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Leselupe.de > Kindergeschichten
Mr. Pappnase
Eingestellt am 01. 01. 2004 22:11


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piro
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Mr. Pappnase

Anna ist erst dreieinhalb und wohnt bei ihren Eltern in einer großen Villa. Ihr allerliebster Freund heißt Mr. Pappnase und wohnt in einem Schuhkarton direkt unter ihrem Bett. In den voll dramatischen Momenten des Lebens wird der bunte Clown mit Annas Sorgen überschüttet und weißt einfach alles über ihre geheimsten Wünsche und stillen Vorhaben. Annas Eltern haben einen schönen Garten mit einem großen Teich, der mit einem Gitter bedeckt ist, damit weder Anna noch einer ihrer Freunde hineinfallen.
Heute ist ein schöner Tag, die Sonne scheint und im Garten blühen schon sehr viele bunte Blumen. An solchen Tagen, wenn sich die Kinder nicht gerade gegenseitig besuchen, spielt Anna draußen im Sandkasten, der sich neben der Schaukel und einem kleinen, bunt bemalten Holzhäuschen befindet. Im Schatten des Obstbäumchens ist der Sand meistens noch etwas feuchter als an offenen Stellen des Sandkastens und lässt sich wunderbar zur verschiedenen Figuren formen. Am liebsten baut Anna Schlösser mit vielen Brücken, die vom Wasser, das sie in die umliegenden Gräben hineingießt unterspült werden. Das ärgert Anna sehr und sie überlegt, ob sie die Brücken und das Schloss nicht mit Steinen sichert. Ms. Pappnase sitzt wieder auf der Umrandung des Sandkastens und schaut Anna zu. Aufmerksam verfolgt er ihre Anstrengungen, die Bauten so stabil wie möglich zu machen. Währenddessen erzählt Anna enthusiastisch Geschichten über Ritter und Prinzessinnen, die ihr Papa zum Einschlafen sehr gerne vorliest. Aber heute will es mit dem Schloss nicht so recht klappen und Anna verliert sehr schnell die Geduld. „Komm Ms. Pappnase! Ich mag jetzt lieber spazieren gehen“. Sie nimmt ihren bunten Freund an die Hand und geht mit ihm an den Teich. „So, Mr. Pappnase! Schau hierher! Das Wasser ist hier sehr sehr tief. Man kann dort hineinfallen und ertrinken. Deshalb hat Papa dieses Gitter davor gemacht, damit wir da nicht hineinfallen. Verstehst du? Aber ich passe schon auf dich auf“. Anna setzt den Clown auf das Gitter und überlegt ein Weilchen, ob sie ihn kurz allein lassen kann, während sie ihren Teddy dazuholt. „Pass auf Mr. Pappnase!“ – sagt sie schließlich – „ich gehe jetzt ganz kurz weg, um den Teddy zu holen. Du brauchst keine Angst zu haben, ich bin gleich wieder da. Mach keine Dummheiten und bleib hier schön brav sitzen“. Sie lässt seinen Arm los und will gerade gehen, als Mr. Pappnase sein Gleichgewicht verliert und durch Gitter, welches für ihn viel zu groß ist ins Wasser fällt. „Mr. Pappnase! Papa!“ – Schreit Anna und rennt was das Zeug hält ins Haus. „Papa! Papa, wo bist du denn?“ – Schreit sie und läuft durch die vielen Zimmer. Annas Mama arbeitet in einer großen Firma, aber wo ist denn ihr Papa? Normalerweise kocht er um diese Zeit das Mittagessen. Aber jetzt hat er damit nicht mal angefangen. Aus der Küche kommen keine Düfte und es sieht dort noch sehr aufgeräumt aus. Anna hat keine Zeit mehr, ihn weiter zu suchen. Schließlich ist ein schrecklicher Unfall passiert und wie man sich in solchen Fällen verhält, weiß Anna ganz genau Bescheid. Mama hat ihr häufig erzählt, dass sie die Taste mit dem roten Punkt darauf drücken darf, wenn z.B. das Feuer zu Hause ausbricht oder jemand sehr krank geworden ist und dann alles, was passiert ist, der Person aus dem Telefonhörer erzählen soll, damit man einen Feuerwehr- oder Krankenwagen vorbeischicken kann. Anna beruhigt diese Idee unheimlich, weil sie weiß, dass sie jetzt auch ohne ihren Papa nicht ganz hilflos ist und bald eine großartige Hilfe für ihren Freund organisieren wird. Sie drückt die entsprechende Taste und schon bald erklingt aus dem Hörer eine Stimme. Anna ist sehr aufgeregt. Schließlich zählt jede Minute und es darf auf gar kein Fall zu lange dauern, sonst ertrinkt ihr bester Freund und sie muss ihn beerdigen. Wem erzählt sie dann ihre Sorgen, wem verrät sie ihre geheimsten Wünsche und bei wem heult sie sich denn aus, wenn ihre Eltern ihr unrecht angetan haben? Viele Fragen, die sie am liebsten noch gar nicht beantworten will, zumal ihr Freund noch halb oder vielleicht schon nur „noch halber“ am Leben ist. „Noch halber“ sagt Anna, wenn sie weniger als „halb“ meint. Sie sollte die Hoffnung aber noch nicht aufgeben. Nicht jetzt, wo doch ihr Freund auf die Hilfe wartet – denkt Anna. Das würde Mr. Pappnase umgekehrt auch nicht tun, wenn sie seine Hilfe mal bräuchte. „Hallo, ähm… ja, ich bin Anna und mein Freund liegt jetzt im Teich und meine Eltern sind nicht da und meine Mama hat erzählt, wenn ich auf die Taste mit dem roten Punkt drücke, dann kommt eine Stimme raus und ich soll der Stimme sagen, was passiert ist!“ – pausenlos schreit Anna in den Hörer hinein, als ob der Mensch an anderem Ende der Leitung taub wäre. Der Mann aus dem Hörer kann kein einziges Wort dazwischen quetschen, weil Annas Worte nur geradeso aus ihr sprudeln. „…und ich wohne Am Eichental 5“ – fällt Anna noch ein – „und ich heiße Braske, Anna Braske“ – fügt sie noch hinzu und legt auf, ohne auf die Bestätigung des Beamten zu warten, dass er alles richtig und vollständig verstanden hat. Aus dem Kellerraum neben dem Treppenhaus, wo die Kommode mit dem Telefonapparat steht, lassen sich leise Geräusche vernehmen, die immer lauter werden. Auf einmal geht die Tür auf und Annas Papa kommt zum Vorschein mit einem Säckchen Kartoffeln, einem Glas Gurken und buntem Gemüse in den Händen. „Oh Papa!“ brüllt Anna los. „Ich habe dich gesucht. Mein Mr. Pappnase ist in den Teich gefallen“. „So? Muss denn dein Mr. Pappnase ausgerechnet in unserem Teich baden?“ – versucht Annas Vater wie immer, in solchen Fällen, wie diesem humorvoll zu wirken. Aber für Anna ist seine Äußerung mehr als provozierend und sehr verletzend. Sie ist jetzt böse. Oh, und wie böse sie ist. Sie stampft mit ihren kleinen Füßchen auf den Boden, dass es nur so bebt im ganzen Haus und schreien tut sie auch noch „Ich hab mir das nicht ausgedacht, Papa! Mein Clown liegt unten im Teich und wird sterben und du machst hier nur Quatsch“. „Entschuldige Anna!“ – sagt Papa in etwas ernsterem Tonfall, weil er gleich bemerkt, wie offenbar schwer diese Worte seine Tochter getroffen haben. „Ich kümmere mich gleich um den Notfall“. „Das brauchst du gar nicht“ – sagt Anna ganz stolz auf ihre Leistung. „Ich habe die Taste gedrückt“ – und Anna zeigt auf das Telefon. Dem Vater sind die Kartoffel vor Schreck aus der Hand auf den Boden gefallen. „Anna!!!“ – Brüllt er los, dann geht es aber etwas leiser zu „Kind!“ und dann noch sanfter„Liebes, das darfst du nur in den Notfällen machen“. „Aber das ist doch ein Notfall“ –heult Anna los und fühlt sich ganz missverstanden. In dem Moment klingelt es schon an der Tür. Der Vater macht mit kreidebleichem Gesicht dem Notarzt die Tür auf. „Ich bitte vielmals um Entschuldigung!“ – versucht Herr Braske den peinlichen Vorfall zu entschuldigen. „Meine Tochter hat im Garten gespielt, während ich die Zutaten für das Mittagessen im Keller zusammen suchte. Und da musste es schon passiert sein. Sie bat sie um Hilfe, weil ihr Maskottchen in den Teich gefallen ist“. „Mein Freund!“ – Korrigiert Anna und macht eine einladende Geste in Richtung Garten. „Kommen Sie mit, schnell! Ich weiß nicht, wie lange er noch unter Wasser aushalten kann“ – ruft Anna dem Arzt zu und läuft so schnell sie kann in den Garten hinaus. Dem Arzt sind auch solche Fälle der kleinsten machtlosen Anrufer durchaus bekannt. Er reagiert darauf sehr gelassen und trotzdem nimmt er Annas Sorgen sehr ernst. Er holt den Mr. Pappnase aus dem Teich heraus und führt an ihm die Wiederbelebungsmaßnahmen durch. Dann verordnet er ihm Bettruhe und macht Anna darauf aufmerksam, in Zukunft besser auf ihn aufzupassen. „Anna“ – sagt Herr Doktor – „In Zukunft holst du lieber deine Eltern, wenn Mr. Pappnase etwas zustößt. Wir sind nur für Menschen da. Und ich kann nicht gleichzeitig einem Kind das Leben retten, wenn ich deinen Teddy rette.“ Anna versteht was Herr Doktor damit sagen will und ihre Bäckchen färben sich jetzt auf einmal rot „Ich werde nächstes Mal meinen Papa so lange suchen, bis ich ihn gefunden habe“- versichert Anna.

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hm.

eine sehr schöne geschichte. wenn sie stärker gegliedert wäre, würde das das lesevergnügen steigern. vor jedem neuen gedanken macht man einen absatz.
lg
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Old Icke

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flammarion
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hallo,

die geschichte gefällt mir so gut, dass ich mit m stift drübergegangen bin:
Mr. Pappnase

Anna ist erst dreieinhalb und wohnt bei ihren Eltern in einer großen Villa. Ihr allerliebster Freund heißt Mr. Pappnase und wohnt in einem Schuhkarton direkt unter ihrem Bett. In den voll dramatischen Momenten des Lebens wird der bunte Clown mit Annas Sorgen überschüttet und weißt weiß einfach alles über ihre geheimsten Wünsche und stillen Vorhaben. Annas Eltern haben einen schönen Garten mit einem großen Teich, der mit einem Gitter bedeckt ist, damit weder Anna noch einer ihrer Freunde hineinfallen.
Heute ist ein schöner Tag, die Sonne scheint und im Garten blühen schon sehr viele bunte Blumen. An solchen Tagen, wenn sich die Kinder nicht gerade gegenseitig besuchen, spielt Anna draußen im Sandkasten, der sich neben der Schaukel und einem kleinen, bunt bemalten Holzhäuschen befindet. Im Schatten des Obstbäumchens ist der Sand meistens noch etwas feuchter als an offenen Stellen des Sandkastens und lässt sich wunderbar zur verschiedenen Figuren formen.
Am liebsten baut Anna Schlösser mit vielen Brücken, die vom Wasser, das sie in die umliegenden Gräben hineingießt , unterspült werden. Das ärgert Anna sehr und sie überlegt, ob sie die Brücken und das Schloss nicht mit Steinen sichert.
Ms Mr. Pappnase sitzt wieder auf der Umrandung des Sandkastens und schaut Anna zu. Aufmerksam verfolgt er ihre Anstrengungen, die Bauten so stabil wie möglich zu machen. Währenddessen erzählt Anna enthusiastisch Geschichten über Ritter und Prinzessinnen, die ihr Papa zum Einschlafen sehr gerne vorliest.
Aber heute will es mit dem Schloss nicht so recht klappen und Anna verliert sehr schnell die Geduld. „Komm , Ms Mr. Pappnase! Ich mag jetzt lieber spazieren gehen“. Sie nimmt ihren bunten Freund an die Hand und geht mit ihm an den Teich. „So, Mr. Pappnase! Schau hierher! Das Wasser ist hier sehr , sehr tief. Man kann dort hineinfallen und ertrinken. Deshalb hat Papa dieses Gitter davor gemacht, damit wir da nicht hineinfallen. Verstehst du? Aber ich passe schon auf dich auf“. Anna setzt den Clown auf das Gitter und ĂĽberlegt ein Weilchen, ob sie ihn kurz allein lassen kann, während sie ihren Teddy dazuholt. „Pass auf , Mr. Pappnase!“ – sagt sie schlieĂźlich – „ich gehe jetzt ganz kurz weg, um den Teddy zu holen. Du brauchst keine Angst zu haben, ich bin gleich wieder da. Mach keine Dummheiten und bleib hier schön brav sitzen“.
Sie lässt seinen Arm los und will gerade gehen, als Mr. Pappnase sein Gleichgewicht verliert und durch das (einfĂĽgen) Gitter, welches fĂĽr ihn viel zu groĂź ist , ins Wasser fällt. „Mr. Pappnase! Papa!“ – Schreit Anna und rennt , was das Zeug hält , ins Haus. „Papa! Papa, wo bist du denn?“ – Schreit sie und läuft durch die vielen Zimmer.
Annas Mama arbeitet in einer großen Firma, aber wo ist denn ihr Papa? Normalerweise kocht er um diese Zeit das Mittagessen. Aber jetzt hat er damit nicht mal angefangen. Aus der Küche kommen keine Düfte und es sieht dort noch sehr aufgeräumt aus. Anna hat keine Zeit mehr, ihn weiter zu suchen. Schließlich ist ein schrecklicher Unfall passiert und wie man sich in solchen Fällen verhält, weiß Anna ganz genau Bescheid (überflüssig). Mama hat ihr häufig erzählt, dass sie die Taste mit dem roten Punkt darauf drücken darf, wenn z.B. das Feuer zu Hause ausbricht oder jemand sehr krank geworden ist und dann alles, was passiert ist, der Person aus dem Telefonhörer erzählen soll, damit man einen Feuerwehr- oder Krankenwagen vorbeischicken kann.
Anna beruhigt diese Idee unheimlich(eine unheimliche Beruhigung ist sehr sonderbar), weil sie weiß, dass sie jetzt auch ohne ihren Papa nicht ganz hilflos ist und bald eine großartige Hilfe für ihren Freund organisieren wird. Sie drückt die entsprechende Taste und schon bald (überflüssig) erklingt aus dem Hörer eine Stimme.
Anna ist sehr aufgeregt. SchlieĂźlich zählt jede Minute und es darf auf gar kein Fall zu lange dauern, sonst ertrinkt ihr bester Freund und sie muss ihn beerdigen. Wem erzählt sie dann ihre Sorgen, wem verrät sie ihre geheimsten WĂĽnsche und bei wem heult sie sich denn aus, wenn ihre Eltern ihr unrecht angetan haben? Viele Fragen, die sie am liebsten noch gar nicht beantworten will, zumal ihr Freund noch halb oder vielleicht schon nur „noch halber“ am Leben ist. „Noch halber“ sagt Anna, wenn sie weniger als „halb“ meint.
Sie sollte die Hoffnung aber noch nicht aufgeben. Nicht jetzt, wo doch ihr Freund auf die Hilfe wartet – denkt Anna. Das wĂĽrde Mr. Pappnase umgekehrt auch nicht tun, wenn sie seine Hilfe mal bräuchte. „Hallo, ähm… ja, ich bin Anna und mein Freund liegt jetzt im Teich und meine Eltern sind nicht da und meine Mama hat erzählt, wenn ich auf die Taste mit dem roten Punkt drĂĽcke, dann kommt eine Stimme raus und ich soll der Stimme sagen, was passiert ist!“ – pausenlos schreit Anna in den Hörer hinein, als ob der Mensch an anderem Ende der Leitung taub wäre. Der Mann aus dem Hörer kann kein einziges Wort dazwischen quetschen, weil Annas Worte nur geradeso aus ihr sprudeln.
„…und ich wohne Am Eichental 5“ – fällt Anna noch ein – „und ich heiĂźe Braske, Anna Braske“ – fĂĽgt sie noch hinzu und legt auf, ohne auf die Bestätigung des Beamten zu warten, dass er alles richtig und vollständig verstanden hat. Aus dem Kellerraum neben dem Treppenhaus, wo die Kommode mit dem Telefonapparat steht, lassen sich leise Geräusche vernehmen, die immer lauter werden. Auf einmal geht die TĂĽr auf und Annas Papa kommt zum Vorschein mit einem Säckchen Kartoffeln, einem Glas Gurken und buntem GemĂĽse in den Händen. „Oh Papa!“ brĂĽllt Anna los. „Ich habe dich gesucht. Mein Mr. Pappnase ist in den Teich gefallen“.
„So? Muss denn dein Mr. Pappnase ausgerechnet in unserem Teich baden?“ – versucht Annas Vater wie immer, in solchen Fällen, wie diesem humorvoll zu wirken. Aber fĂĽr Anna ist seine Ă„uĂźerung mehr als provozierend und sehr verletzend. Sie ist jetzt böse. Oh, und wie böse sie ist. Sie stampft mit ihren kleinen FĂĽĂźchen auf den Boden, dass es nur so bebt im ganzen Haus und schreien tut sie auch noch „Ich hab mir das nicht ausgedacht, Papa! Mein Clown liegt unten im Teich und wird sterben und du machst hier nur Quatsch“.
„Entschuldige , Anna!“ – sagt Papa in etwas ernsterem Tonfall, weil er gleich bemerkt, wie offenbar schwer diese Worte seine Tochter getroffen haben. „Ich kĂĽmmere mich gleich um den Notfall“.
„Das brauchst du gar nicht“ – sagt Anna ganz stolz auf ihre Leistung. „Ich habe die Taste gedrĂĽckt“ – und Anna zeigt auf das Telefon. Dem Vater sind die Kartoffel Kartoffeln vor Schreck aus der Hand auf den Boden (ĂĽberflĂĽssig) gefallen. „Anna!!!“ – BrĂĽllt er los, dann geht es aber etwas leiser zu „Kind!“ und dann noch sanfter„Liebes, das darfst du nur in den Notfällen machen“.
„Aber das ist doch ein Notfall“ –heult Anna los und fĂĽhlt sich ganz missverstanden. In dem Moment klingelt es schon an der TĂĽr. Der Vater macht mit kreidebleichem Gesicht dem Notarzt die TĂĽr auf. „Ich bitte vielmals um Entschuldigung!“ – versucht Herr Braske den peinlichen Vorfall zu entschuldigen. „Meine Tochter hat im Garten gespielt, während ich die Zutaten fĂĽr das Mittagessen im Keller zusammen suchte. Und da musste es schon passiert sein. Sie bat sie um Hilfe, weil ihr Maskottchen in den Teich gefallen ist“.
„Mein Freund!“ – Korrigiert Anna und macht eine einladende Geste in Richtung Garten. „Kommen Sie mit, schnell! Ich weiĂź nicht, wie lange er noch unter Wasser aushalten kann“ – ruft Anna dem Arzt zu und läuft so schnell sie kann in den Garten hinaus.
Dem Arzt sind auch solche Fälle der kleinsten machtlosen Anrufer durchaus bekannt. Er reagiert darauf sehr gelassen und trotzdem nimmt er Annas Sorgen sehr ernst. Er holt den Mr. Pappnase aus dem Teich heraus und fĂĽhrt an ihm die WiederbelebungsmaĂźnahmen durch. Dann verordnet er ihm Bettruhe und macht Anna darauf aufmerksam, in Zukunft besser auf ihn aufzupassen. „Anna“ – sagt Herr Doktor – „In Zukunft holst du lieber deine Eltern, wenn Mr. Pappnase etwas zustößt. Wir sind nur fĂĽr Menschen da. Und ich kann nicht gleichzeitig einem Kind das Leben retten, wenn ich deinen Teddy Clown rette.“ Anna versteht , was Herr Doktor damit sagen will und ihre Bäckchen färben sich jetzt auf einmal rot „Ich werde nächstes Mal meinen Papa so lange suchen, bis ich ihn gefunden habe“- versichert Anna.




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piro
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Hallo,

vielen Dank! Ich freue mich, dass du dir so viel Zeit genommen hast, um an meiner Geschichte zu pfeilen. Deinen Verbesserungsvorschlag sehe als eine Chance, mich zu verbessern. Wenn ich etwas Zeit gefunden habe, werde ich meine Geschichte korrigieren. Aber jetzt, lasse ich sie erstmal so stehen. Und dir, wĂĽnsche ich alles alles Gute. Danke!

Liebe GrĂĽĂźe
Piro

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flammarion
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hm,

es war mir ein vergnĂĽgen.
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