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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Mon chat petite
Eingestellt am 27. 01. 2002 01:11


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Stefan_Senn
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

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Mon chat petité

Sie ist zu jung um eine Frau zu sein und zu alt um ein Kind zu sein. Eine gefĂ€hrliche Mischung: Mit dem körper einer Frau, den sie mit hautengen Kunststofffasern betont und dem Geist eines Kindes. Auch nĂ€mlicher wird betont. Mit naiven Kommentaren. Ähnlichkeiten weist sie auf: Mit der Protagonistin eines Skandalromans aus den fĂŒnfziger Jahren.
"Mon chat petitĂ©" wird sie genannt. Von IHM. ER ist reich an materiellen GĂŒtern und reich an Erfahrungen in der Kunst der Domptierens. GebĂ€ndigt, glaubt er sie, gezĂ€hmt, sie sein kleines Spielzeug, reibt sich die HĂ€nde, innerlich versteht sich, wenn sich ihre Pupilen weiten vor Erstaunen und er Bourgeosie demonstriert.
Ja, Kaviar hier und dort ein Designerdurft mmmh, mein schnelles RaubkÀtzchen und mein italienisch
Gewand. Wanna be so bohemian like me, my tiny kitten? Ihr Taschengeld bessert er auf und ihren spÀrlichen amurösen Erfahrungsschatz ebenfalls.
In einer geschmackvoll eingerichteten wohnung: 2 leere Flaschen Rotwein. Oh Romeo, die verfluchte Nachtigall ist es, die die Wangen trĂ€nkt mit dem Sekret der RĂŒhrung.
Eine Frau mittleren Alters in Kriegsbemalung. "Mammi krieg ich heute wieder keinen Gutenachtkuss von Papi?" "Der muss arbeiten mein kleiner Prinz, schlaf gut"
Und noch eine Zigarette gegen die Einsamkeit und die Ungewissheit
Sugardaddy im Hotelzimmer im Begriff das Portemonnaie zu öffnen. Angefixt hast du es, mein Lieber, dein kleines KĂ€tzchen mit der Droge Luxus. Nun hast du die Folgen zu tragen. Ihr Schnurren lĂ€sst sie sich nun versilbern. Wie wunderlich auch hier empfindet man Ungewissheit und entzĂŒndet eine Zigarette. ER umgreift schmale Schultern und findet keinen Schlaf. In sĂŒĂŸem Schlummer SEIN kleines Statussymbol. TĂ€uscht es oder zucken ihre Mundwinkel gen Norden?
Einen Lollipop im Mund und der verfĂŒhrerische Augenaufschlag. So sĂŒĂŸ so zart, so unnreif, so teuer.
Und beraubt zieht ER von dannen. Beraubt seiner WĂŒrde und seines Bargelds.
Wieder wird geraucht, wieder eine schlaflose Nacht Zitternde feuchte Finger hÀmmern Botschaften in ein Mobiltelefon: "Wann? Bitte wann wieder?"
Wer wird hier eigentlich gebÀndigt?
Ach ja auch Mammi vermag zu schnurren. Doch sie ist nicht mehr sĂŒĂŸ, nicht mehr zart nicht mehr unreif.
Und wiederholt ein Hotelzimmer:"Du machst mir finanziell mehr zu schaffen als die gegenwĂ€rtige Rezession, weißt du das?" Taube Ohren, sĂŒĂŸe Blicke, taube Ohren. Kein Geld kein mon chat petitĂ© nein nein.
Verdammt Kunststofffasern, verdammte französische Seide. Zu deutlich ist ersichtlich was verpassbar ist. Doch an diesem Abend versagt die MÀnnlichkeit ihren Dienst.
Tja big big Spender....
An Lektonen in Demut partizipiert man ungerne. Und der Volkssmund behauptet:"Ein gebranntes Kind scheut das Feuer" Doch er irrt. Die erhitzten Hormone spielen wieder mit dem Feuer und groß ist die Lust und klein bleibt das Glied. Und Gedanken bleiben, tonnenschwere Gedanken, die die Seele belasten.

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B.Wahr
???
Registriert: Dec 2001

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Von Anfang bis Mitte finde ich alles sehr interessant und gekonnt geschrieben. Als "Bildschirm-Leser" vermisse ich AbsÀtze=Denkpausen (Leerzeilen) noch mehr wie der Normalleser. Ansonsten: WEITER SO!! LG
B.WAHR

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Stefan_Senn
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 148
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bitte zu entschuldigen, dass mein dankeschön fĂŒr diese nette kritik so lange gedauert hat. freut mich wenn meine short story gefallen hat. zum thema absĂ€tze muss ich sagen, dass insbesondere bei lĂ€ngeren texten, dies doch schwer fĂ€llt, da der text bei der eingabe ja formatiert wird und somit die "urfassung" ja verloren geht. ich denke bei einer solchen art der dateieingabe wird man mit solchen mĂ€ngeln leben mĂŒssen...
liebe grĂŒĂŸe

stefan

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