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Leselupe.de > Ungereimtes
Mit deiner Geige
Eingestellt am 19. 12. 2003 14:49


Autor
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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Mit deiner Geige

Auffordernd und ganz frisch gestimmt
leihst du zum Spiel mir deine Geige.
Wenn meine Hand sie zu sich nimmt,
ich leis den Bogen darauf neige,
dann soll erneut in Harmonien
der Erdball wieder sanft vibrieren,
die Friedenslust gemach erbl├╝hen,
Entmutigtes Belebung sp├╝ren.

Dann soll ein Zauber heller Kl├Ąnge
ein Fremdes neu vertraut umschweben,
Verirrtes l├Âsen aus der Enge,
es soll sich Lieb in Liebe weben.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Glaukope
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2003

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Hallo Vera-Lena!

Was soll ich gro├č dazu sagen? Ich finde, dir ist ein wundersch├Ânes St├╝ck Lyrik mir deinem Geigengedicht gelungen.

Es ist interessant, da├č das Lyri nicht mit der eigenen Geige sondern mit einer fremden spielt. Hat das Lyri keine Geige, oder erweckt nur das Spiel auf der fremden Geige eben jene Empfindungen?

Ich m├Âchte Dir noch schnell ein Gedicht von Heveninghem wiedergeben:

If music be the food of love,
Sing on till I am fill'd with joy;
For then my list'ning soul you move
To pleasures that can never cloy.
Your eyes, your mien, your tongue declare
That you are music ev'rywhere.
Pleasures invade both eye and ear,
So fierce the transports are, they wound,
And all my senses feasted are,
Tho' yet the treat is only sound,
Sure I must perish by your charms,
Unless you save me in your arms.


Deine Glaukope


__________________
Es mu├č auch solche K├Ąuze geben!

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Enza ost
Guest
Registriert: Not Yet

Ja, das ist wirklich gelungen!!! Ich empfinde immer die gr├Â├čte Hochachtung bei so wunderbar gereimten Texten, das klingt so locker, leicht, schwerelos...Das w├╝rde ich leider nie so hinbekommen, Respekt und Kompliment!!!

Lieber Gru├č von Enza ost

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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fremdes Instrument

Liebe Glaukope,

danke f├╝r deinen Kommentar! Ja, es ist so, dass das Lyri (finde ich allerliebst als Abk├╝rzung f├╝r Lyrisches Ich) auf der eigenen Geige noch nicht so gut spielen kann. Das fremde Instrument wirkt inspirierend durch seine Klangfarbe und die Impr├Ągnierung, die es von seinem Besitzer erhalten hat. Aber eines Tages, wenn das Lyri sich viel konzentriert hat und viel ge├╝bt hat, kann es vielleicht auch auf dem eigenen Instrument so wirksame Melodien hervorbringen.

Danke auch f├╝r das Gedicht von Heveninghem! Es ist immer wohltuend, die eigenen Gedanken auch bei jemand Anderem in ├Ąhnlicher Form wieder zu finden.

Mit herzlichen Gr├╝├čen Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lob

Hallo Enza,

danke f├╝r Dein gro├čes Lob! Mir hat dein Text mit dem Taubenfl├╝gel aber auch sehr gefallen, ja, er hat mich zu diesem Gedicht angeregt. Ich verstehe, dass Dich Reime faszinieren, aber f├╝r mich hat Ungereimtes denselben Stellenwert. Ich denke da z.B. an Elsa Lasker-Sch├╝ler, die mit ihren Metaphern starke Aussagen machen konnte.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

ein echtes Vera-Lena-Gedicht.....

"Locker, leicht, schwerelos".... - hier kann ich mich Enzas
Kommentar nur voll anschlie├čen. Du wei├čt ja, da├č ich diese,
Deine Art, so zu dichten echt bewundere.
Und ich beneide Dich darum - aber gutm├╝tig und es soll
das Kompliment nur verst├Ąrken

In diesem Sinne
w├╝nsche ich Dir
ein leichtes, lockeres
und schwereloses Wochenende
und sende ganz liebe Gr├╝├če
Irene

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