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Leselupe.de > Ungereimtes
Mythos
Eingestellt am 22. 06. 2009 21:01


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Vera-Lena
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Mythos

Hirsch und Hindin
Ă€send am Waldrand
in DĂ€mmerlicht gehĂŒllt
Vorboten der aufsteigenden
Nacht
noch nicht die Beute
Herakles
dĂŒrstend nach heiligen Wassern
mir verschwistert




__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
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Siehste, Ivor,

nun verstehst du langsam, warum ich mich Vera-Lena so verbunden fĂŒhle.

Liebe Vera-Lena,

Ivor möchte ich nicht repetieren, deshalb nur etwas zur Sprache: Sehr gelungen!

Allein das Wort "Hindin" lĂ€sst mich frohlocken, eine Steigerung wĂ€ren vielleicht noch "die zitternden Flanken der Hindin" ... HierfĂŒr ließe ich so manches stehen und liegen.

Schöne GrĂŒĂŸe an euch beide
Heidrun

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Vera-Lena
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Lieber Ivor,
da hast Du ja schon aufgelistet, dass der Hirsch in mehreren Kulturen als ein besonderes Wesen eine Rolle spielt. Ich habe mich bei meinem Text auf die Griechen und die Christen bezogen. Herakles wird mit Herkules gleichgesetzt, das sagtest Du ja auch schon. Er hatte 12 Aufgaben zu lösen, um als unsterblich einen Platz auf dem Olymp zu erringen. Seine dritte Aufgabe bestand darin, den heiligen Hirsch, der in Arcadien zu Hause war, lebendig zu fangen. Er brauchte ein ganzes Jahr dafĂŒr.

Ich denke, diese 12 Aufgaben haben wie die Gleichnisse im Neuen Testament einen tiefen Gehalt, der entschlĂŒsselt werden will. Mich erinnert diese Aufgabe an "Der kleine Prinz" von Saint-ExupĂ©ry wo es auch um das ZĂ€hmen geht. Jemanden "zahm" zu machen heißt in erster Linie, sich auf ihn einzustellen, ihn zu verstehen und ihm durch seine Liebe die Angst zu nehmen.

So eine Aufgabe wird das fĂŒr Herkules gewesen sein, damit er erlernt, wie er gut mit der Schöpfung und den Geschöpfen umgehen kann.

Das DĂŒrsten nach den heiligen Wassern bezieht sich in meinem Text auf Psalm 42,2: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach Dir".

Da stehen die beiden Tiere nun vor Einbruch der Nacht am Waldrand, so dass man sie gerade noch erkennen kann und wecken im Lyri diese Assoziationen, und das sich "Verschwistert- fĂŒhlen" bezieht sich sowohl auf Herakles, als auch auf den Psalm. Denn das Lyri möchte erlernen, was Herakles gelernt hat und es hofft dabei, weil das natĂŒrlich kaum zu schaffen ist, auf die UnterstĂŒtzung, die ihm aus den höheren Regionen zu zuteil werden könnte.

Lieber Ivor, danke fĂŒr Deinen Kommentar, ĂŒber den ich mich freue und danke auch fĂŒr die Berwertung!

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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Vera-Lena
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Liebe Heidrun,

es bleibt ja unter uns, aber als mir gestern "Hirsch und Hindin" einfielen, war ich auch entzĂŒckt. Mir war gar nicht bewusst, welch schönen Zusammenklang Hirschmann und Hirschfrau in der deutschen Sprache bilden können.

Wie schön, dass Du auch so ein feines klangliches Empfinden fĂŒr Wörter und Sprache besitzt.

Ich freue mich ĂŒber Deinen Kommentar, Deine Bewertung und grĂŒĂŸe Dich herzlich
Vera-Lena


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Ivor Joseph
Guest
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Danke an alle,
dann ist sowohl eine Hindin als auch eine Hinde eine Hirschkuh (habe ich leider falsch gelesen). Entschuldigung fĂŒr die Verwirrung.

Und wie heißt dann ein weiblicher Hindu? Laut Wahrig gibt es nur »Der Hindu«, aber im Duden fand ich nun doch die gesuchte Information:

2. Hin|du, die; -, -[s] (selten), Hin|du|frau, die: AnhÀngerin des Hinduismus.


Also (ein letztes Mal) zur KlÀrung:


    Hinter eines Baumes Rinde
    wohnt ein Hirsch mit seiner Hinde
    einer schönen jungen Hindin
    wild und lĂ€ufig wie ’ne HĂŒndin -
    seit ihr empfohlen eine Hindu:
    Â»Du solltest Pilgern, liebe Hirschkuh.«

    Sie lies ihn sitzen unter Rindern
    den (schon) Gehörnten mit den Kindern,
    entspannte sich im Brahmaputra
    und schmökerte im Kamasutra -
    fand dort ein Bild nach ihrem Sinn:
    Â» DERINDERINDERINDERIN «.

LG, Ivor

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