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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Moderne Himmelfahrt
Eingestellt am 21. 11. 2008 16:52


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ReneKnebel
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Nov 2008

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In langsamen Schritten bahnte er sich seinen Weg, durch die nie enden wollende Blumenwiese,welche sich am Horizont und den Ausläufern eines Gebirges verschwommen verlor.
Die Sonne brach durch die d√ľnne Wolkendecke und einigen vereinzelten Wolkenl√∂chern auf die Erde hinab.
Sie kitzelte warm auf seiner Haut,während sie sich unaufhaltsam höher schob.

Eine Brise lies das Gras erzittern und um seine nackten F√ľ√üe tanzen. Die Schuhe hatte er l√§ngst ausgezogen, denn die weiche feuchte Erde f√ľhlte sich viel zu gut an.
Kleine Vögel jagten gierig nach den Insekten,
die sich auf der Wiese tummelten, wo sie gestern noch Schutz vor dem Unwetter suchten.

Er genoss die frische Luft und den wunderbaren Duft tausender Blumen zu riechen, die sek√ľndlich ihre feine Note zu √§ndern schienen.

Er hatte nun Zeit viel Zeit.
Sagte er sich immer und immer wieder und blickte ein letztes Mal zur√ľck, dort hinten in der Ferne wo er dem grauen einsamen Wald entfloh und wo sich B√§ume wie Schornsteine gleicherma√üen z√§hlen lie√üen.


Immer m√ľhevoller zw√§ngte sich nun die frische Luft in die schwarzen Lungenfl√ľgel seines K√∂rpers.
Dieser K√∂rper der den Strapazen vieler Arbeit und noch gr√∂√üeren R√§uschen l√§ngst √ľberdr√ľssig war,dieser ausgemergelte ausgezehrte K√∂rper,der sich nach Pl√§tzen wie diesem sehnten.

Erfolglos versuchte er sich eine Zigarette anzustecken,
warum brauchte er sie auch, wenn es hier so viel mehr gab?
Das Einrasten seines Gewehrlaufes k√ľndigte ihm an,
dass seine Schrotflinte nun geladen war

Langsam erhob er die Hände gen Himmel und strecke sie immer weiter aus, bis es schmerzte und weiter!
Wie diese Bilder von Jesus bei seiner Himmelfahrt,
ich könnte im Louvre hängen.

Dachte er sich und lachte der Sonne entgegen.

Dann begann er zu zählen:
Eins...., Zwei...., Drei....., Vier....,
Und tat bei jeder Zahl einen Schritt nach vorn.
Er hatte nun Zeit, viel Zeit sagte er sich.

Kurze Anmerkung:
Diesen Text schrieb ich während meiner Ferienarbeit, als ich die vielen trostlosen Arbeiter sah die täglich aus den Hallen der großen Industriestätten trotteten.

__________________
"...so bleibt dir nur die Erinnerung. Doch Erinnerung ist kein leichtes Brot f√ľr den, der schweres Blut in den Adern tr√§gt."
- Paul Anton Keller

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