Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92261
Momentan online:
420 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Mensch und Urzeit
Eingestellt am 14. 12. 2003 00:07


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gareth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Eine Tischrede

Das Leben der Urzeit war stumpf und grimmig
und der Wortschatz der Menschheit war "grumpf" und stimmig

Man ma├č sich im Denken mit den listigen M├Ąusen
und verlor seinen Kampf mit den mistigen L├Ąusen

Manch┬┤ Urtier verschm├Ąhte wohl Beute zu rei├čen,
doch es gab auch genug, die┬┤s nicht reute zu bei├čen

Neben sanften Gesch├Âpfen mit seidigen Schn├Ąbeln
lebten grausame Tiger mit schneidigen S├Ąbeln

Zu Tal sah man Felsen, die klastischen, dr├Ąngen
und vernichtend sie st├╝rzen unter drastischen Kl├Ąngen

Die Welt war zerkl├╝ftet von gr├Ąsslichen H├Âhlen
und man h├Ârte die Kerle, die h├Ąsslichen, gr├Âlen

Oft jagten sie noch jene riesigen Hasen
die man heut┬┤ nicht mehr sieht, auf den hiesigen Rasen

Die fra├čen sie dann in ihren lausigen Gr├╝ften
und erf├╝llten die R├Ąume mit grausigen L├╝ften

Dann bedeckten sie tr├Ąge mit dem Felle die Steine
und f├╝hrten die Weiber an die Stelle, die feine

Heu lie├č man die Kinder, die trampelnden, streuen
und lie├č sich dann nieder mit der strampelnden Treuen

Oft h├Ârte man nun ├Ąu├čerst sch├Ąndliche Laute
wenn der Urmann die Sch├Âne, die l├Ąndliche, schaute

Zwar meist blieb das Bild ihres reizenden Bauches
ihm verborgen im Nebel des beizenden Rauches

Doch stets mischte im Feuer der leiblichen W├Ąrme
sich das m├Ąnnliche Grunzen mit dem weiblichen L├Ąrme

So liebte der Urmann, der massige, r├╝de
und auch sich die Urfrau, die rassige, m├╝de

Und, soweit wir von ihr, jener molligen, wissen
wollt┬┤ sie nie ihren Urmann, den wolligen, missen


So lasst denn mein Glas mich, ihr Leute, so heben
und mir w├╝nschen, wir k├Ânnten noch heute so leben!

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


jester
Guest
Registriert: Not Yet

hallo gareth,

sch├Ân, dich hier lesen zu d├╝rfen!
nun wird dir gleich die "ehre" des verschoben-werdens zu kommen, da du aus versehen, das prosa-forum f├╝r deine sch├╝ttelreime gew├Ąhlt hast

ich hoffe mal, mein beitrag bleibt erhalten und damit das gro├če lob, das du ja schon an anderer stelle von mir lesen konntest. ich finde es einfach grandios! (und lebe noch heute so )

liebe gr├╝├če,
jester

Bearbeiten/Löschen    


gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gareth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

gr├╝├č Dich herzlich, jester :o)

ja um himmels willen, was hab ich denn in der Prosa verloren? da hab ich wohl nicht aufgepasst und kann nur hoffen, dass ich beim Verschieben nicht besch├Ądigt werde...

Bearbeiten/Löschen    


Herr M├╝ller
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2003

Werke: 168
Kommentare: 1409
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Herr M├╝ller eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Tischrede

Klasse! Herzlich wilkommen in der Runde.
Freue mich auf weitere Sachen von Dir.

Herzliche Gr├╝├če Herr M├╝ller
__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

Bearbeiten/Löschen    


Udogi-Sela

H├Ąufig gelesener Autor

Registriert: May 2003

Werke: 61
Kommentare: 560
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Udogi-Sela eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Gelungener Einstand

Hallo gareth,

ein wunderbarer (wenn auch verschobener) Einstand hier in Humor, Satire, Ironie. Wieder ein Sch├╝ttelreim-Werk, das nicht nur lang ist, sondern auch einen humorvoll zwinkernden Sinn ergibt.

Allerdings, wenn ich lese:

"Die fra├čen sie dann in ihren lausigen Gr├╝ften
und erf├╝llten die R├Ąume mit grausigen L├╝ften"
denke ich, na ja, soviel hat sich ja bis heute nicht ge├Ąndert.

Weiter so mit dem dichterischen Werk!

Und herzlich willkommen!

sagt
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem h├Âchsten Punkt der Insel. (Kafka)

Bearbeiten/Löschen    


gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gareth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Udo und Herr M├╝ller,

danke f├╝r Euer freundliches Willkommen, das freut mich sehr und ich will mir jetzt auch immer M├╝he geben im Hinblick auf das richtige Forum :o)

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Gereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!