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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Menschen
Eingestellt am 05. 01. 2002 19:02


Autor
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letedda
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 1
Kommentare: 3
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Ein rechtschaffener B├╝rger

Schon gestern war er hier - der Mann mit dem rosa Schlapphut. Ich frage mich, ob ihm das peinlich ist. Alle Leute kichern und tratschen ├╝ber ihn, ich w├╝rde das nicht aushalten.
Und eigentlich sieht er ja auch ganz nett aus: braune Cordhose, wei├čes T-Shirt, heller Haarflaum auf den Unterarmen. Gut, er k├Ânnte eine Di├Ąt machen, aber wer hat heutzutage keine Figurprobleme? Meine Schwester Daniela zum Beispiel- die wiegt ├╝ber 120 kg. Nat├╝rlich, manchmal kichern die Leute, wenn sie einen Raum betritt, aber sie h├Ąlt das aus. Ob der Clown - so nenne ich ihn - es auch aush├Ąlt?
Jetzt kommt er zu mir, er setzt sich neben mich. Wahrscheinlich hat er gesp├╝rt, dass ich ein netter Mensch bin. Der Clown l├Ąchelt verlegen, tippt sich err├Âtend an den Hut. Ich verkneife mir ein Grinsen. Nein, was sieht der komisch aus! Er guckt schnell in eine andere Richtung. Im Stillen frohlocke ich, jetzt kann ich ihn richtig betrachten. Igitt, er hat Falten am Hals. Mein Onkel Robert hat auch Falten am Hals, beim Essen sehe ich ihn nie an, weil ich sonst brechen muss. Zum Gl├╝ck esse ich jetzt nicht, ich trinke nur mein Bier.
Ich tippe ihn sacht an. "Hallo, ich habe Sie gestern schon hier gesehen." Mein Vater sagt immer, man soll direkt sein. Ich bin ein gut erzogener Mensch, halte mich stets an das, was meine Eltern sagen.
"Ja", sagt der Clown nur. Hat man da noch T├Âne, wie unh├Âflich dieser Mann doch ist!
"Und was wollen Sie hier?" ,ich habe mein Ziel genau vor Augen, das soll dieser Kerl erst schlucken!
Er sieht mich mit m├╝den Augen an, blutunterlaufen sind die, wie widerlich. Ich verziehe den Mund. Soll er doch sehen, dass ich ihn eklig finde, ich habe Falschheit schon immer verabscheut. Ehrlich w├Ąhrt am L├Ąngsten, sage ich immer.
Der Clown antwortet mir einfach nicht, ist denn das die M├Âglichkeit?
Nochmals tippe ich ihn an und br├╝lle in sein Ohr: "He, sind Sie taub?" So muss man diesen Menschen doch kommen, wenn sie unh├Âflich sind. Ach, die Welt ist schlecht geworden.
Er sch├╝ttelt verlegen den Kopf, steht auf, tippt sich an den Hut, zu heftig, wie mir scheint, schon flattert er zu Boden.
Entsetzt springe ich auf. Mein Gott, der Kerl hat eine Glatze. Ich ekle mich furchtbar. Bestimmt hat der eine Chemotherapie gemacht, deshalb hat der kein einziges Haar mehr auf dem Kopf. Und den habe ich angefasst. Bestimmt bin ich jetzt auch verseucht. Ich m├Âchte mich ├╝bergeben.
Der Clown murmelt Entschuldigungen, geht r├╝ckw├Ąrts, stolpert fast ├╝ber einen Stuhl, der hinter ihm steht.
Ich l├Ąchle freundlich und sage: "Drehen Sie sich doch um, dann sehen Sie den Weg besser."
Er murmelt ein "danke", dreht sich um hastet davon. Er h├Ątte sich doch wenigstens verabschieden k├Ânnen.
Kopfsch├╝ttelnd mache ich mich auf den Weg zur Toilette, um mir gr├╝ndlich die H├Ąnde zu waschen. Man kann ja nie wissen...

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Rotbaum
Hobbydichter
Registriert: Mar 2001

Werke: 7
Kommentare: 12
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f

Ich habs nicht gelesen.
ist schei├če “Soll er doch sehen, dass ich ihn eklig finde, ich habe Falschheit schon immer verabscheut. Ehrlich w├Ąhrt am L├Ąngsten, sage ich immer. “
ist schon schei├če.
Ich w├╝rde mich erschie├čen wenn ich sowas geschrieben h├Ątte.

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letedda
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 1
Kommentare: 3
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Menschen

Hallo Rotbaum!
Wenn ich du w├Ąre, w├╝rde ich mich erschie├čen, weil ich Gro├č-und Kleinschreibung nicht beherrsche, weil ich keine Kommas setzen kann und weil ich das Taktgef├╝hl einer Klob├╝rste habe! Herzlichen Dank noch mal!

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josipeters
Guest
Registriert: Not Yet

muss Rotbaum leider recht geben

diese Geschichte ist nicht lesenswert, weil sie Menschen diskriminiert.

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letedda
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

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Hallo!
Ja, sie diskriminiert Menschen, und zwar die, die sich ├╝ber andere lustig machen und denken, sie w├Ąren besser als die anderen. Ich diskriminiere keinesfalls den krebskranken Mann, sondern den, der sich still und heimlich ├╝ber ihn lustig macht.
Denkst du, das sollte ich ├Ąndern? Das w├╝rde doch die ganze Geschichte verdrehen.
Naja, danke, dass du mich darauf hingewiesen hast.

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letedda
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 1
Kommentare: 3
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Es tut mir leid, dass ihr die Geschichte nicht verstanden habt, wahrscheinlich habe ich mich zu undeutlich ausgedr├╝ckt.
Wird nicht wieder vorkommen, ab heute schreibe ich nur noch solche Geschichten, die jeder versteht. (Das soll nicht herablassend klingen, ich bin einfach nur traurig, dass ihr die Handlung missverstanden habt.)
Letedda

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