Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
210 Gäste und 6 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Mit Bindestrich
Eingestellt am 03. 05. 2001 11:05


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Inge Anna
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

Werke: 1219
Kommentare: 1623
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Inge Anna eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Mit Bindestrich

Ulf-Benno-Anselm Eulerich,
schrieb zweimal sich mit Bindestrich;
wer diesem Kult sich widersetzte,
ver├Ąchtlich gar sein Z├╝nglein wetzte,
ungehemmt grinste oder lachte,
war Kleinholz, schneller, als er dachte.

Er nahm zum Eheweibe sich,
'ne H├Ą├čliche, mit Bindestrich;
sie hie├č Berthilde-Adelheid,
war in den H├╝ften etwas breit
und watschelte sehr stark beim Geh'n,
doch lie├č er gern sich mit ihr seh'n.

Des Sonntags f├╝hrte er sie aus,
ins nahgeleg'ne Gotteshaus;
der Pfarrer Urban-Roderich
war programmiert auf Bindestrich;
man f├╝hlte sich nach dessen Predigt,
ausgelaugt, ersch├Âpft, erledigt.

Was jener von der Menschheit hielt,
glich faulem Obst, das abgestielt,
haltlos von morschen Ästen sank,
nach Moder und Verderbnis stank;
allein dem Untergang geweiht,
stromabw├Ąrts, f├╝r die Ewigkeit.

Drei S├Âhne hatten Eulerichs,
die Zierde jedes Bindestrichs;
der ├älteste hie├č Diethelm-Bernd,
hielt sich vom Anstand weit entfernt;
da nutzte auch kein Bindestrich,
wenn er in Bars und Kneipen schlich.

Das zweite B├╝rschlein wehrte sich
gegen den bl├Âden Bundestrich;
der Pfarrer hatte mitgemischt,
als ihm der Name aufgetischt;
die holde Braut sprang in den Fluss:
Leb wohl, Jobst-Gotthilf-Blasius!

Der J├╝ngste sa├č gern am Klavier,
Pianist Wolf-Kasimir;
den Bindestrich, er nahm ihn hin
wie die drei Warzen ├╝ber'm Kinn;
die einfach niemand ├╝bersah,
sie wuchsen und sie blieben da.

Ein Bindestrich ist keine Schande,
weder zu Wasser, noch zu Lande,
er kennt kein Chaos, h├Ąlt zusammen,
├Âde Register, seichte Namen.
Bei Leerlauf wird er ├Ąrgerlich,
der famili├Ąre Bindestrich.

Ulf-Benno-Anselm Eulerich,
verstarb an einem Sonnenstich;
der Pfarrer hat beim Schlu├čgebet
die Kulleraugen arg verdreht,
die Wespe war kein Bindestrich,
denn seine Nase duckte sich!

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
finde

ich ganz lustig, aber n bischen lang. der letzte satz irritiert mich stark - was soll das mit der wespe? lg
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!