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Leselupe.de > Ungereimtes
Morgennebel
Eingestellt am 02. 12. 2006 13:20


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Perry
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Morgennebel


Leer
ist die Sandbank
die Nacht geflohen
mit eiligen Ruderschlägen

Im Morgendunst
wartet die Galeere
bringt uns
ins gelobte Land

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Duisburger
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Hallo perry,

war die galeere beabsichtigt? Warum sollte ein sklavenschiff (ruderer) menschen in das gelobte land bringen? Ist das nicht widersprüchlich?
Und warum heist der titel morgennebel, wenn es im text dann morgendunst heisst?
Und wenn die sandbank am morgen leer ist, war sie dann in der nacht voll? Wenn ja, wer war darauf?

Will sagen, ich verstehe dein werk (noch nicht). Was soll es aussagen?

lg
duisburger
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Perry
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Hallo Duisburger,
es ist ja auch noch früh am Tag. Wenn sich die Nebel gelichtet haben, dann wird dir vielleicht klarer was die Bilder aussagen könnten. Nur soviel, der erste Vers beschreibt die flüchtigen Träume und Hoffnungen des Lyrich, die im zweiten Vers von der Versklavung und den nebulösen Versprechungen der Realität vertrieben werden.
Gruß
Perry

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HFleiss
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Morgennebel

Was mir Rätsel aufgibt: "Mit eiligen Ruderschlägen ... wartet die Galeere." Warten ist doch eigentlich ein Ruhezustand? Oder meinst du, die Galeere hat sich mächtig beeilt, um zum Treffpunkt zu kommen? Dann sag es aber auch so.
Wenn du aber meinst, die Nacht sei mit eiligen Ruderschlägen geflohen - dann ergibt sich das Bild mit der Sandbank schlecht, auf der die Gestrandeten sitzen, denn irgendwo muss da doch noch ein Boot sein und dann braucht es die rettende Galeere nicht mehr. Du hast da formal etwas versucht, was aber leider schiefgegangen ist.

Gruß
Hanna

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Perry
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Hallo Hanna,
so wie du meine Zeilen interpretierst machen diese sicher keinen Sinn. Ich denke, du legst die Bilder einfach zu wörtlich aus. Die Bildebene Sandbank, rudern, Galeere dient hier lediglich als Metapher.
Sobald der Morgen anbricht, fliehen die Träume des Lyrich von der Sandbank seines Sehnens. Stattdessen wartet auf ihn die Galeere des Alltags, die ihn mit Versprechungen vom gelobten Land lockt.
LG
Manfred

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HFleiss
gesperrt
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Morgennebel

Perry, eine Metapher ist eine wichtige Sache für ein Gedicht, insofern bin ich richtig froh, dass du sie eingesetzt hast. Aber mir scheint, korrigiere mich, falls ich das falsch sehe, dass du glaubst, jedes Bild sei eine Metapher. Dem ist natürlich nicht so. Ich kann dir hier nicht des langen und breiten erklären, was eine Metapher ist, wichtigstes Merkmal jedoch ist, dass sie stimmen muss. Und dieses Bild stimmt hier nicht. Ich habe versucht herausholen, was herauszuholen ist, aber am Ende ergaben sich eben die Unstimmigkeiten. Herausragendes Merkmal ist, dass sie niemals auf konstruiertem Wege zustande kommt, und das Konstruierte eben, das zeigt sich an deinem Gedicht. Die Metapher ist plötzlich da, man sucht sie nicht, sie taucht aus dem Nichts auf, und dann ist sie auch stimmig. Übrigens gibt es eine ganze Menge Literatur zur Metapher, dort erklärt man dir schöner, als ich es hier kann, wie so etwas zustande kommt.

Gruß
Hanna

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Perry
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Hallo Hanna,
wenn ich in meinen Texten Bilder einsetze, dann haben diese meistens eine textbezoge Aussage sprich Metapher. Diese muss, wie in deinem Fall, nicht zur gleichen Interpretation führen. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn sie zumindest eine erahnbare Aussagerichtung ergeben würden.
Bei vielen "hochgelobten" Dichtern, blättere ich übrigens selber sehr häufig kopfschüttelnd weiter.
LG
Manfred


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