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Leselupe.de > Ungereimtes
Monde und Träume
Eingestellt am 25. 03. 2004 23:02


Autor
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Kerstin Jäckel
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Monde und Träume

Bizarre Bilder in der kalten Scheibe des Mondes.
Schatten tanzen Merengue auf meiner Stirn.
Unbekannte Gestirne attackieren Träume.
Bunte Schleier fallen in blinde Augen.

Hoffnung lässt mich schwärmende Lieder singen.
Sanfter Takt verführt mein schweigendes Herz.
Melodien huldigen lächelnder Sehnsucht.
Reißende Saiten ersterben im Klang.

Eisiges Mondlicht auf zerschnittenen Fingern.
Tiefes Rot pulsiert in brennendem Schmerz.
Zögerndes Rinnsal der Zeit in der Hand.
Heimlich tropft mir das Leben davon.


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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Kerstin,

die letzte Strophe will ich gar nicht lesen, aber sie ist die beste und sie klingt lange nach. Auch wenn ich in den ersten beiden Strophen Melancholie und Zerissenheit gespürt habe, ist doch zur letzten Strophe noch ein starker Sprung zu lesen, der mich erschrocken hat. (Allerdings positiv gesehen, denn Dein Gedicht hat mich sehr gefesselt.)

Sehr gelungen, sehr ausdrucksstark.

LG
Sandra

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Kerstin Jäckel
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Registriert: Feb 2004

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Was kann ich sagen?

Liebe Sandra,

jetzt stecke ich in ernsten Schwierigkeiten.
Ja, es berührt mich sehr, wie intensiv du die Gefühle zu spüren vermagst, die diese Zeilen zu verantworten haben. (Nicht etwa ich! :-)) )

Am liebsten würde ich den Schnitt abmildern, der dich in der Vorstellung seiner Endgültigkeit erschauern lässt.

Und doch - gerade in diesen Tagen höre ich förmlich, wie sie hämisch zu feinem Nebel zerplatzen, wenn sie flüchtend den Boden berühren, die Tropfen meines Lebens.

Ich danke dir ganz, ganz herzlich
für ein Fühlen und Verstehen,
dessen Zugang ich für sehr lange Zeit
allein dem Autor zuerkannt hatte.

Liebe Grüße
Kerstin

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Venus
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Registriert: Oct 2003

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Dies ist ein wahrlich großes Werk, Kerstin!
Ich verbeuge mich gerne vor einer großartigen Wortwahl die perfekt in Rhytmen getaucht ist.
Der letzte Satz ist unglaublich!
Dadurch, dass du so gekonnt Zeile für Zeile beschreibst, wie dem lyrischen Ich eigentlich der Bezug zum "guten Leben" verloren geht, ist es beinahe grotesk, dass die Betonung schlussendlich auf "heimlich" steht. Eine Bekräftigung deren Ursache in der Widersprüchlichkeit ihre absolute Deutlichkeit erhält.

Bravo!

Herzlichen Gruß,
Venus
__________________
den wind im rücken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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