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Leselupe.de > Gereimtes
Menschheitsgedichte I
Eingestellt am 14. 06. 2010 17:41


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Ralf Langer
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Menschheitsgedichte

Ach, wären wir doch unsere Ururahnen:
Teil der Äste, der Blätter und der Lianen,
hangelten leicht im Affengriff von Baum zu Baum.
In uns Dschungel,um uns greifbarer Lebensraum.

Oder, besser noch davor, in all den Meeren.
Was gäbe es? Nur schweben, fressen, sich vermehren.
Mit dem Gang der Tiden vor und sanft zurĂĽck,
lag dort im seichten Wasser das Amöbenglück.

Was drängte uns aus nährstoffreichen Meeressäumen
hinauf ins grelle Licht und weiter zu den Bäumen,
nur um nach seiner Zeit auch diesen Ort zu räumen?
Fortschritt scheint Flucht, und Flucht die Frucht aus Herrschaftsträumen.

Dort irgendwo im Schatten einstiger Ă„onen
wurde aus Mängeln nur das erste ich geboren,
dem nicht genug der ferne Klang der Wogen,
und nicht das Blätterrauschen in den Kronen,

das nun schon lange fahndet nach dem einen GegenstĂĽck:
im Walgesang, der Pantherspur, im Orang-Utan Blick,
in steinernen Leichen, im Tropenschleim, im Schlick,
suchen wir leis, was uns an Worten fehlt zum stummen GlĂĽck,

und suchen weiter fremden Halt, geliehenen Sinn,
in alten Göttern, Zweifeln, Freveln : Suchtgewinn.
Die Frage aber, wer du bist und was ich bin,
zieht uns den DĂĽnen gleich zum fernen Ufer hin.

__________________
RL

Version vom 14. 06. 2010 17:41
Version vom 14. 06. 2010 20:19
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Version vom 15. 06. 2010 16:47

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Ralf Langer
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Hab dank rhea,
der Panther istein kniefall vor dem groĂźen Rilke.
Feinschliff!?
ICh ĂĽb und ĂĽb diese reimgedichte. Aber sie wollen
einfach noch nicht so gelingen, ohne das ich die einzelnen
Worte zerbreche und zu viele metrische KĂĽckenbĂĽsser einbaue.
Aber:
Ich lass mich nicht unterkriegen

lg
Ralf
__________________
RL

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Ralf Langer
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habs noch mal ĂĽberarbeitet...
was zu sagen jemand?
lg
ralf

__________________
RL

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Rhea_Gift
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Hi Ralf,

ich versuch mal noch a bisserl zu feilen...

quote:
Menschheitsgedichte

Ach, wären wir doch uns're Ururahnen:
Teil der Äste, Blätter und Lianen,
hangelten mit Affengriff von Baum zu Baum.
In uns Dschungel, um uns greifbar: Lebensraum.

Oder, besser noch davor, in all den Meeren.
Was gäbe es? Nur schweben, fressen, sich vermehren.
Mit dem Gang der Tiden vor und sanft zurĂĽck,
lag dort im seichten Wasser - das Amöbenglück.

Was drängte uns aus nährstoffreichen Meeressäumen
hinauf ins grelle Licht und weiter zu den Bäumen,
um nur nach seiner Zeit auch diesen Ort zu räumen?
Fortschritt scheint Flucht, und Flucht die Frucht aus Herrschaftsträumen.

Dort irgendwo im Schatten einstiger Ă„onen
wurde aus Mängeln nur das erste ich geboren,
dem nicht genug der ferne Klang der Wogen,
und nicht das Blätterrauschen in den hohen Kronen,

das nun schon lange fahndet nach dem einen GegenstĂĽck:
im Walgesang, der Pantherspur, im dunklen Orang-Utan Blick,
in steinern' Leichen, Tropenschleim, selbst noch im Schlick,
suchen wir leis, was uns an Worten fehlt zum stummen GlĂĽck,

und suchen weiter fremden Halt, gelieh'nen Sinn,
in alten Göttern, Zweifeln, Freveln : Suchtgewinn.
Die Frage aber, wer du bist und was ich bin,
zieht uns den DĂĽnen gleich zu fernen Ufern hin.

Was meinste?

Vielleicht findest du auch noch ne Alternative fürs zweite suchen? Finde die Wiederholung aber nicht ganz sooo dramatisch, ginge noch durch - wäre nur ohne Wiederholung gefälliger ...

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Estrella fugaz
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suchen wir leis, was uns an Worten fehlt zum stummen GlĂĽck,

vielleicht fĂĽr suchen: erspĂĽren?

Lieben GruĂź,
Estrella
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Ich schlieĂźe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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Rhea_Gift
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dann das "leis" aber raus -

erspĂĽren wir, was uns...

LG, Rhea
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...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Ralf Langer
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hallo estrella, hall rhea,
habt dank für die Vorschläge.
Da ist was dabei was ich gebrauchen kann.

lg
Ralf
__________________
RL

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