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Leselupe.de > Gereimtes
Metamorphose
Eingestellt am 24. 01. 2005 21:55


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Vera-Lena
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Metamorphose

Ein Stein lag auf dem Weg allein
und w├╝nschte sich herbei ein Bein,
das stie├če leise an sein Sein,
dann w├Ąr der Stein nicht mehr allein.

Da kam ein Kind herbei geh├╝pft
und hat das R├Âckchen hoch gel├╝pft,
sprang aufmerksam am Stein vorbei,
weil das des Spieles Regel sei.

Der Stein lag weiter dort versteinert
und wurde gleichm├Ą├čig verkleinert
von Hagel und von Regeng├╝ssen
er hat noch lange harren m├╝ssen.

Sein Sehnen hat er stark entfaltet,
das hat ihn g├Ąnzlich umgestaltet.
Jetzt lag er da mit hellem Schein,
ein lichterf├╝llter Edelstein.

Und tr├Ągst du ihn an einer Kette,
und funkelt er dort um die Wette
mit deinen Augen voll Verlangen,
dann kann das Spiel von vorn anfangen.







__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Klopfstock
Guest
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Zeit und geduldiges Warten veredeln scheinbar doch -
den Stein wie den Menschen
Ich jedoch warte schon so lange und werde einfach
nicht edler

Gut gelungen, liebe Vera-Lena!!!

Liebe Gr├╝├če
und eine gute Nacht
Irene

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Vera-Lena
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Liebe Irene, wem sagst Du das?

In Hermann Hesses Sidharta hei├čt es, dass man nur drei Dinge erlernen muss, um erfolgreich durch das Leben zu kommen: Beten, Warten und Fasten. Und dort wird dann auch noch belegt, dass es funktioniert.

Naja... wer wei├č, was uns alles noch bestimmt ist. Jedenfalls freue ich mich, dass dieser Text verst├Ąndlich ist und dass er Dir gef├Ąllt.

Dir heute einen sch├Ânen Tag!
Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

"und wurde gleichm├Ą├čig verkleinert
von Hagel und von Regeng├╝ssen
er hat noch lange harren m├╝ssen."


in den obigen Zeilen dr├╝ckst Du so passend aus,liebe Vera-Lena, anhand der Stein-Verkleinerung, da├č auch dem Menschen jedes "Aufgeplustert-sein" vergehen kann und da├č die Zeit und Erfahrung ihn reduzieren k├Ânnen, aber aufs
Wesentliche - ihn schleifen k├Ânnen, bis zum m├Âglichen
Edelstein (hier Seelen- oder Charakterveredelung)

Liebe Morgengr├╝├če
Irene

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Irene,

die Sache mit dem Verkleinern beschreibst Du exakt so, wie ich es gemeint habe.

Ich habe einmal gelesen, wie das Bibelzitat "eher ginge ein Kamel durch ein Nadel├Âhr" erkl├Ąrt wurde: Das Kamel ist so anspruchslos und hat so wenig Bed├╝rfnisse, gibt sich mit dem Allerwesentlichsten vollkommen zufrieden, und deshalb ist sein Astaralleib, also der Ort, wo sich W├╝nsche und Gedanken auch beim Menschen formen, so klein, dass er durch ein Nadel├Âhr passt.

Was meine Texte angeht, bist Du immer ein Schatzgr├Ąber, liebe Irene, und ich freue mich wieder einmal ├╝ber Dein "Fundst├╝ck".

Danke und ganz liebe Gr├╝├če!
Vera-Lena
__________________
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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

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Hallo Vera-Lena,

das passt gut zu Sidharta.
Ist eines meiner Lieblingswerke - dreimal mind. gelesen
Dein Gedicht gef├Ąllt mir.
Eins noch zu einer Zeile...
weil ich denke, die "Zeit" spielt da eine Rolle.

"Der Stein lag weiter dort versteinert
hier vielleicht die "Zeit" einbringen?
und wurde gleichm├Ą├čig verkleinert
von Hagel und von Regeng├╝ssen
er hat noch lange harren m├╝ssen."

lG
Sanne

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