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Leselupe.de > Humor und Satire
Nachruf auf Olympia
Eingestellt am 09. 11. 2004 21:10


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Aurelio
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Olympia - dabeisein ist alles

Wir alle haben es mitbekommen und sind schon ganz gespannt wie's weitergeht. Da war doch zum Beispiel das Gold beim Springreiten, bis es eben kein Gold mehr war und dann doch wieder bis es endg├╝ltig weg war. Kaum jemand hat die heilende Wirkung dieser wegweisenden Therapie erkannt. Hier wurde mit einem Wechselbad der Gef├╝hle gegen krankhaften Nationalstolz und sich einschleichender unsportlicher L├Ąssigkeit vorgegangen. Die westlichen Alliierten haben genau aufgepasst. Doch tats├Ąchlich war diese Vorf├╝hrung der Jungfernritt einer neuen Disziplin. Es war die Einf├╝hrung der Paragraphenreiter in die olympische Familie. Einfach Klasse und ├╝berzeugend war dieser erste Auftritt. Es wurde auch endlich Zeit. Olympia war schon lange langweilig, nur noch ein Marktplatz auf dem sich Athleten als Sportsklaven zum Kauf anboten. F├╝r das Fussvolk war ohnehin nur die superlative Er├Âffnungs- und Schlussfeier interessant. Die Wettk├Ąmpfe k├Ânnen keine Sensationen mehr bieten, es fliesst kein Blut, keiner stirbt, niemand sprengt sich in die Luft. Die K├Ârper der Menschen und eben auch der Tiere haben ihre Leistungsgrenze erreicht. Pferde - sie sind ja nun auch des Dopings ├╝berf├╝hrt - werden uns trotzdem nie einen Auerbachsalto zeigen, kein Stabhochspringer wird je 20 Meter ├╝berspringen. Nur noch kleine Verbesserungen dank neuer Materalien w├╝rden in Zukunft unsere Langeweile erfrischen - wiederum aber nur messbar werden mit neuester Technik und Elektronik. Legale Leistungssteigerung k├Ânnen nur noch Asthmatiker und Allergiker bringen, denn Kortison ist Medizin und kein Dopingmittel. Apropos Doping ! Nie w├Ąre Doping so in aller Munde, h├Ątten die Mediziner vorher die richtige Krankheit zum ben├Âtigten Medikament oder Hormon erfunden. Das haben sie einfach verschlafen - eine unverzeihliche Nachl├Ąssigkeit. Doch f├╝r was und wen z├╝chten und trainieren wir seit Jahren hochqualifizierte, chaosgeschulte Paragraphenreiter? Jeder Sektor im allt├Ąglichen Leben wurde bisher durch ihr Streben nach Ordnung und Gerechtigkeit umgebaut, ob das jemand wollte oder nicht. Doch es wird eng zwischen den Alltagsangelegenheiten man behindert sich selbst. Aber zwischen den olympischen Ringen ist Platz, da ├Âffnet sich f├╝r die Unw├Ąlte aller Nationen und aller Kategorien eine neue Welt, ja eine Galaxie f├╝r die kreative Wortgestaltung in allen Disziplinen. So werden sie uns klar machen, dass "die Letzten werden die Ersten sein" kein leerer Spruch ist. Und, so wird bereits gemunkelt, soll als Leckerli noch in diesem Jahr von den Regierungen aller teilnehmenden L├Ąnder ein Ausschuss gebildet werden, der die Kriterien zur Qualifikation der Berater f├╝r Formulierungsentw├╝rfe und Formulardesign benennen soll. Drei ├ťbergabeprotokolle m├╝ssen sch├Ân, handlich, mehrsprachig und vor allem juristisch haltbar sein. Sie sind f├╝r die Staffelh├Âlzer, die bisher ja an Haltbarkeit zu w├╝nschen ├╝brig liessen. Die speziell f├╝r diesen Zweck des Staffellaufes geformten St├Ąbe aus Kunststoff oder Holz sollen in Zukunft von L├Ąufer zu L├Ąufer mit einem unb├╝rokratischen Formular ├╝bergeben werden. Das spart lange Diskussionen im Fernsehen. Diese Zeit kann sinnvoller f├╝r Werbung verwendet werdem. Der Startschuss ist gefallen, sie sind dabei, und dabei sein ist doch alles.


┬ę ag b├Âck 2004

__________________
Andreas Georg B├Âck DE-86199 Augsburg

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flammarion
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hm,

spitzenm├Ą├čige satire.
st├Ąrkere gliederung w├╝rde den spa├č erh├Âhen.
lg
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Old Icke

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Aurelio
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Hallo flammarion,
da hast Du wohl recht. Bei mir gibt es da immer ein Problem. Ich schreibe das einfach runter - halbe Stunde. Wenn ich dann korrigiere oder irgendwie den Text ├Ąndere, gliedern will usw. kommt grunds├Ątzlich Mist raus. Aber ich lerne das noch.
Ihr helft mir echt super !!! Danke
aurelio
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Andreas Georg B├Âck DE-86199 Augsburg

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flammarion
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aber

es ist doch so einfach - mach vor jedem neuen gedanken einen absatz, und schon ist alles in butter.
lg
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Old Icke

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Aurelio
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Hallo Old Icke,
ach so meinst Du das. Ja, das kann ich. Der Grund warum das nicht gemacht ist, liegt am Nebelspalter Verlag.
Ich muss einsenden ohne Trennung, ohne fett, kursiv etc. , ohne Hotline hervorzuheben, in Times New Roman 12.
Und deshalb schreib ich am St├╝ck. Wird aber ge├Ąndert!
Danke f├╝r den Hinweis
Gruss
Aurelio
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Andreas Georg B├Âck DE-86199 Augsburg

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