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Leselupe.de > Kurzprosa
Metamorphose
Eingestellt am 11. 04. 2006 14:36


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bamark
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2003

Werke: 55
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Den Zwang aus dem Hause der Geschlechter,
entwand ich mich n├Ąchtens in erster Gestalt
mit eigener Kraft - und die mir unbekannte
Freiheit erschien mir gtrenzenlos bunt.
Ich nutzte das endlich gewonnene Sein in
gierigen Z├╝gen, um mich aus den Quellen
berauschender Fr├╝chte, am Nektar des Lebens-
in unb├Ąndiger Gier zu erg├Âtzen.
Doch als dieser Zustand die Kraft zu verlieren
sich anschickte, vor dessen Ende ich bei Zeiten gewarnt,
entfloh ich den steigenden Zw├Ąngen
- und um meiner Metapher zu gen├╝gen-
entzog ich mich der Welt in stiller Verwandlung,
pupte mich in mein Gedankenhaus ein.
Zehernd aus der ├╝berm├Ą├čigen Vielfalt meiner entwichenen
lottrigen Zeit und diese im Geiste nachzuempfinden
und zu erkl├Ąren ich mich ergab,
war ich mir in meiner Klausur dessen bewu├čt, dass,
obwohl dem Geschicke nur folgend, die Freiheit
der Gedanken, auch nur ein Teil meiner Gel├╝ste wohl war.
So zerriss ich die mich umfangende und meine Sehns├╝chtenach den Resten verbleibenden Seins mich beengende H├╝lle
und vertraute mich willig nur mehr dem verlockenden
Geiste des D├Ądalus an.
Im Bewu├čtwerden, dass die vordem in der Enge verharrende
geistige Freiheit, sich doch nur als kleines Fragment
meiner Erf├╝llung, zu erkl├Ąren begann,
setzte ich zum verwegenen H├Âhenflug an.
Steile H├╝rden ├╝berwindend und vor Gl├╝ckseligkeit
taumelnd, unbeschrankt sich Gedanken und L├╝sten
ergebend, schien mein Drang nach Freiheit endlich erf├╝llt.
Doch durch die Symbiose mit den vielerlei Sonnen
unbeschwert schwebend in den unendlich begl├╝ckenden
Sph├Ąren, wurde ich in letzter Gestalt, meiner mich tragenden
Fl├╝gel beraubt.
__________________
bamark

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