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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Morgens um sechs..........
Eingestellt am 27. 06. 2001 09:44


Autor
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Monika M.
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

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Kommentare: 13
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Alle Kinder sind Fr├╝haufsteher. Ihre nicht? Dann sind sie vom Gl├╝ck verw├Âhnt. F├╝r meine Drei beginnt der Tag mit dem ersten Hahnenschrei.
Fr├╝her, als mein Mann und ich noch ein einfaches P├Ąrchen waren, ohne Kinder und ohne nennenswerten Verpflichtungen, etwa schon am fr├╝hsten Morgen schwarzer Peter zu spielen oder den neusten Kindergartenliedern zu lauschen, da begann f├╝r uns der Tag nicht vor zehn Uhr. Der Sonntag war uns heilig, nicht einmal ein Erdbeben h├Ątte uns aus den Betten treiben k├Ânnen.
Heute sind solche Naturgewalten gar nicht mehr n├Âtig. Wenn Patrick in aller Herrgottsfr├╝he aus seinem Bett springt und fr├Âhlich summend die Treppe hinunter poltert, dann brauche ich nicht auf die Uhr zu sehen, um zu wissen: Es ist sechs Uhr!
Ger├Ąuschvoll rauscht die Toilettensp├╝lung und gleich darauf knallt die Badezimmert├╝r mit Schwung ins Schlo├č zur├╝ck. Ich st├Âhne innerlich auf und nehme mir zum hunderstenmal vor, ihn nochmals zu ermahnen morgens - um Himmels willen - leiser zu sein.
F├╝r heute jedenfalls ist mal wieder alles zu sp├Ąt. Patrick h├Ątte sich vielleicht noch ├╝berreden lassen eine Weile in seinem Zimmer zu spielen, doch von all dem L├Ąrm ist nat├╝rlich seine Schwester Katja wachgeworden. Die hat inzwischen den Dreh herausgefunden, wie sie aus ihrem Gitterbettchen herausklettern kann.
Minuten nach Patricks morgendlichem Spaziergang durchs Haus steht sie in unserer T├╝r. "Hallo, Mama", ruft sie freudestrahlend. "Hallo, Papa!" Wir sinken verzweifelt in unsere Kissen. Es ist viertel nach sechs.....
Wenn Katja im Bett herumklettert, an Decken zieht und sich johlend auf die Matratze fallen l├Ą├čt, dann ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Patrick gesellt sich begeistert hinzu. Wir verkriechen uns in die ├Ąu├čersten Ecken unserer Betten, um nicht von irgendeinem Fu├č oder Ellbogen getroffen zu werden. Alle Proteste verhallen ungeh├Ârt. mein Mann verzieht sich unter sein Kopfkissen, wartet gottergeben darauf, dass sich das Chaos zum Fr├╝hst├╝ck in die K├╝che begibt.
Sp├Ątestens um viertel vor sieben schwinden meine letzten HOffnungen. Jetzt ist n├Ąmlich auch unser J├╝ngster wachgeworden. Tobias kr├Ąht aus seinem Bettchen heraus, quietscht vergn├╝gt. Schlie├člich ist er mit seinen zehn Monaten auch schon ein kleiner Fr├╝haufsteher und begr├╝├čt jeden neuen Morgen voller Begeisterung.
Es n├╝tzt alles nichts! Seufzend erhebe ich mich aus meinem warmen, gem├╝tlichen Bett. Ade, du Langschl├Ąferzeit, sch├Ân war sie und kehrt nie wieder!
Ach, was soll┬┤s, schlie├člich ist Schwarzer Peter morgens um sieben ein echtes Erlebnis, und wie k├Ânnte man einen Tag sch├Âner beginnen, als umgeben von drei strahlenden, zufriedenen Kindergesichtern?
__________________
Der erste Schritt seinen Traum zu verwirklichen ist - aufzuwachen...

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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Monika M.

Ich habe die Geschichte angeklickt, weil bis jetzt noch niemand darauf geantwortet hat. Ich finde, Du hast die Familienidylle sehr plastisch und liebensw├╝rdig erz├Ąhlt.

Vielleicht eine Idee zu f├Ârmlich. So w├╝rde ich vorschlagen, Deinem Mann seinen Namen (oder einen erfundenen) in der Geschichte zu geben, so wie Du es bei den Kindern ja auch gemacht hast. Der erste Satz im zweiten Absatz ist so verschachtelt, da├č er dringend der Entwirrung bedarf. Ich musste ihn dreimal lesen, um zu verstehen. Das Wort 'etwa' h├Ątte durch 'wie' ersetzt werden m├╝ssen. Der Ausdruck einfaches P├Ąrchen ist ungl├╝cklich; wenn man Kinder hat wird man ja nicht zum doppelten P├Ąrchen <gr>. Schreib doch einfach kinderlos, anhanglos oder so ├Ąhnlich.

Der Rest ist sehr gut.
Herzliche Gr├╝sse
Intonia (m)
__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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diese

geschichte finde ich zum heulen sch├Ân. du bist nicht geplagt, sondern gesegnet, meine liebe. und obendrein ist es noch sehr angenehm, einen fehlerfreien text auf der ll zu lesen. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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Monika M.
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

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Danke

Ich wei├č, es ist ein gro├čes Gl├╝ck drei gesunde, herrlich laute und manchmal wilde Kinder zu haben. ├ťbrigens ist der J├╝ngste mitterweile fast sieben!! manchmal sehne ich ihre Babyzeiten zur├╝ck.... Die Zeit rast viel zu schnell...
__________________
Der erste Schritt seinen Traum zu verwirklichen ist - aufzuwachen...

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flammarion
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Registriert: Jan 2001

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oh,

ja, das kenn ich! oft hab ich mich zusammengerissen und nicht laut gesagt: "Was warst du doch f├╝r ein s├╝├čes Baby und jetzt . . ." sowas darf man nicht sagen, das schockiert die kinder. in wirklichkeit macht es n├Ąmlich spa├č, sie auf all ihren schritten - nur nicht zu nahe - zu begleiten. man kann eine ganze menge von den kindern lernen, sie gehen andere wege als man selbst. ich w├╝nsch dir noch alles gute mit den deinen, vor allem gesundheit. lg
__________________
Old Icke

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Yamiko
Guest
Registriert: Not Yet

ich denke, ein schloss ans kinderzimmr, aussen nat├╝rlich, w├╝rde viel helfen. schalldichte w├Ąnde gegen geschrei auch. oder vielleicht k├Ânnte man die kleinen nervk├Âpfe einfach abgeben? es gibt leute die m├Âgen sowas...

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