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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Mir kann nichts passieren
Eingestellt am 10. 12. 2005 08:16


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Honey
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2005

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Wie jeden Abend, au├čer Sonntag, stand sie an der Stra├če und wartete. Sie lief immer bis zur letzten Laterne, bevor die Dunkelheit alle Konturen verwischte. Ihr Freund, der sie abholen sollte, war wieder mal zu sp├Ąt. Also lief sie ihm ein St├╝ck entgegen, aber nur bis zu dieser Laterne. Dahinter lagen nur noch Felder und eine einsame Stra├če, die kaum einer um diese Zeit nutzte. Ihr war kalt. Die Temperaturen waren in den letzten Tagen sp├╝rbar gesunken.
Schnee lag in der Luft.

Sie nahm einen Zug von ihrer Zigarette und die Glut leuchtete vor ihr auf. Heute kam er aber besonders sp├Ąt. Ob sie ihm weiter entgegenlaufen sollte? Bevor sie hier anfror, begann sie in die vor ihr liegende Dunkelheit zu gehen. Er w├╝rde sie im Scheinwerferlicht des Autos wohl sehen.

Links neben ihr lag ein weites, abgeerntetes Maisfeld. Ein paar vereinzelte, hohe Halme standen noch. Im Sommer war es unheimlich, neben einem dichten Maisfeld zu gehen. Man wu├čte nie, was sich in den dicht stehenden Stauden verbarg. Heute konnte sich jedoch nur etwas in der Dunkelheit verstecken. Hinter dem Feld begann ein kleines, mit B├Ąumen und B├╝schen bewachsenes Waldst├╝ck. Aber soweit mu├čte sie hoffentlich nicht gehen. Sie ├╝berlegte, ob sie ihren Freund mit dem Handy anklingeln sollte. Aber wenn er schon unterwegs war, w├╝rde er ├Ąrgerlich dar├╝ber.

Also lief sie weiter. Wenigstens wurde ihr etwas w├Ąrmer von der Bewegung. Aus dem Augenwinkel heraus glaubte sie, eine Gestalt ├╝ber das Feld huschen zu sehen. Als sie ihren Kopf in die Richtung drehte, sah sie aber nichts mehr. Na, ich bilde mir schon was ein, dachte sie. Dann h├Ârte sie ein Ger├Ąusch, wie unterdr├╝cktes Husten. Sie blieb stehen und sah in die Richtung des Ger├Ąusches. Wieder glaubte sie, Konturen einer Gestalt wahrzunehmen. "Hallo", rief sie, "ist da jemand?" Keine Antwort. Nun war ihr unheimlich zumute. Am liebsten w├Ąre sie umgekehrt. Aber sie lief trotzdem weiter. Alle Sinne auf Empfang. Sie meinte, Blicke auf sich zu sp├╝ren. Ihre Kopfhaut kribbelte.

War das Atmen, was sie da h├Ârte? Sie drehte sich nicht mehr um. Ging nur etwas schneller. Nun h├Ârte sie Schritte hinter sich. Ihr Herz machte einen Satz, um dann schneller weiter zu schlagen. Sie sp├╝rte die Angst aller Frauen in dunklen Stra├čen. Ihr w├╝rde schon nichts passieren. Au├čerdem m├╝├čte ja ihr Freund gleich kommen. Sie ging weiter, rannte nun fast. G├Ąnsehaut ├╝berzog ihren K├Ârper, von den Fu├čzehen bis in die Haarspitzen, als sie erneut ein Keuchen hinter sich vernahm.

Nah, zu nah schon. Sie rannte nun wirklich und ihre Gedanken jagten. Ein Dieb? Ein M├Ârder? Etwa ein Vergewaltiger? Fast h├Ątte sie um Hilfe geschrien. Da sah sie die Scheinwerfer eines Autos auftauchen. Noch ein St├╝ck weg, aber schnell n├Ąher kommend. Gott sei Dank. Sie begann, w├Ąhrend sie rannte, zu winken. War sicher endlich ihr Freund. Das Auto hielt neben ihr. Aber es war ein Fremder darin. "Helfen sie mir, es verfolgt mich jemand", bat sie.
"Steigen sie ein", l├Ąchelte der Fremde. Erleichtert, ohne nachzudenken, ├Âffnete sie die Beifahrert├╝r und stieg in das Auto. "Bitte angurten", sagte der Fremde, "wo m├╝ssen sie denn hin?" Bevor sie antworten konnte, wurde die hintere Fahrzeugt├╝r ge├Âffnet. "Na da haben wir ja unseren Fang f├╝r heute", sagte der Dazugekommene. Sie wu├čte sofort, dass es ihr Verfolger war. Sie war in die Falle getappt. H├Ątte sie doch nur, wie jeden Abend, unter der Laterne gewartet.

Eine Woche nach dem Verschwinden einer jungen Verk├Ąuferin fand man im Hochdorfer Wald ihre Leiche. Die Frau (31) war beraubt, vergewaltigt und ermordet worden. Nach Polizeiangaben ist dies der dritte Mord innerhalb k├╝rzester Zeit nach dem gleichen Muster. M├Âglicherweise handelt es sich um zwei T├Ąter. Wer zur fraglichen Zeit in der Gegend war, k├Ânnte wichtige Beobachtungen gemacht haben. Melden sie sich bitte bei der Polizeidienststelle in ihrer N├Ąhe.

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F Fuller
Festzeitungsschreiber
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Hallo Honey,

Du beschreibst Gegend und Situation sehr gut, aber mir f├Ąllt es schwer, die Frau wahrzunehmen. Sie verliert sich in der Story.

Hier und das hast Du ein paar Fl├╝chtigkeitsfehler ("Was" statt "War" z. B. und kleingeschriebene "Sie").

Das Ende gef├Ąllt mir recht gut.

Gruss
F.

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Piratenbraut
???
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Hi Honey,

ich fand es schade, dass die Geschichte durch einige Kommafehler verlor, darum ein paar kleine Korrekturvorschl├Ąge von mir:



Aus dem Augenwinkel heraus,(das Komma muss weg) glaubte (+e, sonst Zeitfehler ) sie, eine Gestalt ├╝ber das Feld huschen zu sehen. Als sie ihren Kopf in die Richtung drehte, sah sie aber nichts mehr.

War das Atmen, was sie da h├Ârte?

Sie wu├čte sofort ,dass es ihr Verfolger war.

Im Sommer war es unheimlich,neben einem dichten Maisfeld zu gehen. Man wu├čte nie, was sich in den dicht stehenden Stauden verbarg. Heute konnte sich jedoch nur etwas in der Dunkelheit verstecken. Hinter dem Feld begann ein kleines, mit B├Ąumen und B├╝schen bewachsenes Waldst├╝ck.

Wieder glaubte sie, Konturen einer Gestalt wahrzunehmen.

Sie meinte, Blicke auf sich zu sp├╝ren. Ihre Kopfhaut kribbelte.

Wer zur fraglichen Zeit in der Gegend war, k├Ânnte wichtige Beobachtungen gemacht haben.





Ich mache ungern Stilkorrekturen, denn dann verliert sich der Charakter. Die Idee finde ich gut.
Es fehlt mir aber noch die sich hochschaukelnde Spannung, mehr Dichte nach dem "Kopfhautkr├Ąuseln", das ich sofort nachempunden habe.


Liebe Gr├╝├če,

PB

P.S. Bin in deinem Text mit meinen Korrekturen ziemlich hin- und hergesprungen, glaube ich. Sorry 8)

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Honey
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo...

danke f├╝r euer genaues Lesen, komma....lach... das kriege ich nie hin. Entweder sind es einige zuviel oder viele zuwenig.

Werde ich ab├Ąndern.

lg
Honey

P.S. Die Frau ist mit Absicht nicht weiter beschrieben.
Sollte sich jeder Leser selbst ein Bild machen. Als ich die Geschichte schrieb hab ich mir eine kleine, verhuschte, bescheidene Frau vorgestellt. Dominiert von einem Freund, der es nicht mal f├╝r n├Âtig h├Ąlt sie p├╝nktlich abzuholen.
Ist vielleicht zuwenig von dem Bild ├╝brig?

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F Fuller
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Hallo Honey,

quote:
Ist vielleicht zuwenig von dem Bild ├╝brig?

Ja, auf jeden Fall.

Ich kann Dir nicht sagen, wie ich mir die Frau vorsgestellt habe, da ich mir ├╝berhaupt kein Bild von ihr machen konnte. Aber so, wie Du sie beschreibst... nein, so definitiv nicht! Auch wenn Deine Beschreibung durchaus zu der Situation passt (von wegem dem bl├Âden Kerl, der sie nicht p├╝nktlich abholt).

Gruss
Fuller


P.S. Das mit den Kommata ist ein weit verbreitertes Ph├Ąnomen, tr├Âste Dich!

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