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Leselupe.de > Gereimtes
Mit dem Flug der Schwalben träumen
Eingestellt am 23. 03. 2007 17:04


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Zarathustra
Routinierter Autor
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Mit dem Flug der Schwalben träumen
wir weite Wolken bis zum Meer
mit den Winden Wellen schäumen
ein Wogenreiter waltet hier

schaut dir in die schwarzen Tiefen
sein Branden rennt das Herz dir ein
Stimmen die dich damals riefen
seine Meerjungfrau zu sein

haben Lügen so verwoben
dass der Kuss aus deinen Augen
unser Leben mehr betrogen
als dein Fischleib es getan

__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Ohrenschützer
???
Registriert: Oct 2002

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Hallo Hans,

hab Dein Gedicht gern gelesen, mir gefällt vor allem die Poesie der ersten beiden Strophen, stolpere aber über dritte Zeile. Möchtest Du damit Folgendes sagen:

Wir träumen weite Wolken, die dem Meer zustreben, wo Wellen mit dem Wind schäumen.
Oder:
Wir träumen weite Wolken, die dem Meer zustreben, und schäumen dort mit dem Wind Wellen hoch.

Ich würde auch die drei Strophen nicht trennen, weil *jeder* Übergang ein Enjambement ist. Aufgrund der fehlenden Satzzeichen ist es manchmal ohnehin etwas schwer zu lesen. Du könntest natürlich auch die Satzzeichen einfügen, aber das scheint mir nicht unbedingt nötig zu sein. Wenn nicht, würde ich allerdings auf alle Fälle den Bindestrich am Ende der Strophe 2 streichen - oder gibt es dafür einen speziellen Grund, der sich mir nicht erschließt?

Schließlich noch die eigentliche Grundaussage, dass die Stimmen "unser Leben mehr betrogen haben als der Fischleib". Da dachte ich zuerst, es ginge um die optische Irritation des Fischleibs, und dass sich in der Seele des Wogenreiters viel größere Abgründe auftun. Aber letztlich ist das aus der Aussage eigentlich nicht abzuleiten. Im Moment komme ich nicht drauf, was die Aussage meint. Vielleicht klärst Du mich auf?

Beste Grüße,
__________________
Der Ohrenschützer

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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Hallo Ohrenschützer,

bin der erstmal sehr dankbar über deine - sehr ausführliche udn aussagekräftige Rezession.

Ich muss gestehen, dass ich mir beim Abfassen des Textes sehr wenig Gedanken gemacht habe, über einen tieferen Sinn.

"Eigentlich weiss ich selbst nicht, was sich mit meinem Gedicht ausdrücken wollte"! Und zugegeben: Sonette und Reimverse sind so mein Ding nicht.

Die besagte 3. Zeile: Ich wollte sicherlich so etwas ausdrücken wie:

Wir träumen weite Wolken, die dem Meer zustreben, und schäumen dort mit dem Wind Wellen hoch ... damit ein Blick in kalte, schwarze Tiefen auch möglich wird... Wobei ich diese Metapher auch gerne auf "den möglichen Blick in das Herz der Menschen" ausdehen möchte.

Mit deiner Vermutung zur Grundaussage, kann ich dich fast zu 100 % bestätige: die Stimmen "unser Leben mehr betrogen haben als der Fischleib". Der Fischleib ist ambivalent und a-sexuell. Da sind die Abgründe und die Tiefen die der Wellenreiter erforscht, wesentlich deutlicher. Der Wogenreiter sagt ja der Seele die Wahrheit über die Tiefen und über die Abgründe, die sich auftun.

Letztendlich bleibt die Frage offen (ganz bewusst):

Ist der Wellenreiter DIR und MIR wohlgesonnen? Oder führt er Böses im Schilde

L.G. Hans

__________________
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