Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92203
Momentan online:
394 Gäste und 17 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Mut zur SMS
Eingestellt am 12. 03. 2004 22:08


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Kerstin JĂ€ckel
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 22
Kommentare: 29
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Kerstin JĂ€ckel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Mut zur SMS

Mut zur SMS

Herr Scholz betrat langsamen Schrittes das Lehrerzimmer. Gerade begann die dritte Stunde und damit die erste seiner zwei Freistunden und vor allem Zeit, die Englischarbeiten der Zwölfer zu korrigieren. Gestern Abend war er einfach zu mĂŒde und hatte sich nach den ersten Klausuren großzĂŒgig die Frist auf heute verlĂ€ngert.
Ein Festival der Schusselfehler hatte seinen roten Federhalter ĂŒber das Papier tanzen lassen.
Und dabei liebte er doch die leisen Melodien, die seine Augen ruhig ĂŒber der Schrift hin und her schwingen ließen und seiner Feder, in harmonischem Rhythmus, einen feinen Schwung am Ende jeder Zeile gestatteten. Doch dieses VergnĂŒgen war leider eher selten.
Und bei der RĂŒckgabe wĂŒrden sie ihn wieder so enttĂ€uscht ansehen, als hĂ€tte er die Fehler in ihre Meisterwerke hineingezaubert. Er mochte diesen Augenblick nicht. Hatte ihn nie gemocht.
Wo waren sie aber auch nur dauernd mit ihren Gedanken?

Gewohnt und unbemerkt hatte er sich, wie immer, an den Platz gesetzt, der ihm nun seit beinahe 30 Jahren, ohne Absprache oder Schild, zugewiesen zu sein schien. Niemals hÀtte ein Kollege ihn in Anspruch genommen und selbst Referendare oder Praxisstudenten wussten auf unbegreifliche Weise sofort, dass dieser Stuhl reserviert ist.
Er registrierte nicht einmal, dass er keinen prĂŒfenden Blick fĂŒr seinen Platz mehr erĂŒbrigte, wenn er ins Lehrerzimmer kam.
Mit einem unhörbaren Stöhnen hob er die alte schwere Ledertasche auf seinen Schoß, um die sorgsam in einem braunen Umschlag zusammengefassten Klausuren herauszunehmen.
Erst jetzt nahm er, fast ĂŒberrascht, seine Umgebung wahr. Einige seiner Kollegen hatten auch frei und unterhielten sich ausgelassen fröhlich mit dem Referendar, der seit reichlich drei Wochen an dieser Schule war. Herr Scholz sah sein breites Grienen und lĂ€chelte unwillkĂŒrlich. Im Gegensatz zu vielen seiner VorgĂ€nger war dieser ein ganz aufgeweckter, pfiffiger Bursche, dem der Schalk aus allen Knopflöchern lachte. „Die SchĂŒler werden ihn mögen“, schoss es ihm durch den Kopf.

„Die saßen in der Kneipe, alle vor ihrem Bier, das schon völlig schal aussah. FĂŒnf von ihnen telefonierten und die restlichen Zwei tippten eifrig und endlos an wer weiß wie vielen SMS“, erzĂ€hlte er gerade lachend, „So ging das bestimmt eine halbe Stunde lang. An diesem Tisch klingelte es stĂ€ndig. War jemand doch einmal einen Augenblick lang nicht mit seinem Handy beschĂ€ftigt, so konnte man darauf wetten, dass er lĂ€ngst wieder einen Anruf hatte, bevor ein anderer ihm zu einem GesprĂ€ch zur VerfĂŒgung gestanden hĂ€tte.“
„Ja“, amĂŒsierte sich Herr Boker, ein Biologielehrer, den auch nur noch zwei Abiturstufen von der Pensionierung trennten, „die Zeiten haben sich geĂ€ndert. FrĂŒher haben die Wirte verdient, heute bieten sie nur noch die Arena, in der sich die Telekom austoben kann.“
„Allerdings kassieren die bei mir auch nicht gerade bescheiden“, gab er verschmitzt zu.

„Schon verrĂŒckt“, lachte der Referendar wieder, „Ich habe mich gefragt, wozu sie sich ĂŒberhaupt getroffen haben? In dieser Stunde haben sie keine fĂŒnf SĂ€tze miteinander gewechselt, aber fĂŒr alle schien das völlig in Ordnung zu sein. Keiner sah unzufrieden oder gar enttĂ€uscht aus.“
Herr Scholz konnte ein nachdenkliches LĂ€cheln nicht unterdrĂŒcken.
Wie oft sah er seine SchĂŒler in den Pausen genau so zusammenstehen. Und so manches Mal ertappte er sich bei dem Gedanken, wie gern er wĂŒsste, was sie sich da wohl stĂ€ndig, so eifrig und ganz und gar versunken, mit diesen winzigen Tasten mitzuteilen hĂ€tten.
Er hatte sie auch vor einiger Zeit mal in der Pause danach gefragt. Sie grienten großspurig, aber es schien, als wĂŒssten sie darauf selbst keine Antwort: „Och, eigentlich nix Besonderes. So alles mögliche. Ist eben einfach ein `Hi, ich habe gerade an dich gedacht!ÂŽ “ Und mit diesen Worten wandten sie sich fast verschĂ€mt wieder ihren Handys zu, die schon nachdrĂŒcklich piepten.
FrĂ€ulein MĂŒller bestĂ€tigte belustigt, „Genau! Ich frage mich auch, was wohl die Eltern zu ihren Telefonrechnungen sagen. WĂ€hrend meiner S-Bahnfahrt hierher, die wirklich nur 10 Minuten dauert, bringen manche Jugendliche es tatsĂ€chlich fertig, mindestens drei oder vier Nachrichten hin und her zu schicken. Was das kostet!“ Und etwas schadenfroh, wie ihm schien, fĂŒgte sie noch hinzu “Na, mein Geld ist es ja nicht!“

Der Unterton seiner Kollegin ließ ihn aufmerken. Sollte sie als junge PĂ€dagogin die SchĂŒler nicht besser verstehen können? Es lag doch nicht einmal eine Generation zwischen ihnen. Er betrachtet ihr Gesicht genauer, sah die deutlichen und strengen Falten zwischen ihren Augen auf der Stirn und fragte sich im Stillen, was ihr wohl so frĂŒh die ihren Jahren entsprechende Leichtigkeit hatte nehmen können.
Nun beteiligte sich auch eine andere junge Kollegin interessiert am GesprĂ€ch. Sie wies auf ihren doch schon ansehnlichen Bauch, der daran erinnerte, dass sie bereits in wenigen Wochen ihren Mutterschaftsurlaub antreten wĂŒrde, und sagte mit entschiedener Stimme „Also mein Kind wird erst mit 15 Jahren ein Handy bekommen und dann mit so einer PayCard. Da kommt am Anfang des Monats ein fester Betrag drauf. Und wenn das nicht reicht, muss es die Karte vom Taschengeld auffĂŒllen. So einen Unsinn, wie er hier bei den SchĂŒlern lĂ€uft, fange ich gar nicht erst an.“
Ganz erstaunt hob Herr Scholz den Blick von der ersten Klausur, auf die er sich nun gerade zu konzentrieren versucht hatte. Erwartete Frau Becker nicht gerade ihr erstes Kind?
Verwirrt betrachtete er ihre weichen GesichtszĂŒge und ihr selbstverstĂ€ndliches LĂ€cheln.
„So klar und langfristig liegen die Planungen fĂŒr ein neues Leben fest, bevor es auch nur das Licht dieser Erde erblickt hat?“, dachte er verblĂŒfft. „Sollten nicht erst einmal die ersten Strampelhöschen auf dem Kinderbettchen zurechtgelegt werden, die BĂŒcher zum Vorlesen ausgesucht und die Erinnerungen fĂŒr die Gute-Nacht-Lieder aufgefrischt werden?“ UnwillkĂŒrlich lĂ€chelte er, „Du meine GĂŒte, bis dieses Menschlein 15 Jahre alt ist, werden den Kindern die Handys am OhrlĂ€ppchen angebracht oder werden als Haarspange direkt ans Gehirn angekoppelt. Boker könnte mir da sicher einiges erzĂ€hlen.“
Inzwischen war er dem GesprÀch der Kollegen schon eine Weile nicht mehr gefolgt und wandte sich nun fast erleichtert wieder dem vor ihm liegenden Blatt zu.
Doch kaum war es ihm gelungen, wenigstens eine halbe Seite der ersten Klausur durchzusehen, die zu seinem Ärger bereits 7 Fehler aufwies, obwohl ja noch zwei komplette Seiten fĂŒr seine PrĂŒfung ausstanden, da klingelte mit einem ziemlich aufdringlich lauten Ton ein Handy ganz in seiner NĂ€he.
Er schreckte hoch und vernahm erstaunt das amĂŒsierte laute Lachen seiner Kollegen. „Ja, ja, da wissen wir also endlich, woher unsere SchĂŒler ihre Handybegeisterung haben!“, kicherte Frau Becker und die anderen stimmten gleich noch einmal in ihr Lachen ein. Herr Scholz verstand die Blicke seiner Kollegen, die sich alle belustigt auf ihn richteten, als Aufforderung, in ihren Spaß mit einzustimmen und sah sich neugierig nach dem EmpfĂ€nger des Anrufs um. Doch niemand hielt ein Telefon in der Hand. In diesem Moment entdeckte er ein Leuchten aus seiner, neben ihm unter dem Tisch stehenden, offenen Tasche, und spĂŒrte, wie ihm diese Beobachtung die Röte ins Gesicht trieb. Sein eigenes Handy? Wer könnte denn das nur sein? Etwas umstĂ€ndlich und sichtlich verlegen fingerte er das GerĂ€t unter dem Tisch aus der Tasche hervor. Seine Kollegen bemerkten wohl, wie peinlich ihm die Situation war, und wandten sich nun der gerade in den Raum kommenden Frau Schmidler zu, die sie sogleich, nicht ohne ein verbleibendes amĂŒsiertes LĂ€cheln um den Mund, ĂŒber ihr aktuelles GesprĂ€chsthema aufklĂ€rten. Sie war eine langjĂ€hrige PĂ€dagogin, die ĂŒber viel Erfahrung und ausgeprĂ€gte Strenge verfĂŒgte. Sofort verfinsterte sich die Miene von Frau Schmidtler:
„Ich wĂŒrde Handys an den Schulen generell verbieten. Wie sollen sich die SchĂŒler auf die kommende Stunde konzentrieren, wenn sie nur diese Dinger im Kopf haben?
Und zum Betrug in Klausuren fordern die doch förmlich auf. Man ist ja nur noch auf der Hut vor diesem technischen Firlefanz“

Herr Scholz war inzwischen auf seinem Stuhl etwas tiefer gerutscht und hielt das Telefon fast unter dem Tisch, als er die kleine seitliche Taste drĂŒckte, mit der sich die angekommene Nachricht lesen ließ.
„Hallo Opa, bin in Not: Was heißt: serene ? Bitte dringend! H“
Vor VerblĂŒffung verstand er kein Wort. Das war von Hannes? Vielleicht hatte sich auch jemand in der Nummer vertan. Was sollte das? Er konnte sich keinen Reim darauf machen und tippte noch einmal auf „Lesen“.
„Hallo Opa, bin in Not: Was heißt: serene ? Bitte dringend! H“
Nein, nein am Ende „H.“? Es musste schon Hannes sein.
Doch plötzlich begriff er: “Ja natĂŒrlich, heute ist in den 10. Klassen die Zentralklausur Englisch.“ Er schĂŒttelte entrĂŒstet den Kopf, „So ein Bursche!“
Na, so weit kĂ€me es noch, dass er einen elektronischen Spickzettel liefern wĂŒrde. Wie konnte Hannes nur glauben, dass er, als Lehrer, ihm beim Schummeln helfen wĂŒrde?

„Also in unseren Zeiten gab es so etwas nicht! Man fragt sich doch manchmal, wo sie ihren Verstand haben“, hörte er Frau Schmidtler sich empören.

„Gab es nicht?“, fragte er sich da zweifelnd, ohne zu wissen, worauf sich ihr Ausspruch eigentlich bezogen hatte.
„Na ja, sicher nicht mit den heutigen Mitteln. NatĂŒrlich nicht. Aber macht das wirklich einen Unterschied zu den heutigen Streichen und dem verstĂ€ndnislosen KopfschĂŒtteln der jetzt Erwachsenen?“
UnwillkĂŒrlich spĂŒrte er den eisernen Griff des Vaters in seinem Genick. Er fĂŒhlte wieder den Schmerz und Schreck, als der seinen Kopf hart und wĂŒtend in Richtung des mĂŒhsam humpelnden Huhns drehte, dem er, gemeinsam mit seinem Freund Wolfgang, ein Bein abgeschossen hatte.
Er fuhr sich mit der rechten Hand massierend ĂŒber den Nacken.
Sie hatten heimlich Schwarzpulver gemixt, Wolfgang hatte herausbekommen, wie das geht. NatĂŒrlich hatten sie das Huhn einfach nur erschrecken wollen, als sie den Stein aus der Besenhalterung schleudern ließen. Er erinnerte sich noch genau an seine, beim AnzĂŒnden der Schnur vor Aufregung feuchten und leicht zitternden HĂ€nde.
LĂ€chelnd schĂŒttelte er den Kopf. Nein, so viel Verstand hatten ihre Streiche auch nicht bewiesen. Bis heute stieg ihm die Schamröte ins Gesicht, wenn er daran zurĂŒckdachte, wie sie eine alte Geldbörse an einem Zwirnsfaden auf den Weg gelegt hatten, um sie kichernd und mit hĂ€mischem VergnĂŒgen geschickt ins GebĂŒsch zurĂŒcksausen zu lassen, wenn sich irgendein altes Muttchen verwundert danach bĂŒckte. Gott, sie waren bestimmt nicht harmloser als die Hallodris heute.
Und natĂŒrlich hatten sie auch in der Schule geschummelt. Und wie unverfroren! Er war ziemlich klein und saß deshalb ganz vorn in der Mittelreihe, direkt vor dem Lehrer. Die Spickzettel klebte er einfach mit Spucke direkt an den Lehrertisch, der seine Bank um etwas mehr als 10 cm ĂŒberragte.
Alle, die um ihn herum saßen, starrten immer sehr konzentriert und angestrengt nachdenkend auf die Front des Lehrertisches. Erstaunlich, dass sie niemals aufgeflogen sind.
Er lĂ€chelte. Seinen SchĂŒlern ging es da wesentlich schlechter. Bei einem Test spazierte er immer erst einmal zum Ende des Klassenraumes, um ihn sich in Ruhe und grĂŒndlich aus der Perspektive seiner Pappenheimer anzusehen. Aber niemals in diesen vielen Jahren war jemand auf seinen Kindheitstrick gekommen. Vielleicht ja auch nur, weil die Schlingel natĂŒrlich wussten, dass er nicht vorn am Lehrertisch blieb?

Nachdenklich betrachtete er das Telefon mit dem kleinen Briefchen auf dem Display, das er gedankenverloren noch immer unter dem Tisch in seiner linken Hand hielt und dachte:
„Wer weiß, wie sie es heute anstellen, ohne dass ich es merke. An welche Raffinesse werden sie sich wohl, irgendwann spĂ€ter einmal, noch als Großeltern, schmunzelnd zurĂŒck erinnern?“

Entschlossen schob er die Klausuren zur Seite und legte sein Handy auf den Tisch.
Und mit einem spitzbĂŒbischen Blitzen in den Augen sah er zu, wie seine Finger, etwas mĂŒhevoll, die Zeichen
„serene = heiter, gelassen“
auf dem Display auftauchen ließen und genoss mit einem warmen LĂ€cheln den entschlossenen Druck auf die Taste „Senden“.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


katia
???
Registriert: Jan 2004

Werke: 4
Kommentare: 184
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um katia eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
gefallen

liebe kerstin,

ich habe zwar ein Ă€ußerst kritisches verhĂ€ltnis zu lehrern, aber hier ist dir eine sehr gute geschichte gelungen, die besagt: manche lehrer sind eben tatsĂ€chlich auch menschen.
irgendwie rund das ganze, gut zu lesen, mit leisem witz.

mir persönlich hatŽs gefallen.
freue mich schon auf deine nÀchste geschichte
sagt
katia
__________________
(kas)

Bearbeiten/Löschen    


Monfou Nouveau
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 2
Kommentare: 497
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Monfou Nouveau eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Kerstin JĂ€ckel,


deine Geschichte ist unterhaltsam und mit Humor geschrieben, mit kenntnisreichen Details im Alltag der Lehrer und mit sympathischer Zeichnung des Helden, Herrn Scholz. NatĂŒrlich gilt ihm unsere Sympathie und die schöne Pointe ist, dass der korrekte Pedant selbst seinem Enkel beim Pfuschen via Handy hilft.
Im Grunde ist die Geschichte fĂŒr mich rund, orthografisch ohnehin tadellos, gut zu lesen und ein Spaß fĂŒr viele Leser.

Was ich persönlich noch an Gedanken dazu hatte, die nicht allein die Geschichte betreffen: Du kannst gut erzĂ€hlen (Die Dialoge ĂŒber SMS mögen manchen lang erscheinen und der Spannungslinie etwas nehmen) und nutzt das ErzĂ€hlen zum Unterhalten. Das ist an sich kein schlechtes Prinzip.
Aber – kann man schreibend auch mehr wagen? Mir kommt es vor, als hĂ€ttest du das RĂŒstzeug fĂŒr brisantere Themen und literarisch stĂ€rkere Darstellungen.
Das „SpitzbĂŒbische“ bei Herrn Scholz ist fĂŒr mich symptomatisch und klingt nicht ganz wie aus der Gegenwart. Dabei denke ich an die Harmlosigkeiten der RĂŒhmann-Feuerzangenbowle - nur hier aus Lehrer-Sicht. Auch der "Gag" mit der Geldbörse am Bindfaden ist nicht das erste Mal beschrieben. Die Schatten der Katastrophen (wie im Schulischen etwa das Erfurt-Massaker, das uns einen anderen Schulalltag offenbart) mĂŒssen nicht direkt in unsere Geschichte hereinhĂ€ngen, aber sie sind doch gegenwĂ€rtig und bestimmen die Welt und das, was wir sagen oder sagen mĂŒssen. Wir leben nicht nur technisch im Zeitalter der SMS, sondern auch zwischenmenschlich, kommunikativ, wissenschaftlich, kĂŒnstlerisch.

Ich wĂ€re gespannt auf Texte, die auch ein bisschen streunen oder sich weiter vorwagen, einmal eine Kapriole schlagen oder Fragen stellen. Nicht um Aufmerksamkeit zu erregen, sondern um das Schreib-Potential auszuschöpfen. NatĂŒrlich ist es das Beste, wenn man schreibend unterhĂ€lt und dennoch neue Sichtweisen findet oder unverbrauchte Einblicke in innere und Ă€ußere RĂ€ume und VorgĂ€nge gibt.

Wie gesagt, es ist kein Einwand gegen die Geschichte, die so wie sie da ist, sehr lesenwert ist. Es ist nur eine Frage an die Möglichkeiten der Autorin.

Beste GrĂŒĂŸe

Monfou

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!