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Leselupe.de > Horror und Psycho
Monddämon
Eingestellt am 23. 05. 2003 12:15


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EngelGottes
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Monddämon

Wenn um mich die Nacht erstrahlt
Und in den Häusern Lichter schreien
Die sterblich Mensch mit Geld bezahlt
Um böse Geister zu vertreiben
Dann brüll ich in die reine Luft
Des kalten Todes süsser Duft
Dringt in die Stille und berichtet
Wen ich soeben hingerichtet

Die tropfend Leffzen abgeleckt
Mit meiner Tat ein Kind erschreckt
Das nun läuft um zu behalten
Was ich jenem nahm, dem Alten
Das rote Nass das nahm ich ihm
Das Tageslicht wird er nie sehn

Das brütend Licht des Mondes mein
Betört die Nacht mit kaltem Schein
Und flatternd verlass ich die zitternde Erde
Auf das ich nie vergessen werde

__________________
...und der Engel hob die Hand, dass die Welt in Liebe versank.

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Marcus Richter
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HALLO EG,
witziges Gruselgedicht, gut gelungen. Hab gut geschmunzelt bei dem Reim – "um zu behalten, was ich jenem nahm". Hast gut daran getan, es ins Horrorforum zu stellen, auch wenn’s ganz gut unter Ironie gepasst hätte.
Bin selbst immer noch von der Idee fasziniert, Horrorgedichte, anstatt Horrorgeschichten zu schreiben. Hab aber noch nicht das richtige Werkzeug dazu. Bin mir auch nicht sicher, ob Reime so einen Versuch nicht zu sehr überzeichnen. Vielleicht sollte man anstatt mit einem Reim, mit einer Melodie arbeiten, um nicht zu sehr vom Inhalt abzulenken.

Bis dann,
Marcus

__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Grünbein

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EngelGottes
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mmh

danke für das Lob. Ich verstehe allerdings nicht was du mit "überzeichnen" meinst. Wahrscheinlich, dass das gruselige Moment durch den Reim verschwindet. Mmmh ich bin generell nicht der Ansicht das ohne Reim der Inhalt klarer wird. Mit Reim wird es nur schöner, melodischer. Aber das ist natürlich des Menschen Mentalität abhängig.
Ich wünsch dir was
EG
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Marcus Richter
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Natürlich, EG,
aber der Reim lenkt beim Horror, so finde ich, vom Unnatürlichen ab, was dem Horror inne ist(modern gesehen).
Reime könnte ich mir ganz gut bei Jack the Ripper vorstellen. Eine aristokrtische Persönlichkeit philosphiert über die eigenen Taten.
Bin der Meinung, es gibt beim Horror zwei Richtungen - Chaos und Ordnung. Horrorgeschichten, die von alten Klieschees(zb. Werwolf, Vampir) beeinflusst werden, bringen Ordnung( erklärbare Angst). Dann gibt es noch die modernen Horrorgeschichten: Der Mensch selbst löst die "überzeichnete" Figur des zB Vampirs ab. Er ist in dieser Form aber viel weniger erklärbar. Ein gutes Bsp. ist gerade hierfür der Splatter. Er ist nicht gerade beliebt - und warum nicht? - weil er das Chaos representiert, das nicht mehr erklärbare Unbehagen.
Ich weiß nicht, ob diese Theorie sich einfach so in Einklang mit Reim oder Nicht-reim bringen läßt. Habe aber Anwandlungen, es zu vermuten(wenn man denn vorhätte, wirkliche HORROR-Gedichte zu schreiben, die vielleicht ähnliche Ängste auslösen, wie Geschichten)

Ja, gedanklich interessantes Feld
Gruss
Marcus
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EngelGottes
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Wahrlich

höchst interessant...
Mit deiner Theorie der 2 existierenden "Horrorarten" triffst du bei mir auf viel Zuspruch, darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht.
Nun, wie ist das mit dem Reim zusammenzubringen: Ich denke die Form ohne Reim macht, wie du sagtest, du Atmösphäre aktiver. Die Form mit Reim hat allerdings die Wirkung eines Gebets, eines Spruches, eines Zaubers.
Also ich denke beide Seiten haben ihre Vorteile, nun liegt es bei uns das richtige Maß zu finden.
Lieben Gruß
EngelGottes
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Marcus Richter
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EG,
das mit dem "Gebet, Spruch, Zauber", vollem Zauber ist ja fast schon ein Ansatz für ein Gruselgedicht. Kommt mir irgendwie in die Richtung Vordoo aber auch eine verschäfte Version von der Zauberlehrling. Ist eine gute Idee, denke ich. Vielleicht kann man ja mal was in der Richtung machen.

Bis die Tage,
Marcus
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