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Leselupe.de > Ungereimtes
Mittag im Atem des Flusses
Eingestellt am 03. 05. 2004 14:31


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Cirias
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MITTAG IM ATEM DES FLUSSES


Ich bin ein F├Ąhrmann
des Schweigens
mein Schiff habe ich
in den Atem des Flusses
gezurrt
meine Einsamkeit
in den Ufersand
geschrieben
lies mich
aus der Haut der Steine
lies mich
aus den Schatten
der Elbd├Ârfer
hinter dem Deich
lies mich
aus Wind und Wellen
dann bring ich dich
in den Mittag
dort leuchten die Wolken
auf dem Wasser
die Stille aus

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Venus
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Lieber Cirias,

Beinahe erscheint mir dieser (dein) Gedankenfluss wie eine Antwort. Auf Fragen, die sich keiner stellen traut.
Sie sind immer schon da und wer dem Schweigen lauschen will, wird es sp├╝ren k├Ânnen, wenn die Steine aus ihren H├Ąuten atmen.
Ja. Etwas zu wagen, mit der Tiefe, die ruhen darf, ohne Bedrohung. Ohne Angst. Dem noch nicht Wirklichen eine Form geben, die es niemals zu zeigen braucht. Die Ahnung h├╝ten wie die Gewissheit. Der Moment, wenn beides eins wird ohne sich jemals wirklich zu vereinen.
In deinen Zeilen atmet das Schweigen so gerecht, dass ich leise wage zu glauben, ich w├╝rde ruhen... in jenem Fluss...

Ein wunderbares Gedicht!

Gabi

__________________
den wind im r├╝cken, sterb ich mich ein
in den gro├čpassat -
und lebe erst recht

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Cirias
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Liebe Venus,

es gibt Dinge, die immer unsichtbar bleiben. Vielleicht begegnen sich die Fl├╝sse im Kreuzpunkt der Unendlichkeit. Es ist m├Âglich, wenn man eine Sprache spricht, zu tauchen in den Fluss des anderen, das ist ein unsagbar sch├Ânes Gef├╝hl...wozu sollten wir sonst schreiben...
Danke dir f├╝r deine sensible Interpretation..es ist wirklich ein eigenartiger Zufall...
herzlich, Cirias

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