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Leselupe.de > Kindergeschichten
Mit Katzenlist gegen physikalische Gesetze
Eingestellt am 21. 04. 2004 22:54


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Katjuscha
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Mit Katzenlist gegen physikalische Gesetze
Warum fallen Katzen immer auf die F√ľ√üe?

Vielleicht habt ihr schon einmal eine Katze beobachtet, die von irgendwo herunterpurzelt und ‚Äď egal, wie ungeschickt sie f√§llt, immer mit den F√ľ√üen auf dem Boden landet. Na und, werdet ihr denken. Was ist schon dabei? Da dreht sich die Katze eben geschickt und fertig ist der Lack. Aber ganz so einfach ist das nicht. Denn wenn sich die Katze drehen soll, braucht sie einen Drehimpuls, den sie nur bekommt, wenn sie sich irgendwo abst√∂√üt. Das schafft sie aber nicht immer und von nichts kommt nichts, sagen die physikalischen Gesetze. Aber wo soll sich die Katze in der Luft absto√üen? Selbst wenn die Katze wie wild mit ihren K√∂rperteilen in der Gegend herum rudern w√ľrde, k√∂nnten die Widerstandskr√§fte der Luft nicht so eine Drehung zustande bringen. Da br√§uchte die Katze schon einen Propellerschwanz, der so schnell gegen der Drehrichtung rotiert wie ein Flugzeugpropeller. Doch selbst Katzen ohne Schwanz k√∂nnen sich genauso elegant in der Luft drehen wie ihren geschw√§nzten Artgenossen.
Ganze Generationen von Physikern haben sich mit diesem physikalischen R√§tsel besch√§ftigt. Unz√§hlige Versuche haben immer wieder gezeigt, dass sich die Katze ohne jede Absto√üung blitzschnell aus der R√ľckenlage auf die F√ľ√üe drehen kann und heil und sicher auf dem Boden landet. Des R√§tsels L√∂sung hei√üt ‚ÄěZweitakt-Drehung‚Äú. Das bedeutet, die Katze dreht sich in zwei Takten. Das Problem besteht ja darin, dass die Katze ihren einen K√∂rperteil (z.B. den vorderen Teil) nur drehen kann, wenn sie den hinteren Teil gleichzeitig im entgegengesetzten Sinn bewegt. Doch diese heben sich gegenseitig auf, denn ein physikalisches Gesetz besagt, dass der Gesamtdrehimpuls eines K√∂rpers stets erhalten bleiben muss. Da dieser anfangs gleich null war, ist er auch w√§hrend des Falls gleich null. Das hei√üt: die Katze kann sich hin und her winden; sie erreicht gar nichts.
Mit einer Zweitakt-Drehung √ľberlistet die Katze dieses physikalische Gesetz aber einfach, denn sie nutzt ein anderes physikalisches Gesetz: die Ver√§nderung des Tr√§gheitsmoments durch Abspreizung oder Anlegen von Vorder- und Hinterbeinen.
Du hast bestimmt schon einmal eine Eiskunstläuferin gesehen, die Pirouetten macht. Wenn sie die Arme ausstreckt, dreht sie sich langsamer und wenn sie ihre Arme eng an den Körper nimmt, verkleinert sich das Trägheitsmoment und sie wirbelt so schnell herum, dass du sie kaum noch erkennen kannst.
So ähnlich macht es die Katze auch: Im ersten Takt spreizt die Katze ihre Hinterbeine weit vom Körper ab und stellt sie damit quer zur Körperachse. Dadurch erhöht sie den Trägheitsmoment des Hinterkörpers, so dass er sich langsamer dreht. Gleichzeitig legt sie die Vorderbeine ganz eng an und macht damit das Trägheitsmoment des Vorderkörpers so klein wie möglich. So dreht sich der Vorderkörper schnell in die eine Richtung und die hintere Hälfte dreht sich in die andere Richtung, aber viel langsamer.
Im zweiten Takt, der sofort auf den ersten folgt, macht sie es genau umgekehrt: Die Vorderbeine werden gespreizt und die Hinterbeine ganz eng angelegt. Am Ende der Zweitakt-Bewegung haben sich beide Körperhälften im gleichen Sinn um etwa den gleichen Winkel gedreht. Da die Katze ja kein mechanischer Körper ist, sondern ein Lebewesen, das seine Körperteile (z.B. Kopf, Rumpf, Schwanz) unabhängig voneinander bewegen kann, ist der tatsächliche Vorgang der Drehung viel komplizierter. Doch durch ihr feines Muskelspiel kann die Katze ihre Bewegungen so geschickt steuern, dass sie der Physik einen Streich spielen und sich so, ohne sich abzustoßen, im freien Fall in der Luft drehen kann.
__________________
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich Kästner)

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