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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Mogelpo
Eingestellt am 07. 10. 2003 23:27


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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Mogelpo



______________________________



Schein ist nicht wirklich,
Wahrheit nicht glaubhaft.
Betrachtungsweise läßt nur
einen Blickwinkel zu
- und der ist subjektiv!



_______________________________

dies ist die Fortsetzung von "Männerfreundschaft"
alle bisherigen Kapitel gibt es
exklusiv in der Leselupe:


vorherige Kapitel:

1. „Männerfreundschaft"
Hier klicken
2. „bittersüßer Sex“
Hier klicken
3. „Midlife“
Hier klicken
4. „Entjungferung“
5. „Hexenkraft“
hier jetzt neu:
6. „Mogelpo“

_______________________________



„Fessele dich – für mich!“ haucht sie.
- Wie Zauberformeln wirken ihre Worte, machen, daß er tut, was sie sagt!
„Binde dich – ganz fest!“ stachelt sie ihn an.
Der Mann hört ihre Worte, folgt ihr blindlings ...
Er will ihr gefallen. Er will stark sein und sich bereit zeigen, ihren Wünschen zu entsprechen. Er will der sein, in diesem Spiel ihr Partner zu werden ...
„Super!“ flüstert sie, ihn beobachtend.
Wie gut fühlt er sich dabei!
... und fesselt sich mit Paketlebeband selbst – fast bis zur Bewegungslosigkeit.

„Oh!“ – mag die Birke denken: „Wie eng an mich geschmiedet!“
- Seine Hände an den Stamm, seine Füße ebenfalls fest angebunden.

Sie selbst zieht ihm das Stirnband über die Augen.
- Blindheit eines Sehenden als Ausdruck der Aufgabe jeder Kontrolle ...
Sie läßt ihn schmachten.

Sie komplettiert schließlich seine Fesseln - bindet ihn fest, fest, ganz fest an!

Sie betrachtet ihr Werk ...

„Das gefällt mir!“
Sie wird ihr Spiel mit ihm treiben, ihn bis zur Weißglut reizen?
Sie wird sich nehmen, worauf sie Lust hat.
Sie hat ihn in ihr Netz gelockt und umsponnen.

- Jetzt ist es soweit: Das Mahl mag beginnen ...

***

Seine Blicke an mir sind wie Hände, die fühlen wollen ...
- mein Körper provoziert es, fordert sie heraus, bietet sich diesen Blicken an, will sie locken.
Aber wahrhaftig berühren seine Hände mich nicht.
Er ist geil auf mich.
Er will mich – will mich – mich – mich !!

„Er will mich!“ schreie ich innerlich!

... mit mir reden?
... mich vögeln?
... mich irgendwie in einer Weise berühren, die ich mir noch gar nicht vorzustellen wage ?
- was will er ??

***

Keine Welle unterbricht den glatten Spiegel der Oberfläche des kleinen Waldsees. Keine Augen suchen im Wasser nach einer nackten Schwimmerin. Selbst das Laub der Bäume schweigt, und alles Empfinden der Natur konzentriert sich auf ein Spiel am Ufer. Dort, wo er das Badehandtuch ausgebreitet hat, wo eine kleine Lichtung am Ufer blieb.
Sie hat den Mann an die Birke gefesselt und ihn entblößt. Gierig wartend steht er, voller Erwartung, voller Sehnsucht, voller Vorfreude auf ihre Berührung.
„Es gefällt mir!“

***

Ziemlich hilflos – ist mein Eindruck. So steht er mit diesen Fußfesseln jetzt vor mir. Insgeheim bewundere ich seine Gelassenheit. Er scheut sich nicht, mich anzugrinsen, anzüglich seine Augen an meinem Körper gieren zu lassen. Geradeso, als erwarte er mit diesem Handicap nun eine Eintrittskarte gewonnen zu haben – eine Eintrittskarte – in mich ?!?





„Wieso warst du in dieser Nacht in meinem Bett?“ frage ich unvermittelt und leise.
Seine Augen lösen sich von meinen Beinen, er sieht mich an.
„Es ergab sich“, sagt er und zuckt mit den Schultern, als könne er mir keine befriedigende Erklärung bieten.
„Einfach so?“ frage ich ungläubig.
Er zögert kurz, sagt dann: „Nein -“
Ich warte.
Er schüttelt langsam den Kopf.
„Ich hatte es verlangt.“ Er spricht leise, wirkt nachdenklich.
„- verlangt?“ frage ich nach.
„Ja,“ sagt er. „Ich hatte es mir aber einfacher vorgestellt, als die Dinge geworden sind.“
„Ohh?“
„Dachte, es sei irgendwie längst klar. Für mich war es so klar!“
„Ich verstehe gar nichts!“
„Es war klar, daß du mir gehören würdest!“
„Klar?“
„Ja!“

***

Vielleicht hatte Sex ursprünglich nur eine biologische Funktion?
War dieser Trieb Anreiz dazu, Partner zu suchen und eine eigentlich anstrengende darwinistische Pflicht zu versüßen? War die Lust der sexuellen Triebbefriedigung ein Scheinargument, weil nicht an die Vernunft appelliert werden konnte, der Arterhaltung so große Energie zu opfern?

Längst hat die biologische Funktionalität ihre Kausalität eingebüßt: Sex bei den Menschen ist Selbstzweck geworden und dient keineswegs länger nur der Arterhaltung.

Sex ist symbolhaft geworden – weg von der triebgesteuerten Arterhaltung – hin zu einer Bedeutsamkeit in Partnerschaft und Emotionalität.
Sex ist nicht unbedingt mit Liebe gleichgestellt, gilt aber doch als deren körperliches Ausdrucksmittel – und Sex ohne Liebe ist letztlich als Prostitution verpönt ?

***

... niemals sollte eine Frau zwischen ihnen stehen, niemals sollte es einer Frau wegen Streit geben.
Sie hatten sich das schon in früher Jugend geschworen.
... Blutsbrüder ...
Konnte es sein, daß sie deshalb vereinbart hatten, jede Frau miteinander zu teilen?
Konnte es sein, daß er deshalb glaubte, die Ehefrau seines Freundes selbstverständlich vögeln zu dürfen?
- Nein!

***

Wieso kann er glauben, ich sei ganz natürlich und unzweifelhaft seine sexuelle Beute?
Welche abartigen Gedanken, welche perfiden Ideen in seinem Hirn?

„Spinnst du?“
„Nein.“ Er sieht mich beinahe schmachtend an. „Ich hatte nicht bedacht, daß du eine solche Persönlichkeit sein könntest!“
„Was?“
„Du bist ein großartiger Mensch!“

Ich stehe vor diesem Kerl, den ich gerade in Fußfesseln gelegt habe und verstehe nun überhaupt nicht mehr, wohin dieses Gespräch geht!
Soll ich ihn treten und schlagen – oder mich schaudernd abwenden?
„Du hast diesem „großartigen Menschen“- wie du mich so schmeichelnd nennst große Angst und Scham und Wut gemacht!“
„Ich suche etwas, das offenbar nicht so leicht zu finden ist, wie ich dachte, bei dir finden zu können!“
„Was denn?“
„Ich suche einen Teil meines Lebens, den ich verloren habe.“

Er steht da – so harmlos, so unpopulär, so gefesselt!
- lächelt trotzdem voller Zuversicht.

Was hat dieser Mensch verloren, das er in meinem Bett zu finden glaubte?
Was kann ein Mann verlieren, ihn das Recht proklamieren lassend, es im Körper einer ihm unbekannten Frau zu suchen?
Was ist Leben, das nehmend er nicht zerstörte, als er machte, was er tat?
Kann es etwas geben, die Geschehnisse zu rechtfertigen ??

-

„Was hast du verloren?“ frage ich vorsichtig.
Er starrt an mir vorbei. Er überlegt, was er sagen soll. Ich spüre, daß er nicht spielt, sondern diese Frage verdammt ernst ist!
„Die Liebe,“ flüstert er.

Einen Moment lang bin ich erschüttert. Ich fühle, das ist nicht eine Floskel, das sagt er nicht nur so dahin. Er meint es verdammt ernst! – Aber dann bricht Widerspruch in mir auf: wie kann er seine Liebe suchen, mich vergewaltigend?
„Was habe ich damit zu tun?“
„Du bist seine Frau geworden.“
„Ich bin Roald’s Frau,“ stelle ich klar.
- Ich bin nicht irgendwie, bin nicht etwas „geworden“ – drängt sich mir auf.

Er erwidert:
„Roald kann keine Frau für sich haben!“
Ich möchte lachen ...
Was versucht er mir da zu erzählen?
„Du proklamiert Rechte, die du vielleicht mit Roald ausgehandelt hast – aber nicht mit mir!“
Ich schüttle den Kopf.
„Oder gibt es da Kleingedrucktes beim Standesamt, das ich überlesen hätte?“ frage ich wütend.
Er grinst kurz.
„Jain!“ orakelt er.
„Nein!“ - ich bin mir sehr sicher.

Aber es stimmt mich auch nachdenklich, dass es da offenbar etwas gibt.
Eine Regel in der Freundschaft dieser vermaledeiten „Blutsbrüder“?
Eine Regel, die Frauen betrifft?
Die vielleicht mich betreffen will – auch wenn ich das nicht akzeptieren mag?!

***

Sie delektiert ...
Die Birke hält den Körper angebunden – bietet ihn dar!
Der Mann ihr angeboten, willenlos, gefesselt und mit einer Augenbinde.

Sie zelebriert:
· Lust –
· Lasterhaftigkeit –
· Leidenschaft –

Sie genießt es – er gehört ihr!
... gar und ganz !!
- Sie nimmt sich alles – alles – alles !

***

„Weißt du eigentlich, wo Roald jetzt gerade ist?“
„Ja!“, sage ich leichthin ...
„Und?“
„Er läßt sich vernaschen.“ Ich sage es leise und ohne Betonung.
„Ach?“
„Von deiner Frau!“ - flüstere es nur und beobachte ihn ganz genau.

Hatte erwartet, er werde zusammenzucken, vielleicht wütend reagieren? Hatte erwartet, er werde bestürzt sein, ungläubig oder abwehrend reagieren ...
Einen Moment lang starrt er mich an – offenbar braucht es Zeit, bis diese Informationen vom Wahrnehmen der Schallwellen meiner Worte bis in sein Bewußtsein gelangen.
Mit einem Stoß atmet er aus.
„Wer?“ fragt er dann nur - irgendwie so leidenschaftslos.
Seine Reaktion verwirrt mich etwas.
„Deine Frau!“ sage ich trotzig und leise.
„Ohh!“
„Das hättest du dir nicht träumen lassen?“
Möchte es genießen – das soll er erleben wie die kalte Klinge, die sich mitten in sein Herz bohrt! Das ist ein Teil meiner Rache!
„Nein!“ sagt er. -Das hat er sich nicht träumen lassen!

Ich versuche in seinem Gesicht zu sehen, wie es ihn berührt. Möchte sehen, ob es ihn verletzt, kränkt, schmerzt.
Doch plötzlich grinst er einfach, unterdrückt scheinbar ein Lachen!

„Ich bin gar nicht verheiratet!“

***

Wer ist sie?
Was geschieht hier?
Welcher Mogelpo becirct Roald - meinen Mann ?

Was passiert mit meinem Plan – mit der Wirklichkeit und der Wahrheit?

_________________________
(wird fortgesetzt)

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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Aceta
???
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zu lang - zu viel ?

Heute habe ich in "Lektorat" bei der LL geklickt.

Die Geschichte, die ich hier vorstelle ist längst nicht zuende. Aber ich stellte sie hier vor, weil ich hoffe, Hinweise zu bekommen, Tipps und so - wo klemmt es beim Lesen - der Autorin entsteht diesbezüglich irgendwann eine gewisse "Betriebsblindheit".

Traut sich niemand mehr, etwas dazu zu sagen, weil es zu anstrengend geworden ist, die ganze Geschichte zu überblicken?
Immerhin: ziemlich viele von Euch lesen sie ...

Wer nicht Kommentare schreiben mag, kann mir auch mailen!
Ich möchte gerne eine Geschichte schreiben, die meinem Anspruch genügen könnte:
- erotisch und nicht pronographisch ...
- aber so ehrlich, so wirklichkeitsnah,
- emotional da, wo wir menschlich und wesentlich sind -

verbale Unglücke trüben gelegentlich das Lese- und Erlebensvergnügen. Ich bemühe mich, sowas auszuschalten.
Aber wie gesagt ... irgendwann "betriebsblind" !?!

Helft mir, das auszuschalten !!!
Dafür schon jetzt ganz großer Dank!

*lächel*

Aceta

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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Hetära
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Überblick

Hallo Aceta,

leider habe ich mittlerweile den Überblick verloren und bin deshalb etwas ermüdet. Wäre gut, wenn Du eine Zusammenfassung der jeweils vorhergehenden Teile dem neuen voranstellst.
Es wird sonst (zumindest für mich) einfach zu anstrengend.

Liebe Grüße

Hetära

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Wo gehen wir hin - immer nach Hause (Novalis)

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
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wie editiere ich ????

Vielen Dank -
diese Anregung werde ich aufgreifen!
Ich liefere sie hier - in diesem Forum.
(Gerne auch anderswo in der LL - wenn es sein soll: dann stelle ich eben einen Verweis ein!)

Ich werde die Zusammenfassung liefern vor jeder weiteren Veröffentlichung!

Allerdings: wenn ich die Story zusammenfasse:
wie kommt das dann an?
"Reißerisch?" -
"Möchtegern?"
->> Darf ich selbst die Quintessenz schreiben ??

Eigentlich soll doch so Vieles erst im Kopf der Leser(innen) entstehen. Wenn ich das zusammenfasse - was wird dann aus meiner Geschichte - ein Diktat?!

... das fände ich sehr schade !!

*lächel*

Aceta
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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Gunnar Zimtstick
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Registriert: Sep 2003

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Rachsüchtig?

Hi Aceta,

Die Überraschung, dass er gar nicht verheiratet ist, ist dir gelungen. Sehr gut!
Ansonsten ist der Stil gut, er passt zu der Geschichte.
Leider wird mir die Protagonistin etwas zu rachsüchtig, zu bitter. Das ist zwar kein Wunder, ihr wird ja mächtig zugesetzt. Trotzdem: ich verliere allmählich meine Sympathie zu ihr, mein Mitgefühl. Und dann wird es schwieriger, mit Vergnügen weiterzulesen.
Ich weiß auch nicht, wie du das zusammenfassen willst. Es ist halt ein Roman, und da wird auch nicht jedes Kapitel zusammengefasst. Wie lang soll das Ganze eigentlich werden? Hast du da schon einen Überblick?
Auf jeden Fall: Weiter machen!
Gruß
Gunnar

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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sinkende Sympathiewerte ...

Hi,

das gibt mir sehr zu denken! Ich werde das Image der Protagonistin unbedingt wieder aufpolieren - vielleicht lerne ich bei Dir davon, Gunnar?
Deine Geschichten haben eine angenehme Leichtigkeit und verlieren nie das Augenzwinkern.
Danke für Deine hilfreiche Kritik!
- Mögen uns die Freudentränen beim Schreiben und Lesen nicht verloren gehen!
*lächel*

Aceta
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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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