Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92257
Momentan online:
100 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Midlife-Sex - Crisis?
Eingestellt am 19. 09. 2003 23:52


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
Kommentare: 715
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aceta eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

„Sex ist ein Balanceakt zwischen Liebe und Macht!“
„Mißbrauch vorprogrammiert?“
„Klar!“
„Schutz?“
Ich spüre das Kopfschütteln vor der Antwort ...
„keinerlei Schutz!“
„- Risiko?“
„total !“
...








Dies ist Teil 3 einer LL-Geschichte – vorher gab es:
1.) „Männerfreundschaft"
Hier klicken
2.) „bittersüßer Sex“
Hier klicken







______________________________

„Hey – ich möchte dich treffen!“ flüstert sie ins Telefon.
Ich kann es nicht hören. Ich weiß nur: sie ist am Telefon und ruft gerade meinen Mann an. Sie, die ihn verführt hat, die völlig unerwartet nackt und bereit in seinem Bett gelegen hatte, ihm eine total geile Nacht beschert hatte, und dann ebenso abrupt verschwunden war, wie zuvor erschienen.
Seine Fee dieser orgastischen Nacht ist unvermittelt wieder da!
- Sie, die weder eine Telefonnummer noch einen Namen hinterlassen hatte.

Aber sie hatte etwas ausgelöst: schmerzhafte Gier, kolossale Sehnsucht und halb-erfüllte Träume: halb erfüllt, weil jede solche Erfüllung den wilden Schrei aussendet: MEHR – MEHR – MEHR !!!
Mitten aus dem trist gewordenen Alltag in dieses Abenteuer geraten, gerade während sein alter Freund nach langer Zeit wieder aufgetaucht ist. Mitten in der Zeit, da Jugendträume aufgewärmt werden: da tat sich diese neue Traumwelt auf!
- Das Leben scheint alte Würze wieder gewonnen zu haben, realer und heftiger denn je ?!

Ist das die „“Midlife“-Krise“, in die er jetzt ganz heftig gerät?

Was bewegt ihn?
- Nimmt diese verlockende Chance ihm jeden Verstand, fasziniert ihn die Vorstellung, die Flamme jener Nacht wieder zu sehen, wieder zu treffen, wieder zu ficken?
- Beherrscht sie ihn?
- Übt sie neuen, heftigen Liebeszauber aus – und den Reiz des Neuen, einer noch so unerforschten, verlockenden Frau?
- Ist dieser Zauber stärker als das, was emotional zwischen uns besteht? – Ich denke daran, dass er mir schließlich sogar von ihr erzählt hat. - Aber es war, ehe er auch nur eine Ahnung davon hatte, daß es ein Wiedersehen mit ihr geben könnte.
- Sein Wunsch, mit mir diesen Erlebniszauber zu finden, hatte mir geschmeichelt, hatte mir gefallen. Plötzlich habe ich nun die erschreckende Vermutung, ich könne nur die zweitbeste Frau seiner Träume sein – nur deshalb gut, weil noch da? Nur deshalb gewählt, weil die andere so verschwunden war, wie zuvor unvermittelt aufgetaucht?

Nun ist sie wieder da. - Nun stellt sich die Frage neu, die eine Frage:

- sie oder ich ??

***

Längst hat sich ein neuer Ereigniskatarakt entwickelt ... und durch die Stromschnellen versuche ich das Zauberfloß unseres Lebens zu steuern, ahne nur, daß die meisten der beteiligten Akteure nicht einmal sehen, was geschieht !?
- Was, frage ich mich leise - was eigentlich sehe ich selbst?

***

Wieviel Sex findet eigentlich tagtäglich statt, wieviel ???
Welche Gedankenenergie, welche Gefühlsenergie fließt da hinein?
Wie viele Männer und Frauen – jeden Tag – tun ES ??

Wie viele denken es, leben Sex in ihren Gedanken, in Wunschträumen, in Ansinnen an Andere? Wie oft wollen Menschen etwas, das die Umstände nicht zulassen, weil sie es sich vielleicht nur am Telefon sagen – dabei aber tatsächlich weit – sehr weit von einander entfernt sind ?
Ist das auch Sex?

Was zählt wirklich?
Was bedeutet es letztendlich?

Was ist eigentlich wahr und was ist Wirklichkeit?

Wenn Roald mit mir schläft – aber von ihr träumt ... was ist das ??
Ist er dann bei mir – oder eigentlich bei ihr?
Wenn Roald mit ihr schlief, aber an mich dachte – weil er sie doch gar nicht kannte? War er da bei mir – eigentlich jedenfalls – oder in einer anderen Welt, einer anderen Frau verfallen und ganz, ganz weit weg von mir?

Welche Wirklichkeit ist wahr – die von Gedanken und Träumen - oder die von Tatsachen?

***

Sie sieht mich mit einem entwaffnenden, strahlenden Lächeln an.
„Du bist du wütend auf mich?“ fragt sie zaghaft.
-Ja – denke ich – sage es aber nicht.
„Wieso?“ frage ich stattdessen.
„Ich hatte Sex mit deinem Mann!“ sie sieht mich an, versucht mich einzuschätzen.
„Verdammt guten Sex!“ sagt sie – wie leidenschaftslos.
- Sie will mich wohl aus der Reserve locken? - Ich muß schlucken.
Aber dann sage ich:
„Ich habe es selbst so arrangiert, oder?“
„Ja!“ – und sie lächelt geheimnisvoll.
- Hat sie mich durchschaut? – Oder glaubt sie sowas?

„Nein!“ sage ich stattdessen. Sie versteht meine Antwort auf die Frage, ob ich ihretwegen wütend sei.




„Nein?“ echot sie etwas schnippisch.
„Ich glaube aber, du hast doch wohl ein Problem damit!“
„Nein.“ sage ich tapfer. Sie würde das wohl nicht verstehen, was mich bedrückt. Sie würde mich eher eingebildet finden, hassen?
Tapfer lächele ich sie an.

„Hast du es dir überlegt?“ fragt sie da.
Ich habe darüber nachgedacht. Eigentlich noch nicht wirklich entschieden. Aber damit kann ich ihre Zweifel zerstreuen, spüre ich.
„Ja!“ sage ich und lächele sie nochmals an.
Ich will diese Frau auf eine ganz neue Art kennenlernen. Will sie ein bisschen so sehen, wie mein Mann sie sieht. „Ja!“ bekräftige ich noch einmal leise.
„Ohh!“ flüstert sie ...

***

Ich stelle mir vor, wie sie – noch ungeduscht, ungeschminkt und unfrisiert im Bett liegt. So wie ich jetzt gerade hier in unserem Bett liege?
Wie attraktiv ist sie gerade – so schön wie ich?

Welche Gedanken macht er sich – während sie mit ihm telefoniert? Welches Bild entsteht in seinem Kopf – welche Besessenheit, welche Gier, irgendwie eine Art „Blindheit“?

Ob sie nackt schläft – in dieser heißen Jahreszeit?
Oder nur dann, wenn sie nicht allein ist?
Masturbiert sie, während sie mit ihm telefoniert – oder erzählt sie ihm sowas?
Regt das ihn auf? - Macht es ihn an?
... Roald ist ein phantasievoller Mann – ich weiß es selbst.

Wann habe ich zuletzt – überlege ich – nackt geschlafen?

***

„Hey!“ sagte er und hielt mich fest.
„Fasse mich nicht an!“ fauchte ich nur.
Er gab meine Hand frei.
„Ich möchte eine zweite Chance haben!“
„Ohh?“ gab ich erkennbar lakonisch zurück.
„Du bist es wert!“ sagte er schmeichelnd.
„Aber du nicht!“ flüsterte ich.

***

Sie hebt das Glas an den Mund, nimmt einen ganz kleinen Schluck Rotwein und lässt ihn auf den Lippen. Sie sind feucht und rot. - Schöne, volle Lippen.
Ich beobachte sie, versuche zu ergründen, welche Gefühle es in mir hervorruft. Neidlos sehe ich ihr hübsches Gesicht, ihre sorgfältig gezupften Brauen, ihre ausdrucksvollen Augen. Sehe in diesen Augen Wärme, Freundlichkeit, Interesse, Leidenschaftlichkeit. Sehe sie auf mich gerichtet und spüre einen Anflug von Sympathie, von Achtung.
Sie ist eine schöne Frau.
Ihre Haut ist glatt, einige Sommersprossen hat sie, markante, weiblich weiche Gesichtszüge und lange, dunkle Haare, mit einem Stirnband gehalten, die ihr Gesicht einrahmen.
Ihre Schlüsselbeine formen in Kerzenlicht Schatten in den Grübchen darüber, ihre Schultern werden von der offenen, beigen Bluse verdeckt. Ihre Haut hat eine kraftvolle, braune Tönung, sie strahlt Vitalität aus. Ihre Brüste zeichnen sich unter der Bluse ab, in ihr Dekollete hängt an einer dünnen Kette ein unregelmäßig tropfenförmig geschliffener und polierter Bernstein. Bestimmt stellen sich viele Betrachter vor, wie dieser Stein hineinfallen möchte in die lockende Tiefe ...
Sie ist schlank, aber nicht dürr. Dieses Kleid mag Achtunddreißig sein, überlege ich leise schmunzelnd – es sitzt. Ihre Hüften, ihren Po sehe ich nicht, während ich jetzt mit ihr am Tisch sitze. Aber hatte es gesehen, als ich hereingekommen war und hinter ihr zum Tisch gegangen: wie sich das Kleid aufreizend um ihren Hintern spannte.
Nicht obszön, nicht wirklich unanständig ... einfach eindeutig und aufreizend !

Ich stellte mir vor, mit Roald am Arm hinter ihr herzugehen. Ich weiß, wie er hinschaut. Ich weiß, wie ihm gefällt, was er dann sieht.
Könnte sein, sie wäre so ein Fall, wo ich die Richtung wechseln würde?
- Ich weiß, wie ich ihm gefalle, wenn ich figurbetonte Kleider trage ...

***

In mir loderte Erinnerung:
Drängend und fordernd war er gewesen, kompromißlos. Wollte mich, suchte und fand mich. Hatte meinen Körper erforscht, meine Sehnsucht erspürt, meine Lust entfesselt. Er hatte mit mir gespielt und war tiefer in mich eingedrungen, als je rein sexuell nur möglich.
Fasern in meinem Herzen berührt, Saiten meines Wesen zum Schwingen gebracht hatte er sich etwas von mir genommen, das gleichermaßen geheim und heilig ist.
Seine züngelnde Brut in einem Körper zu hinterlassen war nicht mein Problem geworden – sie hatte keine Beute finden können ... doch war sie Betrug am Stolz des Menschen, dem ich vertraute, den ich liebte und der allein den Kern meines Wesens finden darf.

Sein zuckender, schwitzender Körper bei mir, gierig mein Fleisch seiner Lust zum Fraß genommen habend, meine Empfindungen entfesselt ohne meine Integrität zu achten – das war sein Frevel geworden!

- Meine Erinnerung ist am Ende einfach mies.
Nicht erotisch, nicht genial und neu – sondern deprimierend: Er hatte sich mich genommen, nicht statt dessen - sich mir angeboten!
Vielleicht wäre ich der Versuchung sogar erlegen?
Vielleicht hätte ich angenommen?

- Nach der Nacht meines Mannes mit seiner Frau wäre es mir vielleicht sogar leicht gefallen, gleiches Recht zu proklamieren?
... aber ich habe nicht proklamiert: ich wurde proklamiert!

- Dabei hatte er durchaus Träume geweckt, Sehnsucht entfacht – aber nicht danach, was er getan und wie es geschah !

Mir bleibt, ungewollt von ihm befleckt zu sein.
Auskotzen möchte ich ihn - könnte ich nur ...

- Ich werde ihm niemals davon erzählen, schwöre ich mir insgeheim.
Niemals soll er erfahren, daß es einmal etwas gab, da mir an ihm gefallen hat: nie - nie – nie!
Aus meiner Erinnerung auslöschen will ich, wie mir geschmeichelt hatte, daß er wie das Ebenbild meines Mannes in bester Liebeslaune gewesen war – und mir gut getan hatte ...
Aus – für immer !

***

„Eine Frau kennt Deinen Körper besser als jeder Mann!“
„Ja?“
„Ja!“
Während sie ihr Kleid abstreift und meinen Blick an sich kleben fühlt erkenne ich, was sie meint: Gemeinsam einen solchen Körper zu haben, gleiche Empfindungen, gleiche Empfindungen, Sinne und Lust ...
Einen solchen Körper, wie sie ihn mir zeigt – glatte, duftende Haut, Signale der Erregung aussendend, kurze, schnelle Atemzüge ... und anzügliche Bewegungen.
Bis auf einen kurzen, schmalen Streifen ist Ihre Scham enthaart, ihre Nacktheit wirkt dadurch noch nackter, noch offensichtlicher.
Nur die Schuhe hat sie noch nicht ausgezogen. Ansonsten steht sie nun völlig entkleidet vor mir.
„Gibt es hier Feuer?“ fragt sie leise.
„Dort“, ich deute auf ein Regal neben ihr.
Sie geht mit wiegenden Hüften zwei Schritte dorthin, nimmt die Streichhölzer, entzündet die Kerze und löscht das andere Licht.
Ich beginne zu verstehen, warum Männer solcher Erscheinung verfallen.
„Ich gehöre dir!“ flüstert sie.
„Ohh“, entfährt es mir.

***

Welche Wirklichkeit ist wichtig?
Die der Gedanken oder die der Körperlichkeit?

Ist die Welt, die wir erleben sowieso nur ein Schattenspiel wie in Platons Höhle – was zählt dann der Schleim, der in meinen Körper gespritzt wurde, was zählt die Zuckung und der leibhaftige Orgasmus?
Ist die Welt, die wir sehen nur eine große Leere – wir nur blind, das Nichts zwischen den Atomen übersehend die Myiastel von Substanz ernst nehmend ?
Kompakte Körper, die wir sehen, sind doch eigentlich wie Schweizer Käse – nur mit viel mehr Löchern – und viel größeren – und so, als wäre ein Gramm von diesem Käse so groß wie alle Schweizer Berge!

Was ist wichtig – wesentlich und zählt:
Körperliches, leibhaftiges Ficken – oder
Gedanken daran, Sehnsüchte, Wunschträume dabei?

***

Meine Liebe hat einen hohen Traum. Die Erfüllung wäre zeitlos, wäre ewig und Glückseligkeit. Sie kommt als Glück in kleinen Schritten – ich selbst wähle aus, welche Glücksmomente der Traumerfüllung hilfreich sind.
Mein Leben hat einen großartigen Plan, so konsequent, so unverrückbar: mein Eidos.
So wäre das Geschehen dieser frevelhaften Nacht – ein Artefakt?
Was lehrt es mich – wohin bewegt es mein Schicksal?

***

Ihre Haut ist warm und weich. Sie duftet noch nach Badesalz, doch längst auch nach Erregung, nach sexueller Gier und Bereitschaft, sie strahlt Freude aus, Hoffnung und Sinnlichkeit, Sehnsucht nach Genuß und Erfüllung ...

Ich beobachte fast erstaunt die sanfte Rundung, vom Bauch zwischen die Beine ziehend, so vollkommen, so gazil – der Schwung zur Scham einer anderen Frau. Aus dieser Perspektive habe ich mich selbst nie anschauen können.
Ich spüre die warme, glatte, weiche Haut unter meinen Fingerspitzen.
- Sie ist tatsächlich wunderschön !
Ich spüre ihr leises Zucken unter meiner Berührung, Antworten auf meine Berührung, die sie mir sendet – ist sie nicht verdammt erotisch ?

Lege mein Gesicht an ihren warmen, weichen, flachen Bauch, spüre Lust und Leben und Lebendigkeit - atme ihren Duft, empfinde wie Elektrizität die Erregung ihres Körpers.

Sehe die enthaarte Scham. Glatt und klar und haarlos klafft am Ende der Linie, die ich so schön finde das Paradies ihrer Lust.
- Plötzlich erinnere ich mich: so war es schon einmal genannt worden – an mir!

Ich streichele sie, fühle, wie sie meine Berührung annimmt, gerne mag, genießen will! So schwer ich mich tat, dies zu beginnen, so lustvoll empfinde ich es jetzt!

***

Ich werde Sex haben – traumhaft, neu und genial!
In die Zukunft schauen – erkennend, wer mich liebt –
Ich werde mich hingeben – absolut ...

Werde ich die Wahrheit finden?

__________________
wird fortgesetzt (sofern erwünscht)


__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!