird das Opfer einer massiven Propagandaschlacht, und seine Heilmethoden, obwohl sie ihre Wirksamkeit und UnschĂ€dlichkeit lĂ€ngst bewiesen haben, werden mit breiter UnterstĂŒtzung der Öffentlichkeit verboten. Schließlich werden alle seine Werke aus dem Handel gezogen, konfisziert und verbrannt.
Nein, sehr geehrter AAM, nicht von Hitlerdeutschland ist die Rede. Die BĂŒcherverbrennung fand 1957 in der Vandivoort Street in New York statt, auf Anordnung der Regierung und durchgefĂŒhrt von der staatlichen „Food and Drug Administration.“ Wilhelm Reich starb im gleichen Jahr im GefĂ€ngnis.
Schon gehört? Schön. – Betroffen? Dann wird Ihnen der vorher verliehene Titel wieder abgesprochen und durch „A.B.B.“ ersetzt – Ausreichend Berechenbarer BĂŒrger.
Sie meinen: Ach ja, die schlimmen alten Zeiten ... und was in Amerika nicht alles passiert ...
ABER HIER DOCH NICHT! NICHT DOCH! IN ÖSTERREICH, DER INSEL DER SELIGEN ... !
Lassen Sie mich mit einem weiteren Zitat fortfahren:

„18. August: Die Staatsanwaltschaft Wien leitet gegen Andreas Mölzer, den kulturpolitischen Berater des KĂ€rntner Landeshauptmannes Jörg Haider, Vorerhebungen ein. In einem Artikel im Wochenblatt „Zur Zeit“, dessen Chefredakteur Mölzer damals war, wurde Adolf Hitler als ‚großer SozialrevolutionĂ€r‘ bezeichnet und die Existenz von Gaskammern im Dritten Reich sowie die sechs Millionen NS-Opfer in Frage gestellt.“
– Hier klicken (27. 12. 1999) (zitiert nach TopOne Nr. 9)

ZunÀchst einmal soll hier dem naheliegenden Vorwurf Vorschub geleistet werden, der Autor dieser Zeilen (ICH) sympathisiere in irgendeiner Weise mit den in Herr Mölzers Zeitschrift dargestellten Ansichten; hier soll nicht die Sache an sich verteidigt werden, sondern das Prinzip, das hinter dem (öffentlich tolerierten und auch noch stolz propagierten) Vorgehen des Staates in derlei Dingen steckt, in Frage gestellt werden.
Nun gut, die Pressefreiheit, sagen wir, ist da – aber, wie aus obigem Beispiel ersichtlich, offenbar nur fĂŒr die Art von MeinungsĂ€ußerungen, die der Staat auch fĂŒr ‚angemessen‘ hĂ€lt.
MEINUNGS- UND PRESSEFREIHEIT JA – SOLANGE NIEMAND EINE MEINUNG ÄUSSERT, DIE DER VOM GESETZGEBER FESTGELEGTEN „ÖFFENTLICHEN MEINUNG“ WIDERSPRICHT ...
Nun mal ganz ehrlich: Die ideologische Dimension beiseite gelassen (kein Österreicher, der Wert auf sein Ansehen legt, wird sich öffentlich mit ‚derartigen‘ Ansichten solidarisieren), ist ein Großteil der Maßnahmen des Staates Österreich gegen die sogenannte „WiederbetĂ€tigung“ o.Ă€. nichts weiter als Zensur.
NatĂŒrlich, sehr geehrter ABB, kommt hier, wenn wir uns schon auf die Menschenrechte stĂŒtzen, auch Artikel 29, Punkt 2, ins Spiel:
„Jeder ist bei der AusĂŒbung seiner Rechte und Freiheiten nur den BeschrĂ€nkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genĂŒgen.“
Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Staat gegen die aktive Ausgrenzung von Minderheiten oder gegen die Formierung minderheitenfeindlicher Gruppierungen einschreitet; nicht jedoch, wenn es sich um die UnterdrĂŒckung von Meinungen, Informationen, Ansichten handelt. Der obige Fall etwa entspricht der UnterdrĂŒckung von der Staatsideologie abweichender Geschichtsbilder; dies ist ein typisches Merkmal totalitĂ€rer Regimes.
Wieso aber geschieht dergleichen mit der beinahe vollkommenen Billigung der Öffentlichkeit? – DafĂŒr gibt es zwei wichtige GrĂŒnde:
ERSTENS, die Spirale der Paranoia. Diese Gesetze sind aus berechtigter Furcht vor einem erneuten Aufleben des Nationalsozialismus entstanden und seitdem quasi unanfechtbar; denn wer es wagt, diese Gesetze anzuzweifeln, von welchem Standpunkt aus auch immer, gerĂ€t unmittelbar in den dringenden Verdacht, sich selbst in der ‚verbotenen Zone‘ zu bewegen – wer „Anti-Nazi“-Gesetze in Frage stellt, kann wohl nur ein „Nazi“ sein ... oder etwa nicht? Dies ist eine typisch österreichische Gesellschafts-Funktion: So wie in den USA der McCarthy-Ära Leute, die mißliebige Meinungen verbreiteten, einfacherweise als „Kommunisten“ angeprangert wurden, kann man hierzulande mit den Nazis verfahren: Wer unangenehme Äußerungen macht, wird zunĂ€chst einmal auf etwaige ‚konservative Verbindungen‘ abgeklopft, und WiederholungstĂ€ter geraten in das Schußfeld der öffentlichen Meinung. Das fĂŒhrt in unserem schönen kotelettförmigen Land dann bisweilen auch so weit, daß beispielsweise eine sachliche Kritik, gegenĂŒber einem ‚Juden‘ geĂ€ußert, als Antisemitismus plakatiert wird (NEIN, auch wenn Sie darauf gewartet haben, ich beziehe mich damit sicher NICHT auf den Fall Haider/Muzicant. Ich sagte „sachliche Kritik.“)
ZWEITENS, die Angst der Gesellschaft vor sich selbst. Die AufklĂ€rung im Kantschen Sinne hat versagt, denn der durchschnittliche Österreicher steckt noch immer in einer abgeschlossenen Spirale der UnmĂŒndigkeit; gewisse Dinge, so lautet der allgemeine Konsens, sollte man nicht wissen. Gewisse Informationen MÜSSEN dem ‚gemeinen Volk‘ vorenthalten werden – meint sogar das ‚gemeine Volk‘ selbst und bezichtigt sich damit selbst der UnmĂŒndigkeit. Gerade im Falle der sogenannten ‚WiederbetĂ€tigungsliteratur‘ ist es ganz offenkundig, daß der Staat der Bevölkerung (und die Bevölkerung sich selbst) in keiner Weise zutraut, aus der Vergangenheit gelernt zu haben; die momentane Gesetzeslage impliziert die UnfĂ€higkeit ‚des Österreichers‘, sich von den Dingen selbst eine Meinung zu bilden, indem gegenlĂ€ufige Meinungen unterdrĂŒckt werden. Und das – hier schließt sich die Spirale – macht sie natĂŒrlich gerade erst interessant.
Aber das ist der Lauf der Dinge, wĂŒrde wohl die Antwort ‚des Österreichers‘ lauten. Und der Autor dieser Zeilen ist ein verkappter Deutschnationaler, der versucht, auf dem Umweg ĂŒber die Menschenrechte (!) seine Botschaft in das Ohr der Öffentlichkeit zu bringen ... tötet ihn! Verbrennt diesen Artikel! Entlausung der Gehirne ist angesagt!

Entschuldigen Sie, verehrter ABB. Österreich hat mich den Zynismus gelehrt.
Falls Sie trotz aller Vorurteile etwas von dem Obigen betroffen gemacht hat (wieso denn? so ein Blödsinn! natĂŒrlich gehört der rechte Kram verboten!), kommen wir vielleicht noch einmal auf die Menschenrechte zurĂŒck ... oh, dachten Sie, Österreich wĂŒrde die alle ganz brav einhalten? – Ach ja, ich vergaß, Menschenrechts-verletzungen gibt’s bei uns ja nicht, höchstens da unten irgendwo, in der TĂŒrkei oder so ...

„Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dies schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, AusĂŒbung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“
– AEM, Artikel 18

Oh, da war doch was ... Stichwort Sektengesetz: Öffentliche ReligionsausĂŒbung? Nicht doch!
Wieder einmal der Fall: RELIGIONSFREIHEIT JA – SOLANGE ES UNSERE GEWOHNTEN, ALT-HERGEBRACHTEN, VOM STAAT ANERKANNTEN RELIGIONEN SIND ...
Und die Thematik ist wieder genau die gleiche wie oben: Der Mensch fĂŒrchtet sich vor dem anderen, er hat es gerne, wenn ihm eine einzelne Gedankenlinie vorgegeben wird ... miteinander in Konflikt tretende Ansichten sind so mĂŒhsam, man muß sich entscheiden; ganz besonders, wenn sie einen selbst betreffen. Da hören wir lieber einer intelligenten Diskussion zu, die so abstrakt und abgehoben ist, daß wir uns nicht persönlich betroffen fĂŒhlen; aber unsere Weltanschauung in Frage zu stellen, das wĂ€re doch ein existentieller Schock, das kann man doch bitteschön nicht machen ... !
Aber der Mensch ist es nicht gewohnt, selbst zu entscheiden; von Anfang an wird fĂŒr ihn entschieden. Schon im Kindesalter wird der Mensch durch das sogenannte ‚Jugendschutzgesetz‘ effektiv davor geschĂŒtzt, Selbst-verantwortlichkeit zu entwickeln; die Entscheidung darĂŒber, was gut und was böse ist, wird ihm praktischerweise schon durch den Gesetzgeber abgenommen, damit die Eltern (denen es in ihrer Jugend ja ebenso erging) nicht vor der schwierigen Entscheidung stehen, welche moralischen Normen sie ihrem Zögling mit auf den Weg geben sollen. NatĂŒrlich gewinnt auch dadurch gerade das sanktionierte ‚Böse‘ an Reiz; man weiß ja, wie der Mensch auf ein „Du sollst nicht ...“ reagiert (siehe Adam/Eva/Apfel). Derart ‚geschĂŒtzte‘ Kinder und Jugendliche wachsen schließlich natĂŒrlich zu Menschen auf, die den Vorteil eines klaren Schemas tief in ihrem Inneren verwurzelt haben; sie werden sich ihr ganzes Leben schwer tun, selbst Entscheidungen zu fĂ€llen, werden immer auf die Gesetze pochen und sie dennoch mit Freude ĂŒbertreten – solange sie nicht ‚erwischt‘ werden, denn nur die Möglichkeit des ‚erwischt-werdens‘ macht die Übertretung wirklich interessant. Und die so heranwachsenden Eltern wollen natĂŒrlich um keinen Preis, daß ‚ihr‘ Kind mit anderen Ansichten konfrontiert wird; wenn schon die Eltern damit nicht klarkommen, wie soll es dann ein ‚unmĂŒndiges‘ Kind? – Ich postuliere hiermit klar und deutlich: In unserer Gesellschaftsform wĂ€chst die VerantwortungsfĂ€higkeit nicht mit dem Alter, sie schrumpft vielmehr. JEDES ÖSTERREICHISCHE KIND IST UM EINIGES VERANTWORTUNGS-FÄHIGER ALS JEDER ÖSTERREICHISCHE ERWACHSENE. – Dieser Satz ist auf nahezu alle Nationen der Welt anwendbar.
Dazu vielleicht noch, als vorletztes Vollzitat, ein weiterer Ausschnitt aus der Allgemeinen ErklÀrung der Menschenrechte, Artikel 6:
„Jeder hat das Recht, ĂŒberall als rechtsfĂ€hig anerkannt zu werden.“
Es ist sehr bezeichnend, daß schon im zweiten Artikel der ErklĂ€rung erklĂ€rt wird, daß „jeder ... ohne irgendeinen Unterschied“ Anspruch auf die in der Folge verkĂŒndeten Rechte hĂ€tte; bei der folgenden Auflistung („Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht“ etc.) allerdings das ALTER nicht erwĂ€hnt wird ... und wir wieder bei einer Frage wĂ€ren, die bisher nur in der Frage der Abtreibung fĂŒr drĂ€ngend erachtet wurde: Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Hat wirklich ‚jeder‘ das Recht, als rechtsfĂ€hig anerkannt zu werden? – Man lasse bei der Antwort auf diese Fragen Vorsicht walten und bedenke, daß auch die katholische Kirche, obgleich in der Bibel ein „Du sollst nicht töten“ festgeschrieben stand, genĂŒgend semantische Umwege fand, um beispielsweise die „unglĂ€ubigen Muslims“ ihrer Menschlichkeit zu entheben und somit zum Abschlachten freizustellen (siehe KreuzzĂŒge).
(Der erste Artikel der AEM impliziert eine Definition des Menschen ab der Geburt; fĂŒr die vorliegende Argumentation soll dies ausreichen, wenngleich der Autor die aus der Quantentheorie ĂŒbernommene Definition bevorzugt, ein Mensch sei genau von dem Zeitpunkt an ein Mensch, da er als ein solcher erkannt wird; er war es aber ab diesem Moment schon von der Zeugung an. Siehe Schrödingers Katze.)

An den Schluß dieser etwas eklektischen und möglicherweise nicht leicht verdaulichen Gedankensammlung (wer weiß, vielleicht renne ich ja auch nur offene TĂŒren ein?) möchte ich noch ein Zitat stellen, das die mehrmals angesprochene Spirale der Paranoia sehr gut verbildlicht:

„Wohl, es könnte dir gelingen mir nachzuweisen, daß ich 100 Dollar Steuer zu wenig bezahlt habe, oder daß ich mit einer Frau ĂŒber eine amerikanische Staatsgrenze gefahren bin, oder daß ich mit einem Kinde nett gesprochen habe. In deinem, nicht in meinem Munde, bekommt jeder dieser drei SĂ€tze seinen besonderen Klang, den schlĂŒpfrigen, gemeinen Klang der Niedertracht ...“
– Wilhelm Reich, „Rede an den kleinen Mann“, USA 1946
__________________
meer auf http://www.geocities.com/rm_metatext

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Lothar
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Sehr geehrter Herr Mueckstein!

Ich gebe Ihnen völlig recht. Aus unserer Paranoia vor Unbekanntem und Vergangenem wuchs eine neue Art von Zensur. Wer nicht die genau vorgegebenen Gedanken nachvollzog, wurde und wird eiskalt aus dem öffentlichen Leben gedrĂ€ngt. Das scheinen die Vertreter dieser nun alt gewordenen 68er-Generation mitsamt ihren nach plappernden SchĂŒlern nicht zu verstehen. Sie nennen sich ja auch die Freiheitsgeneration. Man muss ja zugeben, dass die Freiheit noch nie so groß war, trotzdem hĂ€ngt sie an der Angel der herrschenden Philosophie. Ich schreibe ja auch in diese Richtung und erfahre deshalb momentan und gerade auch hier in LL meine Zurechtweisung.

Weil Sie Wilhelm Reich anspielen: In den 60ern und Anfang der 70er lief jeder Intellektuelle mit seiner "Entdeckung des Orgasmus" und seiner "Massenpsychologie des Faschismus" herum, aber verstanden hat ihn kaum einer. Nach seinem Tod schrieb Mary Higgins: "Es wird Zeit, dass wir einen Weg finden, um diesen chronischen Mord am Leben und am Wissen vom Leben beenden. Wir mĂŒssen lernen die Wahrheit zu ertragen. Wir mĂŒssen die biogenetische Funktion der orgastischen Konvulsion verstehen und anerkennen lernen, und wir mĂŒssen verstehen lernen, was wir werden und was wir tun, wenn diese Funktion vereitelt und verleugnet wird."

Daran hat sich bis heute Nichts geĂ€ndert. Wir laufen noch immer vor den Wahrheiten davon. Und gerade die so genannte Humangeneration der Nachkriegszeit hat sich in ihrer Art von Freiheit eingekapselt und sie hĂ€lt eisern daran fest, obwohl schon klar und deutlich offensichtlich ist, dass diese ihre Welt, die eng an ihre Philosophie geknĂŒpft ist, (zwischen Beiden besteht ein unmittelbarer Zusammenhang), schon gescheitert ist. Sie wollen es nur noch nicht sehen.

Ein schönes Wochenende wĂŒnscht
Lothar.

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