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Leselupe.de > Ungereimtes
Mokume Gane
Eingestellt am 11. 10. 2009 18:41


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Thylda
???
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Mokume Gane

Die BlÀtter rosten
Der Strahl vom Osten
kommt spÀter jeden Tag

Ein Nebelsilberstreif
verbirgt den goldnen Reif
der BlÀtter um den Baum

Licht sinkt in Kupferpracht
zu frĂŒh und schickt uns Nacht
kalt und grau wie Stahl

__________________
allgemeine Warnung: bei meinen BeitrĂ€gen ist Ironie nicht auszuschließen

Version vom 11. 10. 2009 18:41

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Vera-Lena
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Liebe Thylda,

damit der Rhythmus erhalten bleibt, könntest Du in der letzten Zeile schreiben:
so kalt und grau wie Stahl


Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

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Liebe Vera Lena

Dein Änderungsvorschlag ist fĂŒr mich nachvollziehbar, nimmt er doch der letzten Zeile die Eckigkeit, allerdings auch von der KĂ€lte und damit der Andeutung des kommenden Winters.
Ein weiterer mir noch wichtigerer Aspekt ist an die Silbenzahl gekoppelt. Zwar steht mein Text im Ungereimten, dennoch habe ich ihm bewußt eine bestimmte Form gegeben, die im Gereimten nicht akzeptiert werden wĂŒrde: In meinem Gedicht geht es um Farben. Farben gibt es nur im Licht. Es ist gerade der Wechsel des Lichts, der das Farbspiel noch interessanter macht. Deshalb habe ich in der ersten Strophe zweimal 5 Silben plus 6, um die lĂ€ngere Dunkelheit am Morgen darzustellen. In der zweiten Strophe dreimal die vollen 6 Silben fĂŒr das Mittagslicht, und in der ditten zweimal 6 plus 5 das Abendrot, Ă€hnlich dem Morgenrot, doch anders. Eine Silbe hier und da hinzufĂŒgen kann man ja immernoch, sie an der richtigen Stelle wegzulassen, ist schon schwieriger.
Vielleicht ist diese Lichtbetrachtung auch ein wenig zu gewagt, dann wĂŒrde Dein Vorschlag gut passen. Ich muß mal darĂŒber nachdenken.

LG
Thylda
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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Thylda,

Dein Text ist gereimt und zwar nach dem Schema:

a
b
c

a
b
d

a
b
e

die Zeile

Licht sinkt in Kupfernacht

ist aber falsch betont. Alle anderen Zeilen haben die Betonung am Anfang der Zeile auf der zweiten Silbe. Das hÀttest Du auch hier durchziehen sollen.

Deine spitzfindige SilbenzÀhlerei, die Du mir freundlicherweise hier offeriert hast, bringt dem Text keinerlei Vorteile. Dir mag das so vorkommen, das stimmt aber nicht. Ein lyrischer Text lebt davon, dass er seine Wirkung beim lauten Lesen entfaltet.

Lyrik hat stÀrker als Prosa die Möglichkeit, im Leser schlagartig etwas auszulösen. Das gelingt aber nur, wenn man ein wahres Wort spricht.

Das Licht ist deswegen so machtvoll, weil es immer geradlinig ist. Es ist die stĂ€rkste Kraft im Universum ĂŒberhaupt. Wenn man es bĂŒndelt, also zu einem Laser macht, kann es Ungeheures bewirken.

Da du nun in Deinem Kommentar mitgeteilt hast, dass es Dir hier nicht um den abgebildeten Schmuck, sondern um das Licht geht, kannst Du eine gĂŒltige Aussage ĂŒber das Licht nur machen, wenn Du die Zeilen harmonisch gestaltest, denn das Licht ist unbeeinflussbar. Es lĂ€sst sich nicht verbiegen. Es verbleibt immer in Harmonie. Das einzige, was man dem Licht antun kann ist, man kann es aussperren.

Also sieh einmal zu, wie Du in diese Zeilen ein harmonisches Gleichgewicht hineinbekommst, wenn Du eine gĂŒltige Aussage ĂŒber das Licht machen möchtest. Bis jetzt passt keine der Strophen durch die unterschiedlichen Rhythmen zur anderen, und wenn Du es so belĂ€sst, wĂŒrde ich es mit einer 5 bewerten.

In der Hoffnung, Dir eine UnterstĂŒtzung gegeben zu haben

mit lieben GrĂŒĂŸen
Vera-Lena


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Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Franke
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Hallo Thylda!

Dein Spiel mit den Farben ist gut bei mir angekommen.

Die Idee, mit dem Reim jeweils im dritten Vers zu brechen, ist eine gelungene Sache.
Dass der Rhythmus im letzten Vers bricht, ist m.E. hier stimmig, denn so passt es besser zu "kalt und grau".

Gerne gelesen!

Liebe GrĂŒĂŸe
Manfred

__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

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Lieber Manfred

Es freut mich, daß Dir mein Herbstgedicht gefĂ€llt. Vielen Dank fĂŒr Deinen Kommentar und Deine nette Bewertung.

Liebe GrĂŒĂŸe
Thylda


Hallo Vera Lena

Erst mal zu Deinen Fehlern:

1) Es gibt kein Reimschema abc abd abe, höchstens vielleicht aab ccd eef, wenn man nur auf die letzten Worte der Zeile abstellt.

2) Mein Werk steht nicht im Gereimten, darf also ein anderes System haben als das starre Konstrukt Reim plus Rhythmus. In diesem Fall Silben. Der Maßstab des Gereimten ist also verfehlt.

3) Es heißt nicht Kupfernacht, sondern Kupferpracht.

4) Mokume Gane ist nicht notwendigerweise Schmuck, sondern eine bestimmte Technik, Metalle zu verbinden und durch Bearbeitung strukturierte Farbigkeit im Material hervorzurufen. Das kann man sehr schön an der Teekanne unten rechts sehen.

5) Licht ist physikalisch gesehen nicht die stÀrkste Macht im Universum. Es gehört innerhalb der vier GrundkrÀfte zur Gruppe der elektromagnetischen Wechselwirkung. Die Gravitation gewinnt.

6) Das Licht ist beeinflußbar, man kann alles Mögliche damit tun, z.B. spiegeln, brechen, bĂŒndeln. Entgegen Deiner Aussage lĂ€ĂŸt sich Licht sehr wohl biegen. Die Gravitation um schwarze Löcher z.B. biegt Licht, aber ich will jetzt nicht auf die Theorien um Wellen und Teilchen eingehen.


Mein Gedicht handelt von Farben, die man eben nur im Licht sehen kann. Die sich Ă€ndernden LichtverhĂ€ltnisse fĂŒhren zu anderen Farbstrukturen wie die einzelnen Schichten und Muster im Mokume Gane, das mich sehr an das Herbstlaub und die BerghĂ€nge im Herbst erinnert.

Wenn Du Deine beabsichtigte Bewertung auf den Rhythmus abstellst, dann lĂ€ĂŸt Du außer Acht, daß wir uns hier im Ungereimten befinden, wo z.B. auch Haikus zu finden sind. MĂŒssen die Deiner Meinung nach auch einen Rhythmus haben?
Falls es Dir nur persönlich nicht gefĂ€llt, kann ich damit leben, schiebe aber bitte keine anderen Argumente vor, sondern sag lieber, daß Du es nicht magst. Das ist ehrlicher.

GrĂŒĂŸe
Thylda

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