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Leselupe.de > Kindergeschichten
Mirco und seine Erlebnisse
Eingestellt am 17. 09. 2002 17:53


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JojoBrown
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2002

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Mirco

und seine Erlebnisse


Dieses Buch erz├Ąhlt die Erlebnisse des acht j├Ąhrigen Mirco Peu├č, der mit seinen Eltern, Lea und J├╝rgen Peu├č, und seinem zw├Âlf Jahre alten Bruder Benni in einem sch├Ânen Haus irgendwo im Schwarzwald lebt.
Sein Vater ist Schreinermeister, seine Mutter Hausfrau.
Beide lieben ihre Kinder sehr. Mircos Hobbys sind: Schlagzeug spielen, und er baut im Herbst gerne Drachen, die er dann im Wind steigen l├Ą├čt.
Auch wenn sich schon so mancher, von ihm gebaute Drachen, dann im M├╝lleimer wiederfindet, gibt Mirco nicht auf, seinen Traumdrachen zu erfinden und zu bauen. Er wird daf├╝r von seinem Bruder immer ge├Ąrgert.
Eine Freundin hat Mirco auch schon.
Es ist die ebenfalls achtj├Ąhrige Christine Zapf, die aber von Allen nur Tine genannt wird.
Sie lebt mit ihrer Mutter, Marion Zapf etwa 60 Kilometer von Mirco entfernt, in einer kleinen Wohnung.
Ihr Vater ist gestorben, als Tine 3 Jahre war. Frau Zapf arbeitet in einem Buchladen.
Es ist nicht immer einfach, f├╝r eine alleinstehende Mutter, alle W├╝nsche der kleinen Tine zu erf├╝llen, aber irgendwie schaffen es die beiden immer wieder.
Frau Zapf sagt oft zu Tine: Wenn sich zwei Menschen so richtig gern haben, dann schaffen sie jede H├╝rde, dann kann keine Mauer zu hoch, kein Weg zu weit und kein Wasser zu tief sein.
Gemeinsam, an einem Seil gezogen, ist alles zu schaffen.




Es ist ein st├╝rmischer, regnerischer Donnerstag im Herbst, irgendwo im Schwarzwald.
Mirco sitzt zu Hause im Keller, und bastelt mal wieder mit Holzleisten, Schnur und Papier.
Sein Bruder kommt herein, und wirft seinen Fu├čball mitten auf den Tisch.
„Hi. Sprosse, was machst du denn schon wieder? Willst du etwa schon wieder einen Drachen bauen, der nachher in Omas Kirschbaum landet?
Kauf dir endlich mal einen Zweileiner, der richtig fliegt und den du lenken kannst.“
„La├č mich in Ruhe mit deinen doofen Lenkdrachen.
Und nenn mich nicht immer Sprosse. Du wei├čt, da├č ich das nicht leiden kann.“
Und schon liegen sich die beiden Br├╝der in den Haaren.
„Ich nenn dich Sprosse, so lange, wie du Sommersprossen hast, und so lang es mir pa├čt.
Du kannst sie dir ja wegradieren, wenn es dir nicht gef├Ąllt. Hi hi.“
„H├Âr endlich auf mich damit zu nerven, sonst sag ich`s der Mami, und dann kriegst du wieder Hausarrest.“
„Das wagst du nicht,“ und nimmt seinen Bruder in den Schwitzkasten.
Mirco schreit: „Mami, Mami der Benni hat mich im Schwitzkasten, ich kriege keine Luft mehr, Maamiii!!“
Schon geht die T├╝r auf, und Frau Peu├č steht da.
Benni l├Ą├čt sofort seinen Bruder los. Sie sagt: „M├╝├čt ihr beide euch denn schon wieder zanken? Es vergeht aber auch kein Tag, an dem Frieden ist zwischen euch beiden.“
„Aber der Benni...“ Seine Stimme erstickt unter Tr├Ąnen. Frau Peu├č sagt:
„Ich will gar nichts mehr h├Âren von eurem Streit. Ich wollte euch gerade etwas Sch├Ânes erz├Ąhlen, aber wenn ihr lieber rumschreit, dann tue ich es eben nicht.“
Sie wendet sich zur T├╝r, und geht nach oben ins Wohnzimmer.
Mirco rennt hinter seiner Mutter her, h├Ąlt sie am Arm fest und wischt sich mit dem ├ärmel die letzten Tr├Ąnen aus dem Gesicht. „Mami, sag uns doch das Sch├Âne. Wir sind auch ganz brav jetzt.“
„Na gut, aber nur, wenn ihr beide versprecht, heute friedlich zu sein.
„Ja, ja Mami, ich will lieb sein.“ stammelt Mirco, und blickt erwartungsvoll zu seiner Mutter auf. Benni steht voller Erwartungen, wie am heiligen Abend vor dem Christbaum, neben Mirco und stammelt: „ I i ich auch, aber jetzt sag schon, was ist es denn?“ Frau Peu├č l├Ąchelt und sagt zu ihren Beiden:
„Wir bekommen gleich Besuch. Ich habe heute morgen mit Tines Mutter telefoniert, und sie kommt uns gleich besuchen.“
„Au prima, kommt Tine auch mit?“ will Mirco wissen. Er sieht seine Mutter an, als wenn er sie mit seinen gro├čen blauen Augen verschlingen m├Âchte. Er trippelt vor Aufregung auf der Stelle.
„Ja Mami? Kommt sie mit?“ Frau Peu├č l├Ąchelt verschmitzt, denn sie wei├č, da├č sich Mirco und Tine sehr gut verstehen. „Ja, du Qu├Ąlgeist, sie kommt auch mit.“
„Schlafen die auch hier?“ Will Mirco noch wissen.
„Ja, auch das.“ Sagt seine Mutter, und blickt r├╝ber zu Benni, der ziemlich traurig dasteht. Er stottert: „Immer kommt jemand zu Spros... ich meine zum Mirco, nie zu mir und schl├Ąft hier.“ Frau Peu├č wendet sich l├Ąchelnd ab. Mirco rennt in den Keller, und dann nach oben. Er r├Ąumt in Windeseile im Keller die Holzleisten, die Schnur und das Papier beiseite. Oben in seinem Zimmer packt er die Legosteine in die Tonne, die Autos stellt er ins Regal, die Holzkl├Âtze, die er f├╝r die Br├╝cken gebraucht hat, verschwinden in der Truhe. Sein Schlagzeug schiebt er st├╝ckweise in die Zimmerecke.
In der Zwischenzeit k├╝mmert sich Frau Peu├č um ihren ├ältesten, der in seiner Entt├Ąuschung leicht gegen den Tisch getreten hat. „Benni mein Gro├čer, komm doch mal zu mir.“ Sagt sie und sie setzen sich auf das Sofa, und nimmt ihren Sohn in den Arm. „Ich glaube dir ja, da├č du entt├Ąuscht bist. Aber wie war das im letzten Jahr, als dein Freund Bernd, sogar eine Woche hier war in den gro├čen Ferien? Da habt ihr die H├Ąlfte der Zeit nur gestritten. Und gleich kommt nun mal die Tine zum Mirco, und schl├Ąft mit ihrer Mutter hier bei uns. ├ťberleg doch mal bitte. Tine und ihre Mutter haben doch nur eine kleine Wohnung, und Tine hat keinen Vater mehr. Die beiden sitzen so oft alleine zu Hause. Au├čerdem haben sie nicht viel Geld. Das Auto von Frau Zapf ist auch ziemlich kaputt, und dein Papi ist jetzt beim Onkel Ralf, der einen kleinen neuen Seat gewonnen hat, und nicht wei├č, was er mit dem Auto machen soll.
Er selbst f├Ąhrt ja einen gro├čen BMW, und kann kein anderes Auto gebrauchen. Er w├╝rde den Seat sehr g├╝nstig abgeben. Bis jetzt wei├č Frau Zapf noch nichts davon. Der Papa ist jetzt bei ihm, und hilft ihm an seinem neuen Haus, beim Dachausbau. Er will mit ihm schon mal ein wenig ├╝ber das Auto reden. Du darfst aber nichts verraten, auch nicht dem Mirco. Kann ich mich auf dich verlassen?“
Frau Peu├č sieht ihren Sohn fragend an. Benni strahlt, und sagt ganz stolz: „Aber klar, ich verrate nichts. Bin doch kein Baby mehr.“
Frau Peu├č steht auf, horcht im Treppenhaus, l├Ąchelt und schlie├čt die Wohnzimmert├╝re ganz leise. „Alles klar. Mirco poltert oben in seinem Zimmer herum. Dann werde ich dir noch etwas verraten.
Sag mal: Wei├čt du, was ├╝bermorgen f├╝r ein Tag ist?“
„Klar, ├╝bermorgen ist Samstag.“
„Prima, aber das meine ich nicht. ├ťbermorgen hat Mirco Geburtstag.“
Sagt Frau Peu├č. „Au ja. Das hab ich ganz vergessen...mhm, was mach ich denn jetzt blo├č, ich hab noch gar kein Geschenk f├╝r ihn?“
„Du brauchst auch kein Geschenk, ich glaube, er w├╝rde sich mehr freuen, wenn du mal etwas netter zu ihm w├Ąrst. Au├čerdem k├Ânntest du mir Morgen abend, wenn Mirco und Tine im Bett sind, helfen, den Partykeller zu schm├╝cken.
Papi und ich, m├Âchten ihm zu seinem 9. Geburtstag eine sch├Âne Feier schenken. Frau Zapf hilft auch mit, und bringt noch einige Dekorationssachen mit, die sie nicht mehr gebrauchen kann. Wie findest du die Idee?“
„Find ich prima, Mami. Und ich darf mithelfen, ehrlich?“ Fragt Benni mit gro├čen Augen. „Aber klar mein Gro├čer, aber nur, wenn du nichts verr├Ątst!“ Sagt seine Mutter. „Ist gebongt, ich sage nichts.“ Antwortet Benni mit Stolz in der Stimme. Frau Peu├č blickt auf ihren Sohn, und macht sich auf, den Kaffeetisch zu decken.


Der Besuch kommt

Ding dang dong.
Benni springt auf, und rennt zur Wohnzimmert├╝r, aber in diesem Moment ├Âffnet sie sich schon und Mirko zappelt davor herum, und stottert: „I ich glaube, T Tine ist d da.“ Da hat er auch schon die Haust├╝r ge├Âffnet. Er steht an der T├╝re mit seinen Kulleraugen, und bringt kein Wort mehr heraus. Frau Zapf und Tine stehen drau├čen.
Frau Zapf lacht und sagt zu Mirco: „Guten Tag, junger Mann. Wie sieht es aus, d├╝rfen wir herein kommen, oder m├╝ssen wir hier drau├čen bleiben?“
„├äh, mhm nat├╝rlich. Ich meine nat├╝rlich rein kommen.“
„Das finde ich aber sehr nett von dir. Guten Tag Benni, und wie geht es dir?“ „Gut.“
„Gr├╝├č dich, Lea. Vielen Dank f├╝r die Einladung. Ich habe auch einen selbstgebackenen Kuchen mitgebracht.“ Frau Peu├č nimmt den Kuchen entgegen, und antwortet: „Hi. Marion, habt ihr eine gute Fahrt gehabt?“
„Naja, die Fahrt war eigentlich ganz gut. Nur unser Auto hat wieder seine Zicken gehabt. Aber das kennt man ja schon. Was soll`s, wir sind da. Tine konnte es kaum erwarten.“ Benni kommt ins Wohnzimmer, wo die beiden Frauen sich gesetzt haben, und sagt: „Mami, ich gehe noch etwas r├╝ber zum Peppi, wir wollen noch etwas Fahrrad fahren.“
„Aber nicht so lange, Benni, wir wollen um etwa vier Uhr Kaffee trinken, dann ist der Papi hoffentlich auch da.“
„OK, ich sehe ja unser Auto, und komm dann gleich.“
„Prima, mein Gro├čer. Bis gleich dann, und seid vorsichtig!“
Mirco hat Tine gleich mit in sein Zimmer genommen, und haben angefangen zu malen. Tine will eine gro├če Wiese malen, mit Blumen und B├Ąumen darauf. An den B├Ąumen sollen mehrere Schaukeln befestigt sein, damit alle Kinder schaukeln k├Ânnen. Tine ├Ąrgert sich n├Ąmlich immer, wenn sie zum Spielplatz kommt, da├č die einzige Schaukel, die dort h├Ąngt, immer besetzt ist. Mirco malt auch eine Wiese, aber mit Kindern drauf, die Drachen steigen lassen. „Mensch.“ st├Âhnt Tine.
„Malst du etwa schon wieder Drachen? Kannst du nichts Anderes?“
„Ich will ja immer mal etwas anderes malen, aber es werden immer Drachen, an langen Leinen. Ich kann nix daf├╝r.“ Antwortet Mirco.


Erste Begegnung

Frau Peu├č steht von dem Sessel auf, und ├Âffnet die Haust├╝r. Davor steht ihr Mann, und strahlt von einem Ohr zum Anderen. „Hallo mein Schatz, du glaubst nicht, was ich zu erz├Ąhlen habe. Aber bitte, ruf erst mal Marion und die Kinder raus.“ Frau Peu├č tut, was ihr Mann gewollt hat, und kommt mit allen wieder zur├╝ck zur Haust├╝r. Davor steht immer noch ihr Mann und grinst noch mehr als vorher. Bei ihm steht jetzt auch noch sein Freund Ralf, und Patenonkel von Mirco, und grinst genauso, wie Herr Peu├č. Dieser ergreift jetzt das Wort, und stellt Frau Zapf seinem Freund, Herrn Ralf Kammerer vor, und begr├╝├čt diese dann auch sehr herzlich. „Gr├╝├č dich Marion, bist du schon lange hier?“
„Ja, schon eine ganze Weile, ich hab` mal wieder ausgiebig mit Lea gequatscht, das mu├čte mal sein.“
„Wie war denn die Fahrt?“ M├Âchte Herr Peu├č wissen.
„H├Âr blo├č auf, J├╝rgen, ich hab das Gef├╝hl, meine Karre f├Ąllt bald auseinander.“ „Nein Mami, wir m├╝ssen doch wieder nach Hause.“ Tine f├Ąngt an zu weinen, und schmiegt sich an ihre Mutter. Herr Peu├č nimmt Tine auf den Arm, und versucht sie zu tr├Âsten. „Aber Tine, so ein gro├čes M├Ądchen, wer wird denn da gleich weinen? Schlie├člich bin ich ja auch noch da. Aber jetzt erz├Ąhl mir mal, was war denn mit eurem Auto als ihr gekommen seid?“
„Es hat so komisch geruckt, und gekracht.“
„Also meinst du, ihr k├Ânnt damit nicht mehr nach Hause fahren?“
„Wei├č nicht. Ich hab Angst gehabt, und Mami auch.“
„Na, dann nimm deine Mami mal an die Hand, und dann wollen wir mal sehen, was wir machen k├Ânnen, damit ihr wieder nach Hause fahren k├Ânnt.“
Er setzt Tine wieder ab, und schaut Tine`s Mutter spitzb├╝bisch an.














__________________
Jojo Brown

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niclas van schuir
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Registriert: Not Yet

Hallo Jojo,
ich freu mich, dich hier endlich zu sehen und sage erstmal: "Willkommen im Klub!", und ich w├╝nsche dir, in der Lelu die Anerkennung zu finden, die du verdienst.
Aus deinen Geschichten ist zu ersehen, dass du gut beobachtest und deine Beobachtungen altersgerecht und fl├╝ssig in Geschichten verwandelst. Das macht Lust auf mehr!
Liebe Gr├╝├če, Nic

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JojoBrown
Schriftsteller-Lehrling
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Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von niclas van schuir
Hallo Jojo,
ich freu mich, dich hier endlich zu sehen und sage erstmal: "Willkommen im Klub!", und ich w├╝nsche dir, in der Lelu die Anerkennung zu finden, die du verdienst.
Aus deinen Geschichten ist zu ersehen, dass du gut beobachtest und deine Beobachtungen altersgerecht und fl├╝ssig in Geschichten verwandelst. Das macht Lust auf mehr!
Liebe Gr├╝├če, Nic



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Jojo Brown

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