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Leselupe.de > Gereimtes
Midlife-Crisis
Eingestellt am 10. 10. 2010 17:06


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Sta.tor
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Midlife-Crisis

Schon fĂŒnfzig Mal unsere Sonne umrundet,
an Körper und Seele viel öfter verwundet.
Von Narben gezeichnet, von Worten verblendet,
die HĂ€lfte des Lebens scheint sinnlos verschwendet.
Doch Hoffnung im Herzen, ein kleines „vielleicht“,
dass Krankheit und Siechtum der Lebenskraft weicht.
Und Standhaftigkeit fĂŒr den Umgang mit Frauen,
doch kann man den eig'nen Gedanken noch trauen?
Der Herbst ist gekommen, die Luft sie wird kalt,
die Sonne steht tiefer am Himmel und bald
kommt Nacht auf, bringt Dunkles mit ihrer Gestalt.
Kein Funke sucht irrend den zwielichten Spalt.
Durch finstere Gassen verliert sich der Halt,
bis ein Schrei vom GemÀuer der Stadt widerhallt
und du hÀltst deine HÀnde zu FÀusten geballt,
denn die Einsicht erstĂŒrmt dich mit nackter Gewalt:
„Es reimt sich seit kurzem zu vieles auf ALT!“

__________________
schlimmer geht immer

Version vom 10. 10. 2010 17:06

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Marlene M.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Stator,
zunÀchst mal gefÀllt mir am Gedicht die Metrik, die man nicht allzu hÀufig findet:
ein AnapÀst mit Vortakt, zumindest bis Zeile:

"und in finsteren Gassen..."
Ab da stellst du um auf normalen AnapÀst.
da ich aber keine ZĂ€sur sehe, ordne ich es nicht als Stilmittel ein.
Dies finde ich persönlich nicht so schön.

quote:
Kein Licht dringt mehr durch, nicht mal mehr einen Spalt
Hier scheint es mir auch schon etwas zu schwÀcheln.
man wĂŒrde eher auf dringt betonen wollen als auf durch
vielleicht :
kein Lichtschein dringt durch, nicht durch winzigsten Spalt..."
nicht mal mehr einen Spalt ist ohnehin etwas seltsam formuliert. Licht dringt Spaltbreit durch oder durch einen Spalt. Da sich das durch schon auf das durchdringen des Lichtes bezieht, ist es etwas unglĂŒcklich, es als zweites durch fĂŒr den Spalt zu nehmen.

JA; ist vielleicht kleinlich-lÀchel... aber ich denke, du kannst es besser!
Midlife-Crisis mal gefĂŒhlvoll dargestellt von einem Mann- gefĂ€llt mir gut, besonders auch das Augenzwinkern am Ende, was ich aber nur als ganz kleines sehe...
Schmunzel.
Um den Midlifer ein wenig aufzuheitern, werde ich mal meine Satire zu Midlife-Crisis suchen und sie fĂŒr ihn einstellen...
Schmunzler sozusagen im Kreise von Marlene

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Sta.Tor,

dein Gedicht erscheint mir gut gelungen, weil du es vermocht hast, das (echte) Drama des Älterwerdens und seine ihm innewohnende Komik parallel darzustellen, man könnte auch sagen: gleichzeitig. Ich denke mittlerweile, dass du genau das auch bei deinem letzten Werk versucht hast ...

Dies finde ich raffiniert und "schwarz", genau wie ich es mag.
(Hoffentlich habe ich nun nicht wieder was Falsches gesagt und werde geÀchtet ).

Herzliche GrĂŒĂŸe
Heidrun

Der kritischen Klang-Anmerkung Marlene`s schließe ich mich an.

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Sta.tor
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Hallo Pelikan,

vielen Dank fĂŒr Deinen netten Kommentar. Nee, jammern wollte ich nicht. Es sollte ein rein ironisch gemeinter Text sein, mit autobiografischen ZĂŒgen.

Hallo KaGeb,

das ist aber schade. Gerade in die GebutstagsstĂ€ndchen-Ecke wollte ich den Text nun gar nicht gestellt wissen. Wenn er doch so rĂŒberkommt, habe ich wohl die Botschaft falsch formuliert.
Na, mal sehen ob ein anderer es auch so empfindet. Danke fĂŒr Deine Meinung.

Hallo Marlene,

vielen Dank dafĂŒr, dass Du Dich so intensiv mit dem kleinen Text beschĂ€ftigt hast. Ja Du hast recht, die mehrfach kritisierte Stelle war unglĂŒcklich formuliert. Ich habe das geĂ€ndert und hoffe, der ZwieSPALT den ich meinte, tritt jetzt deutlicher zu Tage. Das Dir das Gedicht ansonsten gut gefĂ€llt freut mich sehr.

Hallo Heidrun,

ja, das Älterwerden, ich werde wohl nur noch darĂŒber schreiben und mich darĂŒber lustig machen. Irgendwie muss man dem GefĂŒhl der nahen Verrottung ja entgegentreten.
Du darfst mich gerne kritisieren, aber wehe die Alterssturheit bricht bei mir erst mal in vollem Umfang durch, dann kann ich fĂŒr nichts mehr garantieren.

Viele liebe GrĂŒĂŸe an Euch alle vom
Sta.tor
__________________
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Sta.tor
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Danke, Herr MĂŒller

fĂŒr die lobenden Worte

und flammarion,

aber sehr gerne.

Viele GrĂŒĂŸe
Sta.tor
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