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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Morgengrauen
Eingestellt am 09. 11. 2009 15:58


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lilaluftballon
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2009

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Der Bau der Ameisen erwachte, als die Sonne aufging.
Ein wildes Treiben entstand. Es mochte unkoordiniert aussehen, doch kannte jede Ameise ihre Aufgabe. Jede einzelne ging ihren Pflichten nach. Sie rannten los. Sie sammelten kleine Bl├Ątter, die 10mal so gro├č waren wie sie selbst. Sie sahen aus wie kleine Boote mit zu gro├čen Segeln. Sie fanden auch tote Tiere, sie zerschnitten die Kadaver und trugen sie zum Bau. Sie arbeiteten den ganzen Tag, denn die N├Ąchte waren lang und der Hunger war gro├č. In den Tiefen des Baus sa├č eine Ameise, die ihren Platz noch nie verlassen hatte. Sie hatte einen grotesk aufgeblasenen Leib. Sie ging ebenfalls ihren Pflichten nach. Sie musste geb├Ąren. Ein paar Ameisen brachten die Eier weg. Sie brauchten Platz f├╝r die n├Ąchsten. Andere f├╝tterten schon die geschl├╝pften Larven und deren Mutter. Jede Ameise verrichtete ihre Arbeit unerm├╝dlich.
Doch einmal hielt eine Ameise inne. Sie legte die rote Beere, die sie gerade noch getragen hatte, auf den Boden. Sie sah sich um. Hunderte ihrer Artgenossen liefen an ihr vorbei. Keine schien zu bemerken, dass sie stehen geblieben war. Sie sah die Beere an. Sie hatte schon so unglaublich viele in den Bau geschleppt. Sie drehte ihren Kopf und erblickte die Natur. Sie nahm nicht mehr den Duft ihrer Artgenossen oder den Gestank der Kadaver war. Sie roch den Wald. Das Moos, das alte morsche Holz, die jungen Triebe, die saftige Erde. All diese Ger├╝che sog sie auf. Sie wollte nicht mehr nur die potentielle Nahrung in all diesen Dingen sehen.
Sie rannte los. Bald konnte sie ihr altes Leben weder riechen noch sehen. Sie war frei!
Auch V├Âgel erwachen, wenn die Sonne aufgeht.

__________________
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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

hallo @lilaluftballon,

ich f├Ąnde deine geschichte besser, wenn sie erst hier beginnen w├╝rde:

quote:
(Doch) Einmal hielt eine Ameise inne. Sie legte die rote Beere, die sie gerade noch getragen hatte, auf den Boden. Sie sah sich um. Hunderte ihrer Artgenossen liefen an ihr vorbei. Keine schien zu bemerken, dass sie stehen geblieben war. Sie sah die Beere an. Sie hatte schon so unglaublich viele in den Bau geschleppt. Sie drehte ihren Kopf und erblickte die Natur. Sie nahm nicht mehr den Duft ihrer Artgenossen oder den Gestank der Kadaver war. Sie roch den Wald. Das Moos, das alte morsche Holz, die jungen Triebe, die saftige Erde. All diese Ger├╝che sog sie auf. Sie wollte nicht mehr nur die (potentielle) Nahrung in all diesen Dingen sehen.
Sie rannte besser: lief los. Bald konnte sie ihr altes Leben weder riechen noch sehen. Sie war frei!
[absatz]
Auch V├Âgel erwachen, wenn die Sonne aufgeht.
es kl├Ąnge dann weniger nach schulaufsatz oder biologiebuch. das schaurige wort "potentiell" ist hier ├╝berfl├╝ssig.

liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin


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