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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Mit Angst und Tücke – das wäre geschafft!
Eingestellt am 15. 06. 2002 10:38


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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Der Fußballhimmel über uns lacht wieder. Vom einen oder anderen Hüsterchen abgesehen. Für Kameruns Löwen war das Bein, das sie uns stellen wollten, 45 Minuten zu kurz. 45 Minuten, die für sie die Welt, für uns – ich wage es nicht zu sagen – bedeutet hätten. Vielleicht lag es auch daran, daß von unseren Mannen wohl fast jeder reichlich Erfahrungen im Umgang mit Löwen hat. Aber was war dann mit Paraguay? Die haben keine (zweibeinigen) Löwen? Also sind wir gar nicht so schlecht, wie mancher glauben machen wollte? Und das Gegurke, das uns in der Zeit zuvor präsentiert wurde, war Taktik, gehörte zur Strategie?

Doch irgendwas scheint nicht zusammenzupassen! Oder zu gut! Es stimmt, die Südamerikaner haben keine Löwen. Dafür einen (selbst wenn hier kaum halben) Roque Santa Cruz. Nun schau einer an, die Spuren beider führen nach Bayern, nach München! Wer residiert dort? Nein, ich meine nicht den Stoiber! Der Beckenbauer, unser Fußballranicki. Und es ist gar nicht lange her, da ist der Franz mit seinen geliebten Golfschlägern durch die Lande gezogen, um uns als Austragungsort für die nächste Fußballweltmeisterschaft schmackhaft zu machen. Alles nur Zufall? Oder die Biogiftgeschichte. Gerade jetzt flog die Schweinerei auf, jetzt, da die Schlagzeilen vor allem von der Fußballerei bestimmt werden? Eine gute Gelegenheit, etwas (das nicht sein sollte) rascher und weniger auffällig vergessen zu lassen! Das wissen vor allem die am besten, die es eingebrockt bzw. auszubaden haben. Bleiben wir beim Fußball!

Das Sieb war engmaschig. Doch wir sind nicht durchgefallen. Was stört da ein blaues Auge?! Und nicht weniger wichtig: Wir brauchen keinen Schuldigen zu suchen. Zum einen haben wir ja gewonnen, zum anderen hatte sich der Effenberg bereits vorher freiwillig zur Verfügung gestellt. Gegen einen kleinen Kostenbeitrag natürlich. Wer sagt’s denn. Es ist doch beruhigend, Freunde zu haben! Ich meine, wir sollten Effi zum „Schuldigen ehrenhalber“ ernennen. Dann hätten wir uns vor die Engländer gesetzt. Denn was ist im Vergleich dazu schon ein Sir!?

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beisswenger
???
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... und wir freuen uns mit UNSEREN Jungs

Die Queen schlägt Lord Beckham zum Ritter ohne Furcht und Tadel, weil er einen Kullerball-Elfmeter glücklich verwandelt. Der stärkste Sturm Europas mit den Torschützenkönigen in Frankreich, Italien und England schießt zwar mehrere Torlatten zu Bruch, doch keinen einzigen Ball ins Tor. Die Gauchos und die Seefahrer verabschieden sich stümperhaft, die Azurri zittert sich ins Eight Final, wie unser KAISER so schön sagte.

Ja und WIR?
Anstatt stolz darauf zu sein, die meisten Tore geschossen - und die wenigsten zugelassen zu haben, melden sich wieder die typisch-deutschen Profizweifler zu Wort!

Saudi Arabien ist doch kein Gegner!
Stimmt, gegen den Asienmeister acht Tore zu schießen, mehr als doppelt so viel wie die Iren und Kameruner zusammen, ist ja ein Kinderspiel.

Paraguay ist doch kein Gegner
Stimmt, denn die haben in der Quali gegen Argentinien und Brasilien nur gewonnen oder unentschieden gespielt.

Was lernen wir daraus?
Auch wenn Deutschland im Endspiel Brasilien Zweizunull schlagen würde, gäbe es immer noch Profizweifler, die ein
Haar in der Suppe finden.

Eins ist klar: Deutschland wird auf jeden Fall Weltmeister:
bei den Profizweiflern!

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mc poetry
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hallo ibini und beisswänger,

also, ich finde auch, wenn mannschaften
wie holland (vorher schon), frankreich,
argentinien und portugal an der eigenen
arroganz scheitern, kann den deutschis
keiner einen strick d'raus drehen, dass
sie es mit wenig namhaften gegnern zu tun
haben.

spielerisches potential zaehlt nicht, wenn's
nur ein solches bleibt und "die wahrheit liegt
auf dem platz".

der fussball-ranicki, liebe ibini, ist doch
nicht der kaiser franz, der ist viel zu
diplomatisch; eher die fußball-intellektuellen
paul breitner und guenther netzer ("torwaechter".

gegen die sombreros oder die cowboys sollte es
auch reichen.

jedes spiel mit beginnt 0 zu 0 (fussball-weißheit
von mir selbts ausgedacht, welche unbedingt in
sepp herbergers axiomensystem aufgenommen werden
sollte).

ciao, michael

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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo michael,

wer gewinnt, ist mir persönlich ziemlich gleichgültig, ich sagte es schon. Müßte ich mich allerdings festlegen, dann würde ich auf jeden Fall für den Besseren plädieren. Das Problem: Wer ist dieser Bessere? Das sieht jeder mit seinen, mit anderen Augen. Die Zahl der geschossenen Tore ist zwar die Meßlatte, aber nicht unbedingt gleichzeitig auch Qualitätsmaßstab. In der Literatur ist es ja im Prinzip nicht viel anders. Man könnte hier sogar den Namen des Autors mit der Torzahl gleichsetzen. Am leichtesten dürfte die Entscheidung bei verfehltem Thema sein. Das entspräche etwa einem Fußballer, der mitten im Fußballspiel plötzlich anfängt, einen Handballer zu mimen. Doch wann kommt das vor?

Schließlich: Natürlich ist Reich-Ranicki kein Diplomat und Beckenbauer kein Polterer. Aber beider Wort gilt!

Mit Gruß
ibini

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beisswenger
???
Registriert: Jan 2001

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"...Das entspräche etwa einem Fußballer, der mitten im Fußballspiel plötzlich anfängt, einen Handballer zu mimen. Doch wann kommt das vor?..."

Bei einer Fußball-WM im Spiel Argentinien gegen England. Die "Hand Gottes" schoss England aus dem Turnier. Der Täter war die heilige Dona Mara, die in einem Fußballspiel für eine Sekunde sehr erfolgreich Handball gespielt hat...

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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Hallo,

… richtig, ich erinnere mich: Maradonna, die Hand Gottes! Der wohl berühmteste Hand(ball)spieler, den die Welt je gesehen hat, ja vermutlich sehen wird. Vielleicht wird man ihr, der Hand, nach seinem Tod ein Mausoleum errichten. In unserer irren Zeit würde mich auch nicht wundern, wenn jemand eines Tages auf die Idee käme, sie heilig zu sprechen. Oder sie kommt in ein simples Einmachglas zur Abschreckung vor allem des Nachwuchses – das gehört dann jedoch in das Forum Horror!

Mit Gruß
ibini

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