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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Nachtfalter
Eingestellt am 25. 03. 2001 11:46


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Rotbaum
Hobbydichter
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Er trat von einem Bein auf das andere und wirft die halb abgebrannte Zigarette auf den Boden. Sie spr├╝ht tausend kleine Funken in die schwarze kalte Luft. Dann sind sie verschwunden. Vielleicht w├╝rde morgen ein Tag ohne dies nasse schw├╝le Dr├╝cken in Kopf und Herzen beginnen. Er w├╝rde dann aufstehen hinaus gehen und irgend etwas ganz Verr├╝cktes tun. Es w├╝rde ihm dann schon etwas einfallen. Weit entfernt w├Ąre er vom tr├╝ben Stolpern durch die S├╝mpfe seines Lebens. Und dann stand er wieder vor dem alten Geb├Ąude. Wahrscheinlich w├╝rde nichts passieren. Es ist ein ganz normales Wohnhaus. Morgen und ├ťbermorgen. Ist es gewesen. Jetzt stehen verstaubte Zimmerpflanzen in den Fenstern. Nur die beiden unteren Etagen sind erleuchtet. Ged├Ąmpftes orangefarbenes Licht - es scheint mit den vergilbten Jalousien, die das Fenster bis auf etwa einen 10cm breiten Spalt zu bedecken gleichsam verwoben zu sein. Als k├Ânnte er sie riechen, die Topfplanzen, den dicken Teppich, die grau schattierten Spitzengardinen. Es ist doch wieder nur sein Atem und die Luft um ihn herum, die gesund sein soll, aber genauso krank ist wie er. Ganz oben sind einige Fenster eingeschlagen und silhouettenf├Ârmig ragten die gro├čen und kleinen Glassplitter aus dem Fensterrahmen. Er tritt einen Schritt zur├╝ck, wieder auf die Stra├če hinter ihm.
Schei├če verdammte, da war wieder die Angst ! Als er auf der gegen├╝berliegenden Seite stand, h├Ârte er das Fahrzeug schon fast wieder unmerklich hupend davon fahren. Da war die Nacht f├╝r einen kurzen klirrenden Augenblick zusammengezuckt und hatte ihn mit ihren schwei├čigen H├Ąnden am Hals gepackt um ihn gleich danach wie ein ewig begehrenswertes St├╝ck fallen zu lassen, und selbst im staubigen Kleid zusammenzusinken. Er holte wieder sicherer Atem, blickte die nasse Stra├če hinauf und hinunter. Dann ging er hin├╝ber. Er sp├╝rte den Sog der Gleichg├╝ltigkeit wieder dumpf an seiner Stirn klopfen. Die T├╝r war, wie er vermutet hatte, nur eingekeilt. Mit einem kr├Ąftigen Ruck hatte er sie aufgesto├čen und betrat den Hausflur. Riesige naiv anmutenden Bl├╝ten in Braun und Dunkelgelb prangten an den feuchten Tapeten. Sie mu├čten wohl ziemlich viel von der N├Ąsse hier aufgesogen haben, von dem Gemisch aus Kohlenstaub, Putz und Schmutzwasser. Er fa├čte sie nicht an. Er w├╝rde hindurch gehen und atmender Schatten werden - gerade hier an diesem Ort w├╝rde er ein St├╝ck mit wandern mit Teil seiner Selbst das er immer noch nicht als solches anerkennen wollte. Die Alte hatte wohl noch den Fernseher laufen, er konnte den Ursprung des seltsam lebendigen Ger├Ąuschs nicht genau orten - das Licht war aus einem Fenster weiter oberhalb geschienen, jetzt stand er im Erdgescho├č. Es gab hier drei T├╝ren auf jeder Seite. Nirgendwo drang Licht zwischen den T├╝rspalten hindurch. Etwas Hei├čkaltes begann sich von seiner Brust aus in alle Adern zu verteilen. Die faltige verschwitzte Hand auf seinem R├╝cken.
Langsam stieg er die Marmorstufen hinauf.

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flammarion
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hm.

habe es zweimal gelesen, um sicherzustellen, da├č ich nichts ├╝berlesen habe. ist eigentlich gut geschrieben, aber was ist die aussage? kehrt ein sohn nach langen jahren heim? oder sollte es etwas gruseliges werden? ratlos guckt
__________________
Old Icke

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Rotbaum
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Re: hm.

Vielleicht, ist es gar keine Kurzgeschichte, es gibt keine konkrete aussage, es ist sowas wie ein verirrte Suche nach angst, ein herumflattern, ein bildausschnitt, vllt ist das Ende ein Anfang von etwas das 'unaussprechlich' ist. ich habe ehrlich gesagt kein ahnung*g*, vllt. h├Ątte ich es unter poesie posten sollen...
sind k├╝nstler so? ich verweigere jedenfalls die aussage, lass dich einfach inspirieren
Das n├Ąchste mal mach ichs vllt. konkreter.
*gr├╝├če*

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flammarion
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ich bitte darum.

dennoch - das fragment hat was, ist entwicklungsf├Ąhig. gestattest du, da├č ich etwas daraus mache? lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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Rotbaum
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Re: ich bitte darum.

Es ist KEIN fragment! und darum bitte ich von - abzusehen von dieser bezeichnung. warum willst du abgeschlossene texte? der matehmatischen sauberkeit halber - bedienungsanleitungen sind ageschlossen. ansonsten mu├č du an jeden text deine phantasie ranh├Ąngen damit er 'sinn' macht. und deswegen (nicht nur in oben genannter hinsicht) ist mein text auch abgeschlossen, fertig und wie ich finde nicht unbedingt schlecht geraten. meine sonnt├Ąglichee phlegmatik hindert mich jetzt daran dir die sublimen symbole und verstrickungen des Textes zwischen innen-und aussenwelt zu erkl├Ąren. ausserdem habe ich nicht das gef├╝hl dass du dir wirklich m├╝he gibst ihn tiefgr├╝ndig zu 'erf├╝hlen' - wenn er schon unverst├Ąndlich ist.

wenn du dich nun dazu auserkoren f├╝hlst ihn nach deinen ├Ąhstetikbegriffen zurecht zu biegen, kannst du gerne deiner mission nachkommen.
Ich habe nichts gegen gegeseitige Inspiration (vorrausgesetzt es herrscht ein gewissens inneres Verst├Ąndnis), aber verwurstungen oben beschriebender Art w├Ąren mir zumindest peinlich.
Das walte Hugo, mach was du f├╝r richtig h├Ąlst.
Trotzdem verbindliche Gr├╝├če
rot-baum

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flammarion
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lieber rotbaum,

ich f├╝rchte, wir haben uns da etwas mi├čverstanden. ich finde den text sehr gut und habe nicht die absicht, daran herumzuwursteln. ich h├Ątte ihn nur gern l├Ąnger. er hat meine fantasie n├Ąmlich ziemlich heftig angesprochen. fragment war nicht die richtige bezeichnung, ich wollte sagen: der anfang von einer ganz langen geschichte. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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