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Leselupe.de > Gereimtes
Memoiren einer Raupe
Eingestellt am 20. 05. 2003 16:40


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Biene
Hobbydichter
Registriert: May 2003

Werke: 3
Kommentare: 2
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Wie schön wär es
denkt Raupe Walter
Wär ich ein Zitronenfalter

Von hier nach dort
In einer Stund’
Anstatt sich zu krabbeln die FĂĽĂźe wund’.

Auch sähe ich dann
viel besser aus,
nicht unscheinbar
wie eine Kirchenmaus

Mein Honiggelbes Königsgewand
TrĂĽg’ ich zur Schau dann ohne Schand’
Ganz anders als mein grĂĽnes Kleid
-Das ist mir sowieso zu weit!

Sprach’s und hang sich
-man glaubt es kaum
an den niedrigsten Zweige vom Apfelbaum

Dort hängt sie nun,
die Raupe Walter
Reicht’s wirklich zum Zitronenfalter?

Die Antwort wie könnte es anders sein
weis nur die Raupe ganz allein.
Doch in ein paar Monaten dann
Fängt’s in der HĂĽlle zu krabbeln an

Ja, Walter strengt sich sichtlich an,
Er zappelt und ruckelt
so gut wie er kann

Am Abend im sanften Mondenschein
Kriecht aus der HĂĽlle ein Falter,
noch klein
Er reckt sich und streckt sich
und dreht sich im Kreis

Er kann es kaum glauben
Obwohl er doch weis:
Er hat es geschafft,
sein Traum wurde wahr
In Form eines goldenen FlĂĽgelpaar!

Mit Stolz geschwellter Schmetterlingsbrust
Fliegt er nun vor lauter FrĂĽhlingslust
Sich erinnernd an seinen Traum
In die Höhe vom Apfelbaum

-Mitten ins Netz einer Spinne hinein,
Fäden umwickeln sein goldgelbes Bein
Ach denkt er sich nun ganz ärgerlich,
wär ich doch ein Falter nicht

Wär ich noch Raupe
So glaube ich kaum,
dass ich gekommen wär auf diesen Baum

Und die Moral
Von der Geschicht’?
Raupe bleibt man
Oder nicht

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Herr MĂĽller
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Da mir Deine Idee sehr gut gefällt , habe ich ein paar Anmerkungen zu machen. Mit ein wenig Arbeit bekommst Du ein schönes Werk hin.
Als erstes könntest Du einfach mal ein paar Zeilen streichen:

Wie schön wär es
denkt Raupe Walter
Wär ich ein Zitronenfalter

Von hier nach dort
In einer Stund’
Anstatt sich zu krabbeln die Füße wund’.

Auch sähe ich dann
viel besser aus,
nicht unscheinbar
wie eine Kirchenmaus


Mein Honiggelbes Königsgewand
Trüg’ ich zur Schau dann ohne Schand’
Ganz anders als mein grĂĽnes Kleid
-Das ist mir sowieso zu weit!

Sprach’s und hang sich
-man glaubt es kaum
an den niedrigsten Zweige vom Apfelbaum

Dort hängt sie nun,
die Raupe Walter
Reicht’s wirklich zum Zitronenfalter?

Die Antwort wie könnte es anders sein
weis nur die Raupe ganz allein.
Doch in ein paar Monaten dann
Fängt’s in der Hülle zu krabbeln an


Ja, Walter strengt sich sichtlich an,
Er zappelt und ruckelt
so gut wie er kann

Am Abend im sanften Mondenschein
Kriecht aus der HĂĽlle ein Falter,
noch klein
Er reckt sich und streckt sich
und dreht sich im Kreis


Er kann es kaum glauben
Obwohl er doch weis:
Er hat es geschafft,
sein Traum wurde wahr
In Form eines goldenen FlĂĽgelpaar!

Mit Stolz geschwellter Schmetterlingsbrust
Fliegt er nun vor lauter FrĂĽhlingslust
Sich erinnernd an seinen Traum
In die Höhe vom Apfelbaum

-Mitten ins Netz einer Spinne hinein,
Fäden umwickeln sein goldgelbes Bein
Ach denkt er sich nun ganz ärgerlich,
wär ich doch ein Falter nicht

Wär ich noch Raupe
So glaube ich kaum,
dass ich gekommen wär auf diesen Baum

Und die Moral
Von der Geschicht’?
Raupe bleibt man
Oder nicht


Und wenn ich es mir jetzt durchlese, dann muß man eigentlich auch nicht mehr viel ändern.
Denk mal drĂĽber nach.

Ach ja,
"Wär ich noch Raupe
So glaube ich kaum,
dass ich gekommen wär auf diesen Baum"

steht im Widerspruch zur Aussage, das sich die Raupe an den Baum gehangen hat.
__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

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Biene
Hobbydichter
Registriert: May 2003

Werke: 3
Kommentare: 2
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hallo und erstmal dankeschön für die Antwort,
das das AusmaĂź ein bisschen zuviel des Guten war,
ist mir beim späteren Lesen auch aufgefallen...
auch das mit dem Apfelbaum, deswegen habe ich mich etwas mit niedrigstem Zweige usw. verzettelt,
aber danke fĂĽr die Anregung,
hört sich verkürzt wirklich besser an.
--> In der KĂĽrze liegt die WĂĽrze, aber ich bin ja noch in der Lernphase ).


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