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Leselupe.de > Gereimtes
Missverständnisse
Eingestellt am 01. 05. 2009 19:26


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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

Werke: 175
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Die Klippe war zu steil,
du wandtest dich zum Teich.
Ich sprang ins Nichts gern, weil
das Wasser war doch weich.

Der Weg war dir zu lang,
dein Klagen hört ich nicht,
denn über mir da sang
ein Vogel sich ins Licht.

Dein Mund wird langsam Staub,
dein Wurzelhaar bricht oder
der Leib wirft schon sein Laub
und riecht ganz leicht nach Moder.

Die Sonne war zu kalt,
das Eis war dir zu glatt.
Deine Wiese war mein Wald
und du ein welkes Blatt.


__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)


Version vom 01. 05. 2009 19:26

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mirami
Guest
Registriert: Not Yet

hallo franke,

jede einzelne strophe (bis auf die erste), für sich alleinstehend, fänd ich ein wunderbares gedicht.
zusammengefasst in eines verliert sich alles für mich. mir wären die zehn mal 100 gramm eines kilos jeweils ein ganzes für sich. die letzte strophe:

Die Sonne war zu kalt,
das Eis war dir zu glatt.
Deine Wiese war mein Wald
und du ein welkes Blatt.


finde ich phänomenal! genial! gelungen! gut! die würde ich mit einer zehn bewerten, wenn sie ganz alleine für sich stände. steht sie aber leider nicht. :-)

viele grüße
mirami

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Hallo ihr beiden!

Danke für eure Kommentare. Mit der Kritik kann ich prima leben, weil ich sehr selten in Reimform schreibe und mir dann immer sehr unsicher bin, ob die Sache gelungen ist.
Ja, seltsamerweise sind meine Gedichte in Reimform immer länger als die anderen. Ich sollte hier wohl wirklich auch zu einer Verdichtung kommen. Liegt vielleicht auch daran, dass sich beim Reimen die Möglichkeiten ziemlich schnell erschöpfen und man so manchmal gezwungen ist, mehr um den heißen Brei zu reden.
Die Aufteilung in einzelne Vierzeiler ist aber durchaus eine Überlegung wert. Danke für den Tipp!

Liebe Grüße
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
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Hallo Manfred,

also ich stimme dagegen! Ich finde das Gedicht inhaltlich wirklich stark, da ist nichts zuviel, alles baut aufeinander auf: Zwei parallele Strophen, dann ein Intermezzo, dann das Resümee - perfekt! Also bitte nicht in Vierzeiler auflösen! (Ich bin allerdings auch ein Fan von Gedichten mit sich wiederholenden Strukturmustern, also nicht neutral .)

Einige Formulierungen finde ich großartig, z.B.:

quote:
da sang
ein Vogel sich ins Licht
quote:
der Leib wirft schon sein Laub

Auch schön: Die ungewöhnlichen Reime mit "weil" und "oder".

Ich hab allerdings noch Verbesserungsvorschläge, insbesondere bezüglich des Metrums, denn bei einem solchen Gedicht muss der Rythmus glatt sein, damit der scharadenhafte Charakter seine volle Faszination entfalten kann.

Vielleicht so:

Die Klippe war zu steil,
du wandtest dich zum Teich.
Ich sprang ins Nichts gern, weil
das Wasser war doch weich.

Der Weg war dir zu lang, (Oder: Alleen warn dir zu lang)
dein Klagen hört ich nicht,
denn über mir da sang
ein Vogel sich ins Licht.

Dein Mund wird langsam / zerfällt zu Staub,
dein Wurzelhaar bricht oder
der Leib wirft schon sein Laub
und riecht ganz leicht nach Moder.

Die Sonne war zu heiß,
das Eis war dir zu glatt.
Du bist in meinem Wald
ein welkes Wiesenblatt.

Nur so als Idee...

Lg presque

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