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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Morgengrau
Eingestellt am 28. 06. 2006 08:55


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heike von glockenklang
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Morgengrau

Ich habe schlecht geschlafen,
die Worte aus deinem Megaphon
verzehrten sich in meiner Ohrmuschel.
Sie durchbrachen meine Schallmauern und
hinterließen Chaos in meiner Seele.

Bilder der Vergangenheit wechseln sich
ab mit Verletztheit, Schmerz und Wut.
Kriegerische Gedanken, geistern mir,
wie ein böses Omen, im Kopf herum.

Pah, mein Lieber,
diese Musik hat schiefe Töne,
die ich noch mit dir klÀren möchte.
Merke Dir, ich bin nicht allein verantwortlich
fĂŒr die Nationalhymne,
auch nicht fĂŒr die falsch gesungenen Melodien
in unserer Zweierwelt.

Es war einmal...( lÀchelt...)

Wir berĂŒhrten uns zart und lauschten dabei HĂ€ndel,
kĂŒssten uns begierig bei der kleinen Nachtmusik von Mozart.
Wir liebten uns bei einem tosenden Orgelkonzert von Bach
und schliefen, bei der 9.Symphonie von Beethoven,
eng umschlungen ein.
Auch damals schon sprachen wir verschiedene Sprachen.
In unseren HĂ€nden lagen der Wille und die Kraft,
unserer Herzen, zwei eigenwillige Planeten,
in einem Guss zu neu formen.
Dein Marsianisch und mein Venusianisch verschmolzen
durch die Melodie die Gestik unserer Liebe.

Und genau diese, unsere Melodie war es,
die uns die Kraft schenkte, gemeinsam
so viele Jahre trotz einiger Scherbenhaufen,
kaputter TontrÀger,TonausfÀlle, und MissklÀnge,
im gleichen Studio an unseren PlÀtzen festzuhalten...
Die KlÀnge unserer Liebesmelodie verÀnderten sich
im Laufe der Zeit, doch ihre Titel blieben bestÀndig.
"Sehnsucht nach zÀrtlichen Gesten und liebevoller Toleranz."

DrĂŒben, auf der Wiese,
steigt ein Heißluftballon gen Horizont...

Ich liebe dich immer noch, und immer wieder neu.
doch ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll.

28.06.06 / Heike Keuper - G

__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kĂŒhle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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Anna Marie
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Registriert: May 2006

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Liebe Heike,
jaja, die Liebe kann man nicht oft genug beschreiben.
Und, zumindest ich, lese immer wieder gerne zum Thema.
Wunderbar finde ich Deine Idee, Liebe und Musik, die auch etwas sehr Gewaltiges sein kann und auszudrĂŒcken vermag, zu verbinden. Liest sich sehr schön und man fĂŒhlt gut mit. Auch die Melancholie.

Oder dieses:

"Pah, mein Lieber,
diese Musik hat schiefe Töne, die ich noch mit dir klÀren möchte.
Ich bin nicht allein verantwortlich fĂŒr die Nationalhymne,
auch nicht fĂŒr die falsch gesungenen Melodien in unserer Zweierwelt."

Toll!

Ein paar Fehlerchen:

Schallmauern (zwei l)
Omen (ohne h)
verschmolzen sich - (ohne "sich")
"Die KlÀnge unserer Musik waren immer wieder verÀnderlich" -
vielleicht wÀre "blieben" besser als das schnöde Wort "waren"?

gen Horizont

Okay?

"Ich liebe dich immer noch, und immer wieder neu.
doch ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll."

Das deprimiert fast ein bißchen, wenn es jemand mit Deinem Ausdruck schreibt und man mag es kaum glauben. Wahrscheinlich ist es oft so, leider. Andererseits bewirkt es wohl, dass man sich immer wqieder neu bemĂŒht!?
Du siehst Heike, Dein Text regt an.

Lieben Gruß, Marie



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heike von glockenklang
One-Hit-Wonder-Autor
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Ein paar Fehlerchen:,

herzlichen dank, Anna Marie, fĂŒr die oben geannten. ich gehöre zu dein ambitionierten rechtschreibchaoten und bin fĂŒr hilfe dankbar. das du dich so intensiv mit meinem text auseinander gesetzt hat freut mich ganz besonders. es tut gut mal wieder echte beachtung zu finden. die sich nicht nur in einem strichklick bemerkbar macht.

die liebe in einer langjÀhrigen beziehung weicht allzu oft den sachlichen und praktischen werten. man vergisst wie es sein könnte und bemerkt plötzlich, trauer und frust. sind es nicht in den meisten fÀllen wir frauen die versuchen das ruder wieder herumzureisen?
das tödlichste in beziehungen ist doch die monotonie der regelmĂ€ssigkeiten. manchmal reicht es vielleicht sich nochmal zu sagen oder bewußt zu machen weshalb man den anderen liebt, liebte, geheiratet hat.
alles liebe fĂŒr dich, zum wochenende wĂŒnscht dir
heike
__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kĂŒhle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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heike von glockenklang
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liebe Anna Marie,

habe auf deine anregung hin den satz völlig verÀndert
da ich im nÀchsten satz schon "blieben" stehen habe.

quote:
Die KlÀnge unserer Liebesmelodie verÀnderten sich
im Laufe der Zeit, doch ihre Titel blieben bestÀndig.
"Die Sehnsucht nach zÀrtlicher Liebe und liebevoller Toleranz."


danke und gruß an dich von heike

__________________
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H Keuper-g /13.07.06

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Anna Marie
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liebe Heike

bitte und sehr gerne.

"Die Sehnsucht nach zÀrtlicher Liebe und liebevoller Toleranz."
Jetzt hast aber Du angefangen, von wegen Wortwiederholung:
(Liebe, liebevoll)
Vielleicht so: ... Sehnsucht nach zÀrtlichen Gesten und liebevoller Toleranz ... ?

"Kaputte TontrÀger" - kaputt klein schreiben

Wieso "ge'n", ich glaube, man schreibt einfach "gen".

Schön finde ich ihn immer noch, Deinen Text.
Ich denke auch, dass es eher die Frauen sind, die gewillt sind, an ihren Beziehungen zu arbeiten. Meist halt.

Lieben Gruß, Marie

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jon
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Das ist 
 Ich liebe solche SĂ€tze, die scheinbar einfach nur so gesagt werden:

quote:
Ich liebe dich immer noch, und immer wieder neu.
doch ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll.


und wehe, einer gibt mir noch mal den Tipp, von einem Gedicht den letzten Satz zu streichen, weil der meistens entbehrlich sei. Dem hau ich das hier um die Ohr'n 



__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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