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Leselupe.de > Kurzprosa
Morpheus hat bestimmt auch gelacht
Eingestellt am 05. 02. 2005 19:30


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Alpha
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2004

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Es war in einem Flugzeug, oder in dem ĂŒberfĂŒllten Rumpf eines Bootes. Ich beobachtete drei Chinesen, die sich soeben an einem Tisch zusammen gefunden hatten. Sie wechselten keine SĂ€tze, schoben leere BlĂ€tter ĂŒber den Tisch, deren lange Seiten Schereneinschnitte aufwiesen. Doch ihre Art verriet zweifellos, dass sie sich ĂŒber etwas unterhielten, das niemand mitbekommen sollte.
Das GesprÀch war erstaunlich schnell zu Ende. Der Chinese erhob sich als erstes, er wirkte zÀh und unbeugsam und sein Gesicht, das hatte unweigerlich so einen schweigsamen und erhabenen Ausdruck - dass er mich ein wenig an einen Cowboy erinnerte.
Die eine Frau folgte ihm, sie hatte wohl einen europĂ€ischen Einschlag, sie war groß, mit auffĂ€llig weiblichen Rundungen und langem blonden Haar; Ich hĂ€tte sie wohl doch nicht als Chinesin bezeichnen sollen. Die andere Chinesin blieb sitzen, ihr schwarzes glĂ€nzendes Haar fiel glatt bis auf die Schultern, ihre Augen waren klein und scharf und beobachteten wohlwollend, wie der ZĂ€he und die Blonde zu einem Bett gingen. Beide hatten sich rasch entblĂ¶ĂŸt, nur den Cowboy habe ich noch sein staubiges Hemd vom drahtigen Oberkörper streifen sehen.
Sie waren schnell unter der Decke verschwunden. Wie clever, dachte ich. Es sollte nach bezahltem Beischlaf aussehen, obwohl sie doch nun in enger Zweisamkeit Geheimnisse austauschen konnten ohne, dass es jemandem auffallen wĂŒrde.
Mein Blick fiel auf ein anderes Bett, wo sich sehr wohl zwei Körper einander hingaben. Die Frau lag auf dem Bauch, ihr Gesicht konnte ich nicht sehen, was mir beim Anblick ihres Körpers aber als nebensĂ€chlich erschien. Sie war schlank, hatte - obwohl blond - eine Art sĂŒdlĂ€ndischen Teint, jedoch gerade so krĂ€ftig, dass ich nicht auf den Gedanken kĂ€me, sie besuche regelmĂ€ĂŸig das Solarium. Aber was mir am herrlichsten erschien - ihr Po. Nie hĂ€tte ich bei einer solch schlanken Frau einen solchen Po erwartet. Groß, rund, Ă€ußerst wohlgeformt fĂŒgte er sich dennoch harmonisch ins Ganze ... Ein wahnsinns Po, dachte ich, einer, der deine Definition von einem 'geilen Arsch' perfekt erfĂŒllen wĂŒrde. Ich wollte dich darauf ansprechen, dich ansehen und deine Stimmung in deinem Gesicht lesen, doch ich wartete. Ich wollte dein Schweigen abwarten, bis du mir aus eigenem Willen deine Sehnsucht mitteilen wĂŒrdest.
Ohne den Blick von dieser Szenerie gelöst zu haben, wandte ich mich wieder den beiden Liebenden zu. Erst da sah ich, dass die Liegende ihren RĂŒcken zu einem Hohlkreuz gespannt hatte, um den Po anzuheben, um so bestmöglichst das Zentrum ihrer Gier zugĂ€nglich zu machen. Und da - entdeckte ich den Mann. Es war nicht mehr als der Hinterkopf zu erkennen, so weit hatte er sich zwischen Schenkeln und Pobacken gegraben. Ich glaubte, ein wohlig tiefes Stöhnen aus ihrer Kehle dringen zu hören und konnte nur erahnen, wie sinnverloren sich beide dieser Sache ergeben haben mussten, um so freizĂŒgig und schamlos zu sein.
Ich wollte jetzt nicht mehr warten, bis du etwas sagst. Meine Erregung schnĂŒrte mir den Atem ab, als dass ich noch lĂ€nger hĂ€tte warten können. Und ich war mir sicher, dass das Verlangen dich ebenso gepackt hatte. "Schatz" wollte ich sagen, meine Bitte an dich richten, und drehte mich zur Rechten ...
Die Sonne fiel lachend durchs Fenster und schlug mir mitten ins Gesicht.
__________________
"Widme dich dem Klang meiner Kehle, wenn sie bricht; Es soll das letzte sein, was ich zu sagen habe" aus Wolf

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Denschie
Guest
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hallo alpha,
ich stehe ein bisschen auf dem schlauch nach dem
lesen deiner geschichte.
im ersten abschnitt habe ich das gefĂŒhl, dass der
protagonist sich einen film anschaut.
wie kommt er jedoch zu der folgenden information:

quote:
Wie clever, dachte ich. Es sollte nach bezahltem Beischlaf aussehen, obwohl sie doch nun in enger Zweisamkeit Geheimnisse austauschen konnten ohne, dass es jemandem auffallen wĂŒrde.
warum ist das wichtig? denn im weiteren verlauf habe
ich den eindruck, dass es um einen porno geht:
quote:
Mein Blick fiel auf ein anderes Bett, wo sich sehr wohl zwei Körper einander hingaben.
das sind doch jetzt andere leute, oder? und die vögeln
alle miteinander in einem raum, wobei das erste paar es
nur tut, um geheimnisse auszutauschen? ich verstehe es
nicht.
dann beobachtet er weiter und:
quote:
Und da - entdeckte ich den Mann. Es war nicht mehr als der Hinterkopf zu erkennen, so weit hatte er sich zwischen Schenkeln und Pobacken gegraben.
ist das ein bekannter? oder ist das ein drittes paar, das
ihm vorher entging?
schließlich komme ich am schluss nicht mit.
es kommt mir vor, als sei eine der darstellerinnen seine
frau und er hat es vorrĂŒbergehend vergessen, deshalb
dann auch am ende:
quote:
Die Sonne fiel lachend durchs Fenster und schlug mir mitten ins Gesicht.
ich weiß, dass es manchmal blöd ist, seine texte zu erklĂ€ren,
aber die geschichte macht mich neugierig, also frage ich
mal an. vielleicht hast du ja lust.
viele grĂŒĂŸe,
denschie

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Alpha
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Die Antwort ist banal: Das lyrische Ich gibt einen Traum in Echtzeit wieder. Und wer kennt sie nicht, das Komische und die Wirrheiten der TrÀume?
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San Martin
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Tut mir leid, aber das ist alles recht nichtssagend.. ein Traum, wenn als solcher dargestellt, kann durch Symbolik oder Ästethik bestechen. In deiner Geschichte findet sich keine Symbolik, kein Sinn (wie beim Traum zu erwarten war), und wenig Ästhetik... auf diese Art ist es leider nur ein Kuriosum, das mich in keiner Weise berĂŒhrt.
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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