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Leselupe.de > Kurzprosa
Milch. 5 Sequenzen einer sich weitenden Pupille
Eingestellt am 01. 10. 2005 07:20


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Alpha
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Als du gingst, habe ich mich in deinen Schatten gelegt;

[ Die Wochentage haben ihre Namen verloren. Es gibt keine Monate mehr. Keine Morgen, an denen die Sonne aufgeht, keinen Schlaf (Nur noch das F├╝hlen jener Jahre, die es nie gegeben hat).
Ich ├Âffne das Fenster und atme das Treiben der Stadt, bis ich genug habe von dieser widerw├Ąrtigen Allt├Ąglichkeit. Dann atme ich sie noch eine Stunde.
(An meiner T├╝r klingeln Leute mit Gesichtern, die nie eine Antwort gesucht haben. Tut mir leid sage ich ihnen, aber sie ist nicht mehr heim gekehrt. Man darf nicht ehrlich zu den Leuten sein. Sie w├╝rden es nicht verstehen, und auf eine eingeschr├Ąnkte Sicht muss man R├╝cksicht nehmen.)

In der K├╝che wartet die Milch meiner Liebe, meiner linken Herzkammer, (Sie ist sauer und dickfl├╝ssig und schimmert gr├╝n im Licht. Aber ich sehe das Licht nicht. Und ich trinke die Milch; z├Ąrtlich, voller Genuss; es ist der Moment, auf den ich jede Minute hin lebe, dabei wei├č ich gar nicht, wie Milch schmeckt -Wei├če Milch) und ich schmecke sie begierig, w├Ąhrend ich den Kopf nach hinten lehne und die Augen schlie├če.

(Da war dieser Traum, der mir zwischen die Rippen griff-) Du
Hast mir die Schenkel auseinander gerissen und alles in mir verstaut, was du hattest; was nicht sehr viel mehr war als dein Schmerz an der Welt. Bis zu jener Zeit war ich unschuldig, was das Leiden der eigenen Existenz angeht. Ich hatte also gen├╝gend Platz.
Und ich wehrte mich nicht.
(Also habe ich wieder das Buch zu Hand genommen, das auf Seite f├╝nfundsiebzig ein Eselsohr hat. Es ist dick und schwer und tr├Ągt keinen Titel. Einundzwanzig Jahre habe ich gebraucht, um es zu lesen. Heute bin ich fertig geworden. In ihm steht:
Man muss sich aufgeben, um frei zu sein.) So habe ich dich empfangen ]

und es trug mich fort.

__________________
"Widme dich dem Klang meiner Kehle, wenn sie bricht; Es soll das letzte sein, was ich zu sagen habe" aus Wolf

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knychen
Routinierter Autor
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hallo,
die vielen klammern irritieren.
ich kann mir denken, was sie bewirken sollen, aber sp├Ątestens bei der dritten klammer verliert man den ├╝berblick. es sei denn, du hast sie eingef├╝gt, um den leser zu mehrmaligem lesen zu motivieren. damit nimmst du aber die chance, den text in ruhe wirken zu lassen.
auf jeden fall gut nach innen gelauscht.
gru├č knychen
__________________
kny

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Alexander Rahm
One-Hit-Wonder-Autor
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Pupillen weiten sich, nachdem man eine E eingeschmissen hat.
Zu dumm, dass sie sich irgendwann auch wieder verengen.
Dann haben

quote:
Wochentage (...) ihre Namen verloren. Es gibt keine Monate mehr. Keine Morgen, an denen die Sonne aufgeht, keinen Schlaf (Nur noch das F├╝hlen jener Jahre, die es nie gegeben hat).
Unter E mag die linke Herzkammer arbeiten - ├╝brigens auch die rechte. Ohne E - na ja, eher nicht.
Ohne E Liebe? - Unm├Âglich.
Ohne E - abwarten.

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