Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92250
Momentan online:
137 Gäste und 4 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Mitarbeiterinformation
Eingestellt am 22. 04. 2002 00:18


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
Kommentare: 55
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Lars Koch eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


Das schwarze Brett war das erste was die Angestellten sahen, wenn sie zur Arbeit kamen. Es hing in dem glĂ€sernen Eingangsbereich, durch den man musste, wenn man in das große BĂŒrogebĂ€ude wollte.
Es war eine große eingerahmte Pinnwand, die ĂŒber die ganze LĂ€nge des Eingangsbereiches hĂ€ngte. Am oberen Rand stand in schwarzen Buchstaben: Mitarbeiterinformation. Doch hier hĂ€ngte eigentlich jeder, jedes hin, das in irgendeiner Weise interessant sein konnte.
Zum Beispiel hingen hier Wohnungsgesuche, TierverkĂ€ufe, Einladungen zu Geburtstagsfeiern. Manchmal hing daran irgendein Schild mit einem nicht ganz so lustigen Witz oder einem Spruch. NatĂŒrlich hingen auch wirkliche Informationen daran die, die Chefetage hingehĂ€ngt hatten. Zum Beispiel eine Liste, derer die im letzten Monat die Mitarbeiter des Monats waren, was aus irgendeiner Besprechung herausgekommen war oder es war irgendein Fragebogen. Im großen und ganzen war diese Pinnwand, das einzige was wirklich informativ und lustig war.

Anette starrte auf ihren Bildschirm. Sie dachte nicht daran, was sie noch zu erledigen hatte. Sie dachte an Stephen. Er war ihr Traummann. Er war, einfach hinreißend. Traummann traf die Sache schon sehr gut, denn sie trĂ€umte fast jede Nacht von ihm. Nicht nur nachts, auch Tags ĂŒber, wĂ€hrend der Arbeit, in der Pause. Eigentlich immer.
Er war der typische italienische Typ, rassig, temperamentvoll, leidenschaftlich. Eben ein Traummann. Er hatte smaragdgrĂŒne Augen, sein schwarzes Haar fiel locker auf seine Schultern und sein Oberkörper ließ sehr vermuten, dass er ins Fitnessstudio ging. Er gehörte zwar zur Chefetage aber, er hatte schon des öfteren, einen kleinen Plausch mit ihr, sie mit, seinen strahlend weißen ZĂ€hnen angelĂ€chelt, oder sie beim Vorbeigehen, berĂŒhrt.
Sie wollte ihn schon immer mal direkt ansprechen, aber meistens hatte sie sich schlicht nicht getraut. Er war so nah und doch so fern. Sprach er nur mit ihr, aus Höflichkeit oder weil sie ihm wirklich gefiel? Sie wusste es nicht.

Ein rĂ€uspern ließ sie aus ihren TrĂ€umen erwachen. Sie schreckte auf und drehte sich um, und da stand er, groß und hinreißend anzuschauen.
Sie schaffte es ihn anzulÀcheln, dann fragte sie, nach einem kleinen rÀuspern:
„ Was kann ich fĂŒr sie tun?“
„ Ich hoffe ich habe sie nicht bei irgendetwas gestört?“ sagte er mit rauchiger Stimme
„ Nein, nein. Sie können mich gar nicht stören. Was kann ich fĂŒr sie tun?“
„ Ich wollte sie eigentlich nur fragen, ob sie auch auf die Weihnachtfeier gehen, und ob sie Lust haben, mit mir mal zu tanzen?“
Hatte sie gerade richtig gehört? Hatte er sie gefragt, ob sie mit ihm tanzen wolle? Er?
„ Ja gerne“, brachte sie mit leiser Stimme heraus.
„ Ja, sie gehen auf die Party, oder ja sie wollen mit mir tanzen?“ fragte er amĂŒsiert.
„ Ja und ja“, lachte sie zurĂŒck, „ ich wĂŒrde gerne mit ihnen tanzen“. Setzte sie hinzu.




„ Schön.“
Eine prickelnde Pause entstand. Beide sahen sich direkt an, beide schwiegen und lÀchelten.
„ Nun gut, dann möchte ich sie nicht mehr stören. Wir sehen uns dann heute abend auf der Party. Bis dann, ich freue mich.“
„ Und ich erst, bis heute abend.“ Sagte Anette ĂŒberglĂŒcklich.
Er lĂ€chelte sie noch einmal an, drehte sich um und verließ sie.
Anette saß wie betĂ€ubt auf ihrem Sessel und versuchte das zu glauben, was gerade geschehen war. Dann bekam sie einen Schreck. Sie hatte gar nicht mehr daran gedacht, das heute die Weihnachtparty stattfand. Was sollte sie bloß anziehen?

Sie stand vor ihrem Kleiderschrank. Um sie herum lagen alle möglichen Klamotten, die sie schon angehabt hatte, sich dann aber gegen sie entschieden hatte. Jetzt hatte sie einen weiten, bodenlangen Rock an, darĂŒber eine Seidenbluse, die farblich genau zum Rock passte. Jetzt war sie soweit, jetzt konnte Stephen ihr Herz erobern.

Die Band spielte gerade ein bekanntes Lied um die Stimmung anzuheizen. Doch die Stimmung war noch auf dem Tiefpunkt.
Sie war zu frĂŒh dran. Sie sah sich um. Die Firma hatte an nichts gespart. Ein BĂŒffet zog sich fast durch den ganzen Raum. Eine kleine Bar, an der es alles gab und die Band. Es war alles vom Feinsten. Damit wollten sich die Chefs fĂŒr die gute Arbeit des Jahres bei den Mitarbeitern bedanken. Anette erinnerte sich, etwas Ă€hnliches an dem schwarzen Brett gelesen zu haben. Sie hatten sich ĂŒbertroffen, denn es war alles kostenlos, sogar die GetrĂ€nke.
Anette schlenderte zur Bar und bestellte sich einen Martini und trank ihn mit einem Zug aus. Sie bestellte bei dem Barkeaper gleich noch einen, der sie immerzu anlĂ€chelte. Beim zweiten Drink ließ sie sich Zeit, sie wollte ja nicht gleich in der ersten Stunde völlig besoffen sein. Sie wollte den Tanz mit Stephen genießen und das ging nicht, wenn sie voll war.
Sie setzte sich an einen gedeckten Tisch, stellte ihr Glas ab und sah gelangweilt auf den Parkettboden.
Mit der Zeit fĂŒllte sich der Saal und es begrĂŒĂŸten sie verschiedene Mitarbeiter. Es versuchte sogar einer, sie anzumachen. Heute nicht, heute gehöre ich einem allein und er will das ich zerschmelze, tue ich es.
Stephen kam allein, er sah sich um, nickte Einigen zu, aber seine Augen suchten etwas bestimmtes. Anette verhielt sich ruhig, denn sie wollte sich nicht aufdrĂ€ngen. Sie versuchte interessiert bei einem GesprĂ€ch, an ihrem Tisch, zuzuhören. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie allerdings Stephen, der sich durch die Menge schob, hier eine Hand schĂŒttelte, da ein lĂ€cheln.
Anette hob ihr Glas und trank einen Schluck, als er hinter sie trat.
„ Da sind sie ja, ich habe sie gesucht. Was trinken sie?“
„ Martini.“
„ GeschĂŒttelt oder GerĂŒhrt?“
„ Pur.“ Dann merkte sie die Anspielung und musste lachen.
„ Was ist mit ihnen?“ fragte er besorgt.
„ Ach nichts, ich bin zu frĂŒh gekommen und musste mir die HĂŒhner hier antun.“
Stephen setzte sich neben sie und legte seine Hand auf ihre. Sie spĂŒrte seine warme Hand und ein wohliger Schauer lief ihr ĂŒber den RĂŒcken. Dann sagte er behutsam:
„ Sie schulden mir einen Tanz.“ Er erhob sich und hielt seine Hand vor sie. Anette lĂ€chelte ihn an, nahm die Hand, stand auf und ließ sich von ihm durch die Menge fĂŒhren. Wie durch einen Zufall, spielte die Band den letzten Ton eines weiteren bekannten Gassenhauers. Wie durch ein Handzeichen wechselten sie zu einem romantischen Song.
Stephen legte seine rechte Hand an ihre HĂŒfte und mit der anderen umschloss er Anettes Hand. Anette schwebte auf Wolke sieben. Sie schloss die Augen und ließ sich von ihm fĂŒhren. Sie genoss seine BerĂŒhrung und wĂŒnschte sich, sie mögen nie zu Ende gehen. Das Lied war kurz, viel zu kurz. Als es endete öffnete sie ihre Augen und sah in seine und bemerkte den gleichen schmerzlichen Ausdruck darin, was sie fĂŒhlte. Dann sprach er ganz leise, fast heiser zu ihr:
„ Lass uns wo anders hingehen.“
Anette nickte nur und folgte Stephen wieder durch die Menge. Sie steuerten den Ausgang zu. Anette ließ sich fĂŒhren. Wohin er auch immer wollte, sie wĂŒrde ihm folgen.
Stephen öffnete eine TĂŒr und sie standen in einem kleinen Zimmer in dem es zu rauschen schien. Stephen drĂŒckte den Lichtschalter und Anette erkannte, das sie sich im Kopierraum befanden. Die KopiergerĂ€te waren hier Tag und Nacht an.
Stephen kam nĂ€her, umschlang ihre HĂŒfte mit seinen HĂ€nden und zog sie nĂ€her zu sich. Sie wusste was jetzt kam, sie wollte es so sehr, dass es in ihrer Brust schmerzte.
Der Kuss war wie eine Erlösung fĂŒr Anette. Die Anspannung ließ nach und die Lust ĂŒberwiegte. Sie wollte ihn mit Haut und Haaren. Er umarmte sie leidenschaftlich, kĂŒsste sie sensationell und streichelte sie voll ZĂ€rtlichkeit.
Stephen hob sie hoch und setzte sie auf die warme Glasplatte des KopiergerĂ€tes, schob ihren Rock hoch. Seine Finger zogen behutsam ihren Slip von den HĂŒften, dann hob er ihren Rock und drang vorsichtig in sie. Ihre Körper bewegten sich im Takt. Das wĂ€hrend des Aktes der Kopierer ansprang, kĂŒmmerte sie nicht. Sie ließ sich treiben. Der Orgasmus durchzuckte ihren ganzen Körper. Erst jetzt öffnete sie wieder die Augen und sah in seine. Er war kurz davor. Auf seiner Stirn konnte sie den feinen Glanz seines Schweißes sehen, sein Atem ging schwerer bis er mit einem tiefen Seufzer sich ergoss.

Der nÀchste Tag war furchtbar. Jeder hatte Kopfschmerzen, jeder hÀtte sich am liebsten krank gemeldet. Doch alle waren da.
Und jeder sah die große Kopie, die an der Mitarbeiterinformation hing. Eine große Kopie in schwarz und weiß von einem wohlgeformten Po, der auf einer Glasplatte saß.











__________________
Ich bin wie ich bin...

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


mrjingle
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2002

Werke: 6
Kommentare: 32
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Heute nicht, heute gehöre ich einem allein und er will das ich zerschmelze, tue ich es.
Hi Lars!
MĂŒĂŸte es nicht heißen: ...und wenn er will...?
Ansonsten ist der Bogen auf die Pinnwand gut gelungen. Obwohl die Pointe schon vorweggenommen wird. Will sagen, Sex auf dem Firmenkopierer, das schreit ja schon danach.
Am Anfang könnte die Überleitung von der Pinnwand zu unserer "BridgetJones" etwas ĂŒberarbeitet werden, denn nach meinem GefĂŒhl ist da ein Bruch. Sonst liest es sich ganz gut.
cu
Stephan

PS: Hatte dir letztens eine e-mail geschickt. Nur so zur Info: Meine Adresse ist immer noch dieselbe.
GrĂŒĂŸe*g*
__________________
Die Geister die ich rief
werd ich nun nicht wieder los.
Sollen sie ruhig bleiben,

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!