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Leselupe.de > Gereimtes
Nacht
Eingestellt am 12. 05. 2010 16:16


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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
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Nacht

Nacht liegt auf der Ferne.
Ein Traum ist nun erwacht.
Abertausend weite Sterne
schenken eine milde WĂ€rme,
die behaglich ĂŒber Höfe
und die dunklen WĂ€lder wacht.

Da ist noch weißer Rauch
der aus Kaminen quillt.
Der atemlos nach oben steigt
und sich im Schweigen hĂŒllt.
So trÀumt die Nacht den Tag,
der noch nicht kommen mag.

Der Rauch ist Bote einer Glut,
spricht noch vom Tagewerk
und HĂ€nden an den Herden.
Noch schlÀft die Welt. So ist es gut.
Es muss nicht heller werden.

__________________
RL

Version vom 12. 05. 2010 16:16
Version vom 12. 05. 2010 22:35
Version vom 13. 05. 2010 16:07

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JackoF
???
Registriert: Jun 2010

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Hallo Ralf,

irgendwie verwirrt mich dieses Gedicht.
Zum einen wird mir hier immer wieder unterschwellig nahe gelegt, dass alles brav und gut ist - und warum ?

Weil es Nacht geworden ist,
weil Sterne da sind,
weil die Welt schlÀft ?

Und gleichzeitig dann solche Aussagen, die ich in ihrer KauslitÀt nicht verstehe :
"Nacht liegt auf der Ferne."
Selbst, wenn die Nacht in der Ferne lÀge ?? - entweder ist die Nacht da, oder nicht.

oder :

quote:
Da ist noch weißer Rauch
der aus Kaminen quillt.
Der atemlos nach oben steigt
Wieso steigt solch ein Rauch atemlos aus den Kaminen ?, er steigt aktiv - mĂŒsste er nicht gerade "voller Atem"/zumindest "atmungsvoll" nach oben steigen ??,
und wieso aus den Kaminen - doch eher aus den Schornsteinen ???

oder :
quote:
und sich in Schweigen hĂŒllt.
So trÀumt die Nacht den Tag
Den Schluss verstehe ich ebensowenig :
Aus einem schweigenden Rauch trÀumt deswegen die Nacht von dem Tag ???

oder:
quote:
Der Rauch ist Bote einer Glut,
spricht noch vom Tagewerk
und HĂ€nden an den Herden.
Oben war es noch Kamin-Rauch - jetzt ist es plötzlich Herd-Rauch ????, als wĂŒrde jemand Nachts eine Essen kochen ???

oder /letzte Zeile :
quote:
Es muss nicht heller werden.
Worin liegt hier jetzt das BedĂŒrfniss, solch eine Aussage zu treffen ?? - es ist doch Nacht....

Ralf - zumindest aus meiner Seh/Lesebrille verstehe ich hier letztlich kaum etwas :-(((((,

eben dazu, was mir dieser Text sagen will ?????

Vielleicht kannst Du mir hierzu einige Tips geben, die mir weiterhelfen

und ein verlesenes TschĂŒss, Jacko

--

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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Hallo JackoF;

da hast du dir ja ein StĂŒck von mir ausgesucht. Puh...
Also: Dies stellt den Versuch dar ein romantisches StĂŒck zu schreiben.

Stilisiert soll eine Welt werden; die menschfrei und sorgenfrei ist.
Der Traum von einer „besseren Welt“:

Ich stelle mir einen Blick ĂŒber eine dörfliche Landschaft vor. Der Blick geht von West nach Ost.
Deswegen liegt in der östlichen Ferne schon die Nacht.
„auf“ wĂ€hlte ich weil ich an eine Decke dachte, die sich ĂŒber etwas legt.

„ atemloser Rauch“
Dies Bild soll an die Menschen erinnern die atemlos im Sinne von hektisch
bis vor kurzem noch ihrem Tageswerk nachgegangen sind.

„ In Schweigen“ ist schlichtweg falsch von mir gewĂ€hlt. Es mĂŒsste „im Schweigen“ heißen.


Der Kamin ist hier nur als Rauchabzug gedacht. Der Herd ist eine Feuerstelle
an der vielleicht vor kurzem noch das Nachtmahl bereitet worden ist.

„ Es muss nicht heller werden“

Romantisierte Quintessenz aus der Vorstellung, das eine arbeitsfreie, menschenleere
Welt die bessere sei.
Deswegen der Wunsch es möge so bleiben wie es ist.

So ungefÀhr hatte ich es mir gedacht.
Hab dank fĂŒr dein Interesse. Ich hoffe das meine ErlĂ€uterungen hilfreich
sein konnten.

ralf
__________________
RL

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