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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Nachdenkliches zur Weihnacht
Eingestellt am 22. 11. 2014 02:59


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Wic
Wird mal Schriftsteller
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Vorgeschehen der Weihnachtlichen Geburt

„Gabriel, sag, der Mann Maria‘s, der Joseph ist doch ein Nachkomme von David und von Abraham“, rief ich aufgeregt.

„NatĂŒrlich! Deshalb entstammt er ja auch der Segenslinie, wie es im alten Testament beschrieben ist. Der Vater von Jesu muss dieser Segenslinie entstammen!“ Erzengel Gabriel lĂ€chelte. Ich Ă€rgerte mich ĂŒber seine Gehabe. Klar, er als Übermittler der Weisheit wusste das alles, aber fĂŒr mich als junger EngelanwĂ€rter war alles neu.
„Aber dann ist das Kind doch nicht der Sohn Gottes, wenn Joseph sein Vater ist!“ Ich war verwirrt. „Andererseits ... wenn Joseph nicht sein Vater ist, dann ist es auch egal, ob der ein Nachkomme Abrahams ist!“
Gabriel lĂ€chelte wieder. „Aber wenn Joseph als Nachkomme Abrahams in der Segenslinie steht, macht es doch Sinn, dass er sich als Vater um Jesu kĂŒmmert“, sagte er.

„Ja, aber ...“, setze ich an, doch Gabriel hob die Hand.
„Was willst die immer alles genau wissen? Ist es wichtig?“
Ich nickte und Gabriel seufzte. „Als Gott Adam erschuf, blies er ihm seinen Atem ein und schenkte ihm damit das Leben.“
Ich hielt unwillkĂŒrlich die Luft an. „Also gilt er als ursĂ€chlicher Vater aller Menschen. Dann gelten ja alle Gottes Sohn!“, rief ich aufgebracht.

„Ich muss los und Maria die Botschaft ĂŒberbringen“, raunte er heiser.

„Und Joseph ist mit allem einverstanden?“, fragte ich, doch Gabriel hatte sich schon auf den Weg gemacht. Ich sah, wie Maria zusammenzuckte, als er ihr als Lichtgestalt erschien, und schwebte nĂ€her heran. Sie war mit Joseph verlobt, ihm versprochen! Was, wenn Joseph das Kind nicht annahm, wenn er Maria verstieß und sie gesteinigt wĂŒrde. Denn das taten die GlĂ€ubigen. Sie steinigten Frauen, die untreu geworden waren. Nur, sie wusste es ja nicht einmal! Kein Wunder, dass sie zusammenzuckte.

Gabriel hatte seine Mission erfĂŒllt und kam zurĂŒck. Ich löcherte ihn mit meinen Fragen, was wĂ€re, wenn Joseph sie verstieß, und Gabriel legte mir gottergeben seine Hand auf die Schulter.
„Du musst auch einmal Vertrauen haben zu Gott und einfach nur glauben!“

Maria berichtete unterdessen. Sie erzĂ€hlte Joseph, was ihr geschehen war. Schon sein Gesichtsausdruck sagte mir, dass ihm das Ganze nicht gefiel. Eine gute Chance fĂŒr mich zu versuchen seine Gedanken zu erlauschen. Ich konzentrierte mich. „Ich will sie nicht in Schande bringen“, dachte er bei sich. Als er sich schweren Herzens entschloss sie zu verlassen, erschrak ich. Wovon sollte Maria denn leben?
„Gabriel!“, rief ich, doch auch er hatte Josephs Gedanken gelesen. Er schwebte bereits zu ihm hinĂŒber. Jedoch erschien er ihm nicht leibhaftig, wie er Maria erschienen war mit seinem lichten Körper. Bei Joseph tastete er sich in dessen Traum. Ich fand das immer wieder faszinierend, wie er sich auf den Körper eines TrĂ€umenden konzentrierte und sich dann mit dessen Geist verband. Ja, er knĂŒpfte ein Band, ĂŒberlagerte die wirren Gedanken des Schlafenden und lenkte sie auf die Botschaft.
Joseph schreckte kurz hoch, drehte sich aber noch im Schlaf auf die Seite.
Gabriel flĂŒsterte. „Joseph! FĂŒrchte dich nicht Maria als Gemahlin zu dir zu nehmen, denn ihr Kind ist angetan mit dem Heiligen Geist. Wie die Propheten gesagt haben, wird Gott mit Euch sein (1). Nenne deinen Sohn Jesus, denn er wird sein Volk von den SĂŒnden befreien!“
Noch wĂ€hrend Gabriel zu mir zurĂŒckkehrte, erwachte Joseph und setzte sich auf.

In den folgenden Tagen rang er mit sich, ich sah ihm an, wie er mit sich kĂ€mpfte, sein Schicksal beklagte und ĂŒberlegte, ob er recht getrĂ€umt hatte. Aber er erbat kein weiteres Zeichen, so wie es Simon damals getan hatte, als Gott ihm eine Aufgabe ĂŒbertrug, die er nicht wahrhaben wollte. Ich war beeindruckt. Schließlich heiratete Joseph seine Maria und ĂŒbernahm die schwere Verantwortung ein Kind großzuziehen, das als Gottes Sohn galt.

„Gabriel?“, sprach ich ihn unsicher an, doch diesmal nahm er sich Zeit.

„Schau. Die Menschen machen sich auch so ihre Gedanken und streiten. In 325 Jahren werden sie sich erstmals auf einem Treffen in NicĂ€a darĂŒber einigen, dass Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch, aus dem Wesen des Vaters (Gott) gezeugt, aber nicht geschaffen ist. Bezieht sich die Göttlichkeit also lediglich auf Jesu Geist und nicht auf seinen irdischen Körper? Denk mal darĂŒber nach.“
Wieder lĂ€chelte er sein LĂ€cheln, doch diesmal Ă€rgerte ich mich nicht. Ich wĂŒrde in der Zukunft noch viel zu lernen haben.
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DocSchneider
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Hallo Wic,

Dein Text ist mir leider unverstÀndlich.
Inhaltich ist der Wechsel von Jakob zu Joseph nicht nachvollzieh- und auch biblisch nicht belegbar, weil zwischen beiden Personen Jahrhunderte liegen.
Das zitierte Alte Testament war fĂŒr Jesu Zeit genommen die Heilige Schrift, weil ein Neues Testament noch gar nicht existierte. MatthĂ€us war auch kein Berichterstatter, sondern Evangelist.
Der Link zum Konzil von ! NicÀa funktioniert nicht. Du interpretierst dieses Konzil auch falsch. Das Konzil sagt, dass Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch und ungleich mit dem Vater (Gott) ist. Deine Bezugnahme auf Jesu Geist ist haltlos.
Die Trennung zwischen Leib und Seele geht auf die griechische Philosphie (Platon) zurĂŒck.

Abgesehen davon finden sich im Text handwerkliche Fehler:

quote:
rief ich aufgebraucht.

rief ich aufgebracht.


quote:
Schließlich heiratete Jakob seine Maria und ĂŒbernahm die schwere Verantwortung ein Kind großzuziehen, dass als Gottes Sohn galt.

... ein Kind großzuziehen, das als Gottes Sohn galt.

quote:
Ich wĂŒrde in der Zukunft noch viel zu lernen.

Ich wĂŒrde in der Zukunft noch viel zu lernen haben.


Außerdem fehlen noch einige Kommata!


LG Doc
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Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals ermĂŒdendem Lesen. (Virgina Woolf)

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