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Leselupe.de > Ungereimtes
Nach dem Du gingst
Eingestellt am 17. 04. 2009 16:43


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Meral Vurgun
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Nach dem Du gingst


Schatz wach auf
bald wird das Herz des Mondlichts
sich anhalten
nachdem Du gingst
deckten hier die Toten einen Esstisch
und unterhielten sich
unter meinem Kissen rissen sie meinen Beinamen ab
und aus dem l├Âschten sie meinen Namen
aus meinem Kopfende lie├čen sie die Sterne fallen
und wirbelten sie die wie Schmetterlinge auf

wach auf Schatz
entz├╝ndeten sich auch die Atemz├╝ge von Bergen und Felsen
doch ich war verliebt in das Flie├čen von Fl├╝ssen
wir lebten mit dir
hundert Jahre lang in ihrem Delta
auf einer Seite von uns war das Meer
auf der anderen Seite der Wald
die Schatten unserer K├Âpfe
waren erlengr├╝n
wir sangen
es weinten die Eichen
der Wind der unsere K├Âpfe streichelte
roch nach Veilchen
wir gingen in die Ferne
auf dem R├╝cken trugen wir unsere Geschichte
in unseren Augen floss ein t├╝rkisblauer Fluss

doch das war nicht alles
das Gefallen unserer inneren Berge
das war nicht alles
die Tr├Ąne unserer Augen
wir wurden zum Donner
als unsere Lippen uns K├╝sse baten
waren wir wie Schneegl├Âckchen
als wir unter weisser Decke schliefen
klammerten sich unsere Wurzeln
unter der Erde
und liebten sich dort ...



__________________
Wir m├╝ssen lieben, bevor es zu sp├Ąt ist.

Version vom 17. 04. 2009 16:43

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Wipfel
H├Ąufig gelesener Autor
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Nach all dem Lob traue ich mich dennoch.

Hallo Meral Vurgun,

ohne Frage, auch mir gef├Ąllt Dein Gedicht. Du findest sch├Âne unverbrauchte Wendungen.

Die Strophen sind sehr prosaisch gehalten, das kann man machen, einzig die Frage dr├Ąngt sich mir immer wieder auf, warum der Text die Versform braucht, warum er nicht als Kurzprosa bestehen k├Ânnte. Ich mag es "verdichtet".

Zum Beispiel:
unter meinem Kissen rissen sie meinen Beinamen ab
und aus dem l├Âschten sie meinen Namen

quote:
aus meinem Kopfende lie├čen sie die Sterne fallen
und wirbelten sie die wie Schmetterlinge auf

Diese letzte Zeile erschlie├čt sich mir nicht, irgendein Wort ist da zuviel.

2. Strophe: Am Versende wiederholst Du das Bild vom Fluss Zumindest w├╝rde ich auf das Wort verzichten. Diese Wiederholung scheint mir nicht ganz gegl├╝ckt.

quote:
als unsere Lippen uns K├╝sse baten
Ich glaube, das geht so nicht. Entweder

als unsere Lippen uns um K├╝sse baten

oder

als unsere Lippen uns K├╝sse boten

LG von wipfel

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Wipfel,

da muss ich mich wohl schuldig bekennen, denn ich habe auch in diesem Gedicht Korrektur gelesen.

Die Schwierigkeit bei einer solchen Arbeit besteht darin, die Eigenart und wundervolle poetische Sprache Merals zu erhalten, auch den ihr eigenen Rhythmus. Ich habe deshalb so wenig wie m├Âglich ver├Ąndert. - Sicherlich gibt es noch einige Verbesserungsm├Âglichkeiten, da gebe ich dir Recht.

Bei ihrem 2. Werk ist mir die ├ťberarbeitung m. E. bereits besser gelungen, weil ich mich inzwischen gut in ihre Lyrik einf├╝hlen kann.

Sei also etwas nachsichtig und meckere, wenn es denn sein muss, mit mir.

Vielleicht m├Âchtest du ja auch selber bei einem ihrer Werke Korrektur lesen? (Zun├Ąchst hatte sich ja hierzu niemand bereitgefunden.)

Liebe Gr├╝├če
Heidrun

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Meral Vurgun
Routinierter Autor
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Hallo wipfel,

du kannst alles in meinen gedichten kritisieren. Sie m├╝ssen ja nicht jedem gefallen. nicht jedem Gef├╝hl passen.

das Wort Fluss habe ich 2 mal benutzt. bei uns gibtes eine Flussart zwischen Fluss und Bach. (grosser als der Bach und kleiner der Fluss) das hat einen ganz anderen Namen, (t├╝rkisch heisst ├çay). die ├ťbersetzung konnte ich leider nicht finden, deswgegen habe ich das Wort Fluss 2 mal benutzt und das ist ja nicht furchtbar schlimm.
vor allem ich bin Heidrun sehr dankbar f├╝r ihre Hilfe. jedem bin ich danbar, der mir ein wort lehrt. Wie Heidrun sagte, wenn du mir mal ein gedicht korrigierst, werde dir auch dankbar.

f├╝r deine Antwort und wertvolle Kritik bin ich dir dankbar.

DEUTSCH ist meine Fremdsprache.

es tut mir Leid aber ich kann nicht demagogisch antworten.


Liebe Gr├╝sse.









__________________
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