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Leselupe.de > Kurzgeschichten
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Eingestellt am 16. 01. 2016 01:06


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WerSchreibt
Schriftsteller-Lehrling
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Bam! Mit einem kr├Ąftigen Schlag an die Metallwand l├Ąsst Jock seinen ├ärger in der gro├čen Garage deutlich widerhallen. "Wie konnte das passieren!?", br├╝llt er vor sich hin, unklar, ob in diesem Moment eine Antwort von irgendjemandem zu erwarten ist. Das Team steht jeder f├╝r sich in dem Raum verteilt. Jeder muss hier erst einmal, nach dem vorangegangenen Chaos, seine eigenen Gedanken ordnen. Pascal lehnt, noch immer mit den Tr├Ąnen k├Ąmpfend, mit dem Unterarm an der Wand und scheint seinen Kopf verstecken zu wollen, als sei das jetzt seine oberste Priorit├Ąt. Direkt am Wagen ist Mark, selber v├Âllig zerzaust und mit einem schwarzen Ru├čstrich quer ├╝ber die Stirn, noch immer damit besch├Ąftigt den Spanier zu behandeln. Er beugt ├╝ber die Trage und versucht, wie es aussieht, mit zittrigen Fingern etwas fest zu ziehen. Ein Wunder, dass es als einzigen den Spanier erwischt hat und dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. Gleich daneben hat sich Jennifer einen leicht von Rost angegriffenen Klappstuhl von irgendwoher herangezogen und durchw├╝hlt die Papiere in einer der Mappen. Wie die anderen ist auch sie ist tief in darin versunken, um sich m├Âglichst nicht mit jemand hier in dem Raum zu konfrontieren und m├Âglicherweise unangenehme Wahrheiten zu verfestigen.
Jock schimpft derweil noch weiter. W├Ąhrend sein erster kr├Ąftiger Schlag schon verhallt ist, spielen jetzt andauernd Fl├╝che und scharfkantige Worte in den Winkeln der gro├čen Halle wider. F├╝r eine so gro├če und von der Bedeutung her wichtige Garage stehen erstaunlich wenige Fahrzeuge herum. Bis auf den Gel├Ąndewagen, mit dem wir gerade, mehr im Zickzack als kontrolliert, durch das Tor angekommen sind, steht an der westlichen Wand nur ein ├Ąlterer Ford Mustang, mit einem etwas bleichem Lack und daneben ein komplett durchgerostetes Fahrzeuggestell. Dem Anschein nach muss das einmal ein Mercedes oder BMW gewesen sein, ein ├Ąlteres Modell auf jeden Fall, etwa 80er Jahre. Eine Schande, so etwas verkommen zu lassen. Es w├Ąre f├╝r beide Fahrzeuge einmal ein Gl├╝cksfall, wenn sich ihnen jemand als Projekt annehmen w├╝rde.
Jock schiebt sich in das Sichtfeld. "Hey! Bist du noch bei uns?!", sein Blick ist durchdringend und ernst. Zurecht, denn seltener war die Lage ernster gewesen f├╝r die Unternehmung. "Kannst du gef├Ąlligst mal erkl├Ąren, was hier eigentlich los ist? War das nicht anfangs deine Aufgabe?!" Ja, er hat Recht. Es sollte einmal erkl├Ąrt werden, was da eigentlich passiert ist. Jock starrt mich weiter an und erwartet eine Antwort, die seine momentane Ohnmacht beseitigt. Ja, ich k├Ânnte ihm einiges erkl├Ąren, ich wei├č noch mehr als er. Aber ich halte ihn hin. Noch ist er nicht so weit alle Hintergr├╝nde zu erfahren. Erst muss das Zeichen noch kommen. "Wie war das mit der roten Schl├╝sselkarte, h├Ątte da nicht ein Hinweis drauf stehen sollen?" Er starrt durchdringend.
"Boss! Das m├╝ssen sie sich ansehen", gl├╝cklicherweise zieht Mark die Aufmerksamkeit von mir fort. Jock stampft r├╝ber und ich hinterher. An der Trage angekommen deutet Mark auf kleines Objekt, das aus der kleinen Tragetasche gefallen ist, die der Spanier noch immer fest an sich dr├╝ckt. Es ist der Talisman, die Kette ist gerissen, aber der Edelstein schimmert noch immer in seinem gleichen gr├╝nen Licht, wie es schon seit der Ankunft hier in der Stadt getan hat. "Was bedeutet das?" fragt Jennifer, die von ihren Papieren aufgeschaut hat. Auch Pascal lugt vorsichtig r├╝ber. Jock kratzt sich ratlos am Kopf und m├Âchte zu einer gestammelten Erkl├Ąrung ansetzten, als hinter uns mit einem lauten Knall eine T├╝r ins Schloss f├Ąllt.
"Ich kann es euch sagen!" Alle haben sich ruckartig in h├Âchster Alarmbereitschaft umgedreht. Oben an der T├╝r auf der Treppe steht der Patrizier. Sein wei├čer Bart ist wie immer perfekt getrimmt, der teure Anzug will nicht so recht in diese dreckige Umgebung passen. Der lange lilafarbene Schal ist lose ├╝ber seine Schultern geh├Ąngt und umrahmt wie ein doppelter Wasserfall den schweren Gildenmantel. Auf seinem aufw├Ąndig verziertem Gehstock mit dem Arm ausgestreckt gest├╝tzt und der anderen Hand an seine H├╝fte blickt er in seiner gewohnten alles ├╝berblickenden Pose auf das Team.
Nur f├╝r einen Augenblick schien die ├ťberraschung Jock gel├Ąhmt zu haben. Jetzt macht er einen Schritt nach vorne. "Es war mir klar, dass Sie mehr wissen als sie uns anfangs sagen wollten!". Er blickt f├╝r einen Bruchteil zu seinem Team und dann wieder fokussiert auf den Patrizier. "Ist es jetzt nicht an der Zeit uns mal zu erkl├Ąren, was hier los ist?" fragt er fordernd. Der Patrizier schmunzelt wissend, w├Ąhrend das nun hinter Jock versammelte Team irritiert blickt. "Ich kann sie euch sagen, die ganze Wahrheit.", beginnt der Alte am├╝siert, w├Ąhrend er gem├Ąchlich die knarzige Stahltreppe heruntergeht, mit jedem Schritt einen Klang von seinem Gehstock in die Halle schickend. "Ihr solltet die ganze Wahrheit wissen." Er h├Ąlt kurz inne und schaut jeden in der Runde kurz in die Augen. "Ihr seid alle ein Test. Ein Test f├╝r eine Kurzgeschichte. Wie beschreibt man Personen, Orte, wie baut man Spannung auf." Ein Keuchen geht durch die Runde. Niemand scheint jetzt noch etwas sagen zu k├Ânnen oder ├╝berhaupt zu wollen. Pascal versinkt ein St├╝ck tiefer die Wand herunter, w├Ąhrend Jennifer und Mark sich entgeisterte Blicke zuwerfen. Vor allem Jock bleibt wie angewurzelt stehen. "Aber die Mission!", Beginnt er verzweifelt, "Alles was wir durchlebt haben, wie wir gek├Ąmpft haben. Venedig, der Jadeschl├╝ssel, die halbe Millionen und...", das N├Ąchste kommt nur gepresst mit tr├Ąnenden Augen aus seinen Lippen "...Jeremy!" Alle blicken auf. "All die Opfer die wir gebracht haben...", keucht nun auch der Spanier auf der Trage gest├╝tzt hervor.
"Hat es nie gegeben!" Der Patrizier ist nun an dem Gel├Ąnder ├╝ber der Gruppe angekommen. "Nichts von dem ist passiert. Schaut ruhig oben nach, dort steht nichts. Ihr seid nur f├╝r einen Zweck geschaffen worden und der ist hiermit erf├╝llt. Und er da wei├č Bescheid." Er deutet auf mich und alle Blicke folgen. "Du!" beginnt Jock jetzt wutentbrannt. Die anderen schauen nur ratlos drein. Jock macht einen hektischen Schritt auf mich zu. "Jetzt wird mir alles klar, du hast hier quasi die F├Ąden in der Hand!" "So ist es", sage ich und zwinkere ihm einmal zu. "Ich habe dieses Universum als Test geschaffen.
Und jetzt beende ich es."


Version vom 16. 01. 2016 01:06

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DocSchneider
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WerSchreibt
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Hallo, danke f├╝r die Aufnahme im Forum.
Ich w├╝rde mich freuen, wenn die Geschichte bewertet werden k├Ânnte. Am besten nat├╝rlich auch Kritik gerne gesehen!

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Gelbe H├╝hner
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Registriert: Feb 2016

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Hallo WerSchreibt,
tut mir leid, aber ich habe deine Geschichte nicht zu Ende lesen k├Ânnen. Mir ist nach den ersten Abs├Ątzen die Lust vergangen.

quote:
"Wie konnte das passieren!?", br├╝llt er vor sich hin,
Extrem schiefes Bild. "vor sich hin" begrenzt den Raum auf die unmittelbare Umgebung wie "nuscheln, brubbeln" oder dergleichen. "Br├╝llen" tr├Ągt in die Ferne.
quote:
Pascal lehnt, noch immer mit den Tr├Ąnen k├Ąmpfend, mit dem Unterarm an der Wand
Sehr st├Ârende Doppelung.
quote:
Wie die anderen ist auch sie ist tief in darin versunken, um sich m├Âglichst nicht mit jemand hier in dem Raum zu konfrontieren und m├Âglicherweise unangenehme Wahrheiten zu verfestigen.
Dieser Satz ist syntaktisch wie grammatikalisch ein einziges Desaster.
quote:
Jock schimpft derweil noch weiter. W├Ąhrend sein erster kr├Ąftiger Schlag schon verhallt ist, spielen jetzt andauernd Fl├╝che und scharfkantige Worte in den Winkeln der gro├čen Halle wider.
"spielen ... wider" - Das ist bestenfalls manieristisch. Ich kann damit gar nichts anfangen.
quote:
Es w├Ąre f├╝r beide Fahrzeuge einmal ein Gl├╝cksfall, wenn sich ihnen jemand als Projekt annehmen w├╝rde.
Man nimmt sich "ihrer" an, wenn ich mich nicht irre.

Das ist nur eine Auswahl von Stilbl├╝ten aus den ersten beiden Abs├Ątzen. Den Rest hab ich mir nicht mehr angetan.
Dieser Rohtext ist f├╝r mich ungenie├čbar und das ist um so bedauerlicher, als durchaus der Eindruck bleibt, dass du es mit mehr Sorgfalt beim ├ťberarbeiten wesentlich besser k├Ânntest.
Versuch es bitte.
GH



__________________
Genug ist am besten.

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