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Leselupe.de > Gereimtes
Monkey Business
Eingestellt am 09. 08. 2001 17:04


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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

Werke: 51
Kommentare: 134
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Monkey Business

EIN ZWEIFEL SEI ERLAUBT

Wer immer auch den nackten Affen,
den Menschen also hat erschaffen,
dem misslang der groĂźe Wurf
doch offensichtlich durch und durch.

Wovon ließ „ER“ sich nur leiten?
Päpste ließen stets verbreiten,
dass nach eig’nem Ebenbild
“ER“ uns schuf: barmherzig-mild,
weise, gĂĽtig und gerecht,
mit der Aussicht, gar nicht schlecht,
bis in ewige Ă„onen
dort im Paradies zu wohnen.

Als dann Adam Langeweile
mĂĽrrisch vorgab, schuf in Eile
“ER“ ihm eine Partnerin,
aus der Rippe, macht das Sinn?

Nun, egal, die Bibel schreibt:
Fortan sei der Mann beweibt.
Dieses fĂĽhrte nach der Meinung
der Gelehrten zur Vertreibung
aus dem schönen Garten Eden,
nachdem Eva sich durch Reden
jener Schlange foppen lieĂź.

Also war das Paradies
für den Menschen Testgelände,
und so kam’s zur Schicksalswende,
an der heute wir noch knapsen.
Doch es streiken die Synapsen,
Ganglien, sowie Neuronen
beim Betrachten von Phantomen
ohne jeden Stellenwert.

Was nun aber ist verkehrt
an den Ăśberlieferungen?
Alles, sagen böse Zungen;
während andere verkünden:
Wahrheit kann der Mensch nur finden,
durch Versenkung in sein Wesen,
denn nur er kann sich erlösen,
niemals irgendwelche Lehren.
Lasset uns die Lage klären:

Ăśberall, wo Menschen wohnen,
selbst noch in den fernsten Zonen,
hat man ungleich allen Affen
angstvoll Götter sich erschaffen.
Aus dem Urgrund dieser Mythen
sprossen weltweit soviel BlĂĽten,
wie es Völker gab und Stämme;
so geriet man in die Klemme.
Hatten alle ungeachtet
ihrer selbst sie doch gepachtet,
jene Wahrheit, unvergleichlich,
und natĂĽrlich gleich so reichlich,
dass nichts ĂĽbrig blieb fĂĽr Dritte.
Also kam sie auf, die Sitte,
sich um das Globalverbreiten
seiner Wahrheit wild zu streiten.

Jeder führte heil’ge Kriege
bis durch gottgewollte Siege
man die Ketzer oder Heiden,
(beide kann „ER“ ja nicht leiden)
gründlichst ausgerottet hatt’,
auĂźerdem war man dann glatt
der Verantwortung entledigt,
denn der Hohe Priester predigt:
Alles dies’ ist Gottes Wille...!
Und die Masse schluckt die Pille.

Durch jahrtausendfachen Kult
dieser Art ist die Geduld
meinerseits nun sehr am Ende.
Schauen wir uns das Gelände
klerikaler Einflussnahmen,
ohne sichtliches Erbarmen,
doch mal etwas näher an:
Hatte einst der „Zimmermann“
nicht verkĂĽndet, dort am Berg,
Tand sei jedes Menschenwerk,
das sich nur auf Reichtum stĂĽtzt.
Wann hat je dies’ Wort genützt?

PfrĂĽnde, Pomp und Eitelkeiten
konnten schneller sich verbreiten,
als die Forderung nach MaĂź.
Päpste machten sich den Spaß,
sich fĂĽr unfehlbar zu halten;
ihre zynischen bis kalten
Kommentare zur Kritik,
fallen auf sie selbst zurĂĽck.

Ăśberall in Basiszellen
kommt es jetzt zu Austrittswellen.
Hier und da ein Schisma droht,
denn der Christ, in seiner Not,
ist verzweifelt und am Ende.
Ohne Hoffnung auf die Wende,
wendet er von Rom sich ab.
Dort gräbt weiter man am Grab
seiner eig’nen Existenz.
Jede Bischofskonferenz
sendet flehende Signale
hin in’s päpstlich-laterale
Umfeld jener Kardinäle,
die anstelle einer Seele
offensichtlich Steine haben
und Reformen untergraben.

Theologisch hoch studiert
hat die Macht sie korrumpiert.
Vor die Urkirchengedanken
setzten sie Gehorsamsschranken,
und sie fordern in der Tat,
nach wie vor den Zölibat.
Völlig runter von der Rolle
sind sie bei Geburtskontrolle.
DĂĽmmlich klingt ihr Wehgeschrei,
wonach Lust gleich SĂĽnde sei.
Manisch sind sie stets bereit,
ihre Frauenfeindlichkeit,
aus Paulinisch falschen Briefen,
die vor Feindschaft nur so triefen,
einzufordern, abzuleiten;
ja, sie wagen zu bestreiten,
dass der Mann aus Nazareth
gerne teilte Tisch und Bett
mit dem weiblichen Geschlecht.
Solche Quellen sind nicht echt,
tönen jene selbsternannten,
klerikalen Gouvernanten.

Die Prognose will ich wagen:
Bald schon liegt sie auf dem Schragen,
diese Kirche ohne Christen.
Augiastisches Entmisten
wäre angesagt, doch kommt
nie aus Rom, was wirklich frommt!

__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fĂĽhl'ich mich, das reicht, genug!

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Sansibar
Guest
Registriert: Not Yet

Kirchenvertreter

hallo und guten Tag Dietmar,
leider ist das nur alzu wahr.Deswegen hat ja schon die Verwesung begonnen. Jesus rotiert im Grab, wenn er nur an Rom und seine Abkömmlinge denkt.Ändern wird sich vermutlich alles erst wenn das Matriachart beginnen wir. Frauen sollen friedliebender sein. Wollen wir es abwarten?
GruĂź
Sansibar aus Sansibar(zurĂĽck)

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