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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Muschi Muschi
Eingestellt am 30. 05. 2015 14:27


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Jo Phantasie
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Registriert: Jun 2013

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Vorwort

Es war damals eine animalisch wilde Zeit. Wir heizten uns gegenseitig ja auch noch auf. Niemand wusste genau, wo das Zeug jedes Mal herkam, aber wir hatten es. Die grĂŒnen, spĂ€ter dann die rosa eingefĂ€rbten runden Dinger, dazu Wodka, und wenn es ganz gut ausging, auch mal einen schottischen Eichenfassgelagerten. Tayo, unser afrikanischer „Medizinmann“, er besorgte das undefinierbare dunkelgrĂŒne Kraut. Melanie, unsere langbeinige „Soziotuss“, mit solchen Studiennamen betitelten wir uns gegenseitig, kam eines Freitagabends sogar mit diesen Pilzen daher.

Heute frage ich mich oft, wie wir das alles ĂŒberlebt hatten. Daniel, angehender „Mafiaanwalt“, war meistens zugedröhnt bis unmittelbar vor seine PrĂŒfungen, die er trotzdem immer mit Bravour bestand. Und dann gab es noch Sarah, unsere zweite „Gesundbeterin“, die sich noch nicht fĂŒr eine Richtung entschieden hatte: oben, unten, innen oder außen bei ihren zukĂŒnftigen Patienten. Federico, unser italienischer „KunstfĂ€lscher“, er war fĂŒr das richtige Ambiente, also die Locations, die dann nachts die unseren wurden, zustĂ€ndig.
Wir alle waren dem gleichen Rausch verfallen: Genießen zu wollen, was möglich war, Grenzen bis weit ĂŒber das Mögliche hinaus auszuloten, keine Minute der kostbaren Freizeit ohne durchgeknallte Befriedigung und Partyfeeling verstreichen zu lassen.

FĂŒr uns war es zu dem Zeitpunkt ein nie enden wollendes HochgefĂŒhl unserer heiß gelaufenen Sinne.


Muschi Muschi


Wenn Tayo seine Nase so in die Luft hielt, wie hier beim gemeinsamen FrĂŒhstĂŒck, dann wurden sofort alle wach, selbst wenn die durchzechte Nacht noch durch die Venen rauschte. Tayo hatte zweifelsohne einen perfide ausgeprĂ€gten Geruchssinn, anscheinend besonders sensibel fĂŒr das Wesentliche, als er mit bebenden NasenflĂŒgeln verkĂŒndete: „Brodelt in Muschi Muschis Muschi noch immer Ejakulat von diese italienische Cosa Nostra Bandit Federico!“

Helles Gekreische von den Frauen, Schenkelklopfen bei den MĂ€nnern! Das waren exakt diese schlĂŒpfrigen Details, die morgens unsere vernebelten Köpfe freipusten konnten. Muschi selbst war dabei unsere beflissenste Hardcore-Mitbewohnerin.
FĂŒr mich jedes Mal ein neues RĂ€tselraten, war sie tatsĂ€chlich die ahnungslose Landpomeranze oder verarschte sie uns die ganze Zeit nach Strich und Faden? Ihr Hentairöckchen verbarg ohnehin nur unzulĂ€nglich ihre glatt rasierte Fotze, in die sie vor aller Augen mit unschuldigen riesigen Kulleraugen soeben zwei Finger eingefĂŒhrt hatte: „Bitte Verzeihung! Muschi glauben, Spema kommen von Tayo senpai selbst persönlich. Schmecken nach Fisch und Tayo-senpai als Einzige gesten Fisch gegessen!“, kam dann von ihr ganz artig, mit genau den zwei besagten Fingern tief in ihrem Mund.

Unsere LachanfÀlle nahmen kein Ende. So langsam waren dann wohl auch die Letzten hellwach geworden.

Muschi Muschi heißt eigentlich Aoko Kiyoshi Hosogaya, aber wer kann das schon aussprechen, geschweige denn, sich merken? Tayos Familiennamen, der unten auf dem Briefkasten steht, den kennt hier auch niemand. Ich erinnerte mich dunkel, dass es etwas mit vier „s“ und vier „t“ sein mĂŒsste.

Vor etwa zwei Monaten war unser Journalist Brian ĂŒberraschend in die USA zurĂŒckbeordert und damit ein Zimmer in unserer Siebener-WG frei geworden. „Was ist mit dieser Japanerin? Wie sind hier schon drei Deutsche und sollten unsere WG ein wenig internationalisieren!“, Melanie musste, wie so oft, ihrer sozio-psychischen Ader freien Auslauf verschaffen.
„Si, si! Isch liebe diese Chinks! Die habe doch auch Muschi di traverso, also quer, oder?“, Federico ist nach mir das grĂ¶ĂŸte Schwein hier in der WG. Aber wir waren uns bald einig, die mit dem unaussprechlichen Namen musste es werden. Ich sollte sie anrufen, und das trotz des unauslöschlichen Bildes einer querliegenden Muschi in meinem Kopf.
Ihren Namen bekam sie genau in dem Moment, als wir alle zusammen vor dem Lautsprecher unseres Telefons laut und deutlich: „Moshi moshi!“, hören konnten.

Bis heute habe ich nicht herausgefunden, ob ihre Angaben zutreffend waren, ob sie sich alles nur ausgedacht hatte oder es einfach ein Trick war, um ihre innersten Triebe einmal ungestraft ausleben zu können. Ein vollstÀndig erfundenes Szenario ausgearbeitet zu haben, das hat ihr bis heute niemand zugetraut, so unschuldig und unbedarft war sie dahergekommen.

„Lebe ich in kleine Dorf auf Insel Hokkaido. Da ist alles noch wie vo hundet Jahe! MĂŒsse da Flauen auch imme das mache, was die MĂ€nna sagen. Is so da Tladition und mache auch alle Flaue so!“, bekamen wir als EinfĂŒhrung auf unsere Bitte, etwas aus ihrem Leben zu erzĂ€hlen. FĂŒr unseren Obermacho Daniel war das natĂŒrlich ein gefundenes Thema: „Was? Du meinst, in deinem Dorf haben die MĂ€nner das Sagen und die Frauen mĂŒssen nach deren Pfeife tanzen?“
„So ist es Daniel-senpai! Mann sagen, dann Flau machen. Immer nach Pfeife von Mann, so Tladition!“, kam es von ihr sehr ĂŒberzeugend. Auch Federico wurde jetzt hellhörig: „Muschi Muschi, alles? Macht Frau dann alles, was der Mann ihr sagt? Senza eccezione, ohne Ausnahme?“

War das jetzt wirklich ein unglÀubiger Blick von ihr oder nur gut geschauspielert?
„Bitte Verzeihung, Federico senpai. Ich doch sagen, niemals Ausnahme, imme mache alles!“ Daniel warf mir einen denkwĂŒrdigen Blick zu. Klar, Anwalt! Er dachte dabei wahrscheinlich an ein Kreuzverhör mit Demonstration der UnglaubwĂŒrdigkeit einer Zeugin. Einen Hang zum Sexistischen hatte wir ja immer schon gehabt, als er dann siegesbewusst forderte: „Dann mal los, Muschi Muschi, blas mir einen! Hier und sofort!“
Etwas unsicher war ihr Blick schon: „Daniel-senpai wollen blow job von Muschi Muschi?“
Wenn das mit dem Gehorsam stimmen wĂŒrde, sollte ein heftiges Nicken ja wohl reichen, schien in Daniels Kopf vor sich zu gehen.

Tja, Pech gehabt. Die Zeugin ist 100 Prozent glaubwĂŒrdig! Sogar unsere beiden anderen Frauen schauten leicht irritiert, als sie ihm etwas umstĂ€ndlich die Hose aufknöpfte, die Unterhose herunterzog und dann ohne zu zögern seinen vor Überraschung noch schlappen Pimmel in den Mund fĂŒhrte.

Das wurde der Startpunkt unseres rastlosen und ungezĂŒgelten Sexlebens in unserer WG. Muschi Muschi wurde von Schwanz zu Schwanz weitergereicht und musste sich jeden Morgen erneut klar darĂŒber werden, in wessen Bett sie eigentlich aufgewacht war. Dabei fanden wir sie allesamt noch nicht einmal so richtig sexy. Sie war klein, wie viele Japanerinnen, fĂŒr ihre GrĂ¶ĂŸe aber etwas zu krĂ€ftig. Alle ethnischen Beleidigungen möge man mir verzeihen, aber wir sahen es nun mal so. Ihre leicht krummen und kurzen Beinen waren auch nicht so richtig prickelnd und ihre Titten so im Bereich einer zwölfjĂ€hrigen angesiedelt. Ihr Kopf war zu rund, die Haare zu kurz! Sie war also niemals eine richtig scharfe Braut. Das Einzige, was an ihr stimmte, waren ihre ĂŒbergroßen dunkelbraunen Kulleraugen, die tatsĂ€chlich etwas an diese Manga Figuren erinnerten. Aber das alles wĂŒrden wir noch besser hinbekommen. Man könnte sie ja schließlich noch etwas aufpimpen!




Ein richtig geiles Hentai-Outfit war angesagt!

Hentai-Pornos im Internet zu wĂ€lzen ist eine interessante Angelegenheit, solche Klamotten dann noch in Onlineshops zu finden, eine andere. Ihr wurden Strapse mit weißen NetzstrĂŒmpfen und RĂŒschenkante unter einem dunkelblauen Faltenminirock verordnet. Ein Höschen wurde von uns MĂ€nnern in der abendlichen Abstimmung als „zu belastend“ verworfen. Dann sollten es pinke Turnschuhe sein, und damit ihre Titten etwas in Form gebracht werden konnten, eine richtige BĂŒstenhebe unter einer transparenten weißen Bluse, nabelfrei gebunden natĂŒrlich. Damit sah sie dann schon etwas authentischer und aufregender aus. Muschi Muschi bekam die Anweisung, sich ausschließlich in diesem Outfit in unserem Haus bewegen zu dĂŒrfen.

Niemals hĂ€tte ich gedacht, dass Tayo der Erste mit Gewissensbissen sein wĂŒrde. Aber Muschi Muschi fegte alle Bedenken, auch die unserer beiden anderen Frauen beiseite: „Ist das glösste EfĂŒllung fĂŒr Flau, wenn sie MĂ€nner können machen glĂŒcklich. Bitte nicht wegnehmen mein glösste GlĂŒck!“

Weitere Bedenken der Frauen verflogen recht zĂŒgig, nachdem Sarah dann als Erste drangekommen war: „Muschi Muschi, du leckst jetzt einmal superschön Sarahs Fotze. Aber deine Zunge schön tief reinstecken und ihre Knospe richtig schlĂŒrfen. Sofort!“ Sarahs Abwehr war nur schwach, als Muschis Kopf drei Sekunden spĂ€ter unter ihrem Rock verschwunden war. Melanie giggelte noch lange albern herum, bekam jedoch durch Muschis Zunge richtig rote BĂ€ckchen. Ihre weit aufgerissenen Augen kamen erst spĂ€ter, eigentlich genau zu dem Zeitpunkt, als Federico seinen Schwanz dann zeitgleich in Muschis versenkte.

Kommune eins, Uschi Obermaier, Langhans, von Melanie immer als die Vorreiter der sexuellen Revolution angehimmelt, fĂŒr uns waren das nur Namen aus grauen Vorzeiten. Nach den ersten Internetrecherchen ĂŒber die damaligen VerhĂ€ltnisse war unser Urteil vernichtend: „Alles Babykacke, im Vergleich zu dem, was wir hier durchfĂŒhren!“
Der sexuelle Mensch als solches wurde von uns befreit. Nicht, dass Sarah und Melanie prinzipiell prĂŒde gewesen wĂ€ren, wir hatten sie auch vorher alle schon gehabt. Es wĂ€re dieser verbliebene Rest des spießigen KleinbĂŒrgertums, wie Daniel uns glaubhaft versicherte, den wir abwerfen sollten. Und wir alle glaubten ihm nur zu gerne! Unsere Frauen sahen irgendwann auch ausschließlich Vorteile darin, ihre letzte Hemmungen bei unserer MĂ©nage-Ă -sept abzulegen.

Es wurden die sieben Monate unseres Leben, die sich bei uns allen unauslöschlich einbrennen sollten.

Nachdem Muschi Muschi bei ihrem ersten „Freigang“ im MangakostĂŒm fĂŒr großes Aufsehen gesorgt hatte, wollten wir ihr in nichts nachstehen. Wie auf ein unbekanntes Ziel ausgerichtet, uns gegenseitig hochpuschend und ĂŒbertreffend, verĂ€nderten wir langsam aber unaufhaltsam zuerst unser Outfit, dann auch unser Aussehen.
Waren es zuerst einfacher schwarzer Lippenstift bei Melanie und perlmuttfarbener bei Sarah, so experimentierten sie bald mit Haarfarben, Piercings und sehr knappen Röckchen. Muschi Muschi bekam ihr drittes Mangaoutfit und Melanie und Sarah die ultimativ heiße Stilberatung durch unseren comicerfahrenen Kunststudenten Federico. Wir MĂ€nner ernteten bewundernde Blicke, wenn wir sie so ausstaffiert abends in unseren Al Capone AnzĂŒgen, mit Weste, Seidenbinder und Gamaschen in den Tanzpalast zu unserer reservierten Lounge fĂŒhrten. GrĂŒne und pinke Pillen, schwarzgrĂŒnes Kraut und Johnnie Walker Green Label, fĂŒr alles war gesorgt!

Wir waren die Attraktion, suhlten uns in unserem VIP-Status, der uns letztendlich arrogant, angreifbar und verletzlich machen musste. Klar stand es nur uns zu, Muschi Muschi auf der TanzflĂ€che unter ihr Faltenröckchen greifen zu dĂŒrfen! SelbstverstĂ€ndlich fĂŒhrten wir unsere Frauen mit festen HĂ€nden auf ihren Arschbacken dorthin, wo wir sie hinhaben wollten!
Tayos erste SchlĂ€gerei hĂ€tte uns eine Warnung sein sollen, es nicht zu ĂŒbertreiben. Sicherlich waren auch Alkohol und Drogen im Spiel gewesen, bei ihm, aber auch bei den notgeilen JĂŒnglingen mit den steilen Frisuren. Diese Platzhirsche aus der zweiten Reihe, die ihre Brunst irgendwann nicht mehr beherrschen konnten und Muschi Muschi natĂŒrlich auch anfassen wollten. Insbesondere dort, wo ihr Höschen einladend fehlte!

Eine etwas angeschwollene Lippe bei Tayo und Federicos aufgeplatzter Handknöchel hielt uns nicht davon ab, unsere PlÀne noch exzessiver zu gestalten. Ihre AttraktivitÀt, diese immergeilen Augen auf unsere MÀdels, verbunden mit unsicheren Blicken, ob unter unseren ausgebeulten Westen nicht tatsÀchlich eine SIG Sauer verborgen sein könnte, wir badeten regelrecht in dieser AtmosphÀre.

Muschi Muschi wurde zu unserer Geheimwaffe. Tayos Aufenthaltserlaubnis befand sich in einem kritischen Schwebezustand. Das jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt, ab dem Muschi Muschi bei seinem Sachbearbeiter in der AuslÀnderbehörde nachgefragt hatte, ob er ihr den Slip, den sie versehentlich dort vergessen hÀtte, bitte von der Herrentoilette holen könne.
„Sehen Sie, habe ganz kalt da unten!“, ihre blanke Fotze prĂ€sentieren und unter seinen Schreibtisch krabbeln war bei Muschi schon fast ein Bewegungsablauf!

Melanies PrĂŒfungsergebnis wurde um zwei Noten verbessert, nachdem wir ihren Fachbereichsleiter in unsere VIP-Lounge eingeladen hatten. Soziologen sind ja so experimentierfreudig, dass sie sich nur bedingt wundern, morgens im Bett, eng umschlungen von Muschi Muschi auf der linken und Melanie auf der rechten Seite, aufzuwachen. Aber sie haben einen Hang zur altmodischen Dankbarkeit, oder war es verborgenes Schuldbewusstsein? Jedenfalls hatte Melanie das völlig unverdiente „sehr gut“ ohne weiteren Kommentar gerne angenommen.

Unser Hang zu Übertreibungen, zur irrsinnigen Maßlosigkeit mit der damit verbundenen Eitelkeit, unbesiegbar sein zu mĂŒssen, das zu bemerken wĂ€re natĂŒrlich Melanies Aufgabe als „Soziotante“ gewesen. Niemand von uns hatte jedoch auch nur im Entferntesten darĂŒber nachgedacht, dass wir bereits weit ĂŒber unser Ziel, eine gesteigerte Lebensfreude, hinausgeschossen waren.

Letztendlich ging dann alles mit den Ereignissen um Professor KiesmĂŒller zu Ende. Daniel stand mit seinem Jurastudium kurz vor dem Staatsexamen. Stolz prĂ€sentierte er uns seine Bestnoten, bis eben auf den Part „Familienrecht“. Ausgerechnet Familienrecht, das hĂ€tte uns zu denken geben mĂŒssen!

Dieser Professor KiesmĂŒller war einfach eine Spaßbremse. Daniels Einladung in unsere Lounge hatte er zuerst belustigt, dann entrĂŒstet und provokant abgelehnt: „Vielen Dank, aber ich bin nun mal ein Familienmensch! Meine Frau und meine drei Kinder bedeuten mir alles. Neben der UniversitĂ€t gibt es nĂ€mlich auch noch ein richtiges Leben: das der Liebe, der Zuneigung und des Vertrauens. Wenn Sie das einmal verinnerlicht haben, werden Sie wie von selbst die Grundidee eines vernĂŒnftigen Familienrechts erkennen können. Davon sind Sie anscheinend meilenweit entfernt!“
Daniel bekam seinen ersten Wutanfall und wir mussten komplett umplanen. Niederlage und Aufgabe, beides kam fĂŒr uns Unbesiegbare natĂŒrlich nicht infrage.
Daniel dagegen sprach von Rache!

Muschi Muschi bekam eine sehr biedere japanische Schuluniform sowie einen Termin bei KiesmĂŒller verpasst! „Mama und Papa wollen, dass ich unbedingt intenationales Lecht in Deutschland studielen soll! Ich niemals wolle enttĂ€uschen Elten, wo nun alleine in Dorf mit viel Albeit leben. Aber ist alles so schwielich in Deutschland! Möchte ich flagen, ob Sie helfen können, zulechtzufinden? Sonst ich wede zurĂŒck nach Hokkaido gehen und auf Bauenhof von Papa albeiten!“, ihren Spruch, verbunden mit dem perfekten Augenaufschlag, Melanie hatte extra noch lange Wimpern fĂŒr Muschi besorgt, das hatten wir abends johlend und schenkelklopfend lange eingeĂŒbt!

Als vermeintliche Nachbarin hatte Melanie dann seine Frau angerufen: Sie hĂ€tte ihr Postpaket angenommen. Warum denn niemand geöffnet hĂ€tte, schließlich wĂ€re doch soeben ihr Mann mit einem jungen MĂ€dchen in das Haus gegangen? Seine Frau erwischte die beiden dann in flagranti und splitternackt genau in dem Moment, als er laut stöhnend in Muschi Muschis Mund und auf ihr Gesicht ejakuliert hatte.

Daniel hatte anfangs seine Rache ausgiebig genossen. Wir waren ja auch Augenzeugen, wie sie zuerst seine Klamotten, eigentlich musste es wohl der gesamte Kleiderschrank gewesen sein, vom obersten Stock auf den BĂŒrgersteig geworfen hatte. Es folgten dann noch seine BĂŒcher, Unterlagen, der gesamte Schreibtischinhalt einschließlich eines Großformatbildes seiner Familie. Muschi kam dann irgendwann wie eine ferngesteuerte Schlafwandlerin aus dem Haus, wenig spĂ€ter gefolgt von KiesmĂŒller im Bademantel, der geistesabwesend in seinem Fundus auf dem BĂŒrgersteig herumstocherte. Dann hatte er sich doch entschlossen, seinen Kopf mit den HĂ€nden abstĂŒtzend, sich einfach auf dem BĂŒrgersteig danebenzusetzen.

Am Abend wurde wenig geredet und ich sah Muschi zum ersten Mal weinen. Tayo brachte es auf den Punkt: „Familie auseinanderbringen, keine gute Tat! War schlecht, böse war das!“
Muschis TrĂ€nenfluss verstĂ€rkte sich zwei Tage spĂ€ter noch, als wir von KiesmĂŒllers erfolglosem Selbstmordversuch gehört hatten. Vorlesungen, Job, er hatte wohl alles hingeschmissen und sich von einer BrĂŒcke in den Fluss gestĂŒrzt, aus dem er jedoch gerettet worden war.
„Kann ich nicht mit leben, will ich dann auch steben!“ hörten wir zwischen ihren WeinkrĂ€mpfen. Ich versuchte, Muschi zu trösten: Er habe sich das Ganze ja schließlich selbst eingebrockt und solle gefĂ€lligst zu seinem Fehltritt wie ein richtiger Mann stehen.

Mich persönlich hat am meisten getroffen, dass sich Muschi nicht von mir verabschiedet hatte, als sie drei Tage spĂ€ter ohne ein einziges Wort zu verlieren nach Japan zurĂŒckgeflogen war. Die gedrĂŒckte Stimmung schlug uns allen auf das GemĂŒt. Sie war unsere Seele gewesen, ein Katalysator fĂŒr unser besonderes Leben, von dem jetzt niemand mehr etwas wissen wollte.
Als Melanie und Daniel dann zwei Monate spĂ€ter ihre Examina in der Tasche hatten, löste sich unsere WG komplett auf. Wir konnten uns ohnehin nicht mehr in die Augen sehen, als wir erfuhren, dass KiesmĂŒller die ganzen zwei Monate nicht mehr seine Einzimmerwohnung verlassen hatte.


Nachtrag

Daniel ist in eine angesehene Anwaltskanzlei eingetreten. Sein Spezialgebiet ist das Familienrecht. Er wĂ€re jemand, der dieses Thema „Àußerst behutsam“ und fĂŒr beide Parteien „angemessen“ angehen wĂŒrde, habe ich ĂŒber ihn gehört. Sarah und Tayo haben ihr Medizinstudium ebenfalls abgeschlossen. Sie ist in Oslo an einer Klinik angestellt. Die Konditionen wĂ€ren dort optimal, hatte sie mir geschrieben. Tayo arbeitet zurzeit voller Enthusiasmus fĂŒr „Ärzte ohne Grenzen“.
Die Berufsaussichten fĂŒr Melanie sahen nach ihrem mittelmĂ€ĂŸigen Abschluss nicht sehr rosig aus. Sie ist jetzt mit Federico zusammen in Florenz, dort haben sie eine kleine Kunstgalerie eröffnet.

Mir geht es nicht besonders gut ...

Das konnte doch nicht sein! Wie ein Blitzeinschlag aus heiterem Himmel hatte es mich getroffen, als ich sie gesehen hatte: „Muschi Muschi, bist du das? Hier, ich bin hiiiiier!“
Völlig ungewohnt in Jeans und Pulli kam sie auf mich zugerannt, fiel mir um den Hals, blieb dort hĂ€ngen und kĂŒsste ĂŒberall im Gesicht meine FreudentrĂ€nen weg.

Sie hatte es nicht sehr lange in Hokkaido ausgehalten, dort lange geweint und sich schwere VorwĂŒrfe gemacht. Als einzige Lösung war ihr der Flug zurĂŒck nach Deutschland immer wieder durch den Kopf gegangen. Zwei Tage und NĂ€chte hĂ€tte sie im Treppenhaus leise schluchzend vor seiner TĂŒr gesessen.
Dann endlich hÀtte er geöffnet.

Vor zwei Monaten war seine Scheidung offiziell geworden. Er hatte alle Bedingungen seiner Frau ohne einen einzigen Widerspruch akzeptiert. Jetzt sind Muschi Muschi und er verheiratet und sie wĂ€ren sehr sehr glĂŒcklich.

Ich weiß genau, dass sie eine gute Ehefrau ist und wenn einer sie verdient hat, dann ja wohl er.
In der Gewissheit, dass sich so manches im Leben doch noch zum Guten wenden kann, werde ich es dann sicherlich auch bald schaffen, meine Depressionen zu ĂŒberwinden.


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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein

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