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Leselupe.de > Ungereimtes
Nach der Tagesschau
Eingestellt am 23. 09. 2009 19:02


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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

Werke: 177
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Manchmal stelle ich mir vor
ein Leben
wie all die anderen
ein Haus
eine Frau
zwei Kinder
vielleicht einen Baum
und die Fernsehzeitung
wĂ€re mir LektĂŒre genug

Ich könnte es beschreiben
dieses Wörtchen GlĂŒck
die FĂŒĂŸe hochgelegt
bei einer Flasche Bier

Stattdessen
schlage ich dein Bild
an jeden Baum
mit bloßer Hand
oder hÀmmere den Kopf
stundenlang auf meine Schreibmaschine
damit es endlich nicht mehr wehtut



__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)


Version vom 23. 09. 2009 19:02

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revilo
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2008

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Hallo Franke,dieses Ding erinnert mich an mein Gedicht "Arschloch", in dem mein Protagonist im Anzug wohnt und den Schlips um die Eier trĂ€gt. Hier erzĂ€hlst Du von unglĂŒcklicher oder unerwiderter Liebe, die stĂ€rker als ein Reihenhaus ist. Ein wenig erinnert mich das Schlagen des Bildes an den Baum an Ina Deter ( Ich sprĂŒhsÂŽan jede Wand....)
Nur kommt hier die Schreibmaschine dazwischen, die Zeilen aussspuckt...........Klasse revilo
PS: Nur der Titel will nicht so recht passen, der Typ ist
irgendwie......nett

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Manfred,

vom Ansatz her ein ansprechendes Gedicht.

Leider hast du die 3. Strophe m. E. klanglich ziemlich versaubeutelt, denn sie zeigt einen völlig anderen Rhythmus. Wie wÀre es beispielsweise mit:


Manchmal stelle ich mir vor
ein Leben
wie all die anderen
ein Haus
eine Frau
zwei Kinder
vielleicht einen Baum
und die Fernsehzeitung
wĂ€re mir LektĂŒre genug

Ich könnte es beschreiben
dieses Wörtchen GlĂŒck
die FĂŒĂŸe hochgelegt
bei einer Flasche Bier

Stattdessen
schlage ich dein Bild
an jeden Baum
mit der bloßer Hand
oder und hÀmmere meinen den Kopf
stundenlang auf die meine Schreibmaschine
damit es endlich nicht mehr wehtut

so wÀre es o. k.

Wohlmeinende GrĂŒĂŸe
Heidrun

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Hallo Heidrun!

Deine Änderungen ĂŒbernehme ich gerne, danke dafĂŒr!

An alle anderen:

Unser Protagonist will eigentlich gar kein Prolet sein. Er stellt es sich nur manchmal vor, denn dann wÀre sein Leben viel einfacher.

Liebe GrĂŒĂŸe
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Perry
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Registriert: Aug 2004

Werke: 1029
Kommentare: 3099
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Hallo Franke,

der Titel ist tatsÀchlich etwas probelamtisch, weil du mehr den Prolo meinst, den ich wiederum in deinem Text so gar nicht finde. Der biertrinkende Familienmensch ist eher Otto Normalverbraucher, wenn auch mehr in den unteren Gesellschaftsschichten.
NÀher zu erforschen wÀre vielleicht noch der Grund des Schmerzes.
Ich interpretiere einen Verlust, weil Bilder an BĂ€ume hĂ€mmern nach einer Suche klingt. Wurde das LD entfĂŒhrt, ist es spurlos verschwunden, aber dann wĂ€re ja zumindest noch Hoffnung da. Der nicht zu beseitigende Schmerz scheint aber auf etwas anderes zu deuten.
Jedenfalls ein Text der Fragen offen lÀsst.
LG
Manfred

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
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Titel?

Hallo Franke,

Mir gefallen die beiden ersten Strophen fĂŒr sich,
und mir gefĂ€llt die dritte Strophe fĂŒr sich

Der Sprung vom Brett der zweiten Strophe
Hin zur Dritten ist gewaltig
( auch fĂŒr den Leser)

Überlege ob wir es hier nicht mit „Zwei Menschen“
Bzw.
„ Zwei Seelen in einer Brust“
Zu tun haben.
Ich denke dieser Ansatz sollte im Titel erkennbar sein
Und SchlĂ€gt dann die BrĂŒcke zwischen den Strophen
Also z.B.

„ Zwei Herzen“
„ Nur ein Mensch?“
„ Der Andere“
„ Ich bin der Andere“
„ Nur ein (Alb)traum“

Letztendlich geht es nicht um den Prolet,als Person,
sondern um "das Zerrissene" bzw. „hin und her gerissene“

Was ĂŒbrigens auch ein schöner Titel wĂ€re!
LG
Ralf
P.S.
Das Zerrissene nÀhme auch das Schreiben an der Maschine
und die Bilder im Titel vorweg!

__________________
RL

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
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Hallo Manfred,

der Titel "Prolet" passt ausgezeichnet zu diesem Gedicht, das vordergrĂŒndig bedauert, im gĂ€ngigen Sinne nicht der Prolet wie jedermann sonst zu sein.

Im weiteren Verlauf aber zeigt sich, dass der Protagonist ein Prolet im anderen Sinne, nÀmlich dem des Zerlegens und Zersetzens, des Verdauens und Auflösens einer vollzogenen aber noch nicht durchlittenen Trennung ist. TatsÀchlich ist diese Arbeit eine körperlich sehr anstrengende, die bis an die Grenze des ErtrÀglichen geht und scheinbar kein Ende nehmen will.

quote:
Stattdessen
schlage ich dein Bild
an jeden Baum
mit bloßer Hand
oder hÀmmere den Kopf
stundenlang auf meine Schreibmaschine
damit es endlich nicht mehr wehtut

Und deshalb darf jede Zeile unbedingt so stehenbleiben wie sie ist.

Liebe GrĂŒĂŸe,

Elke

p.s. 1 Die Erkenntnis sickerte eher langsam, aber dann um so deutlicher ca. nach dem dritten Lesen durch.

p.s. 2 Wahrscheinlich ist dir diese Stimmigkeit selbst nicht bewußt.

__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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