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Leselupe.de > Ungereimtes
Nachts
Eingestellt am 30. 04. 2003 23:21


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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 620
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Nachts

Nach und nach gehen die Lichter aus
Die Stadt ist die Heimat der Einsamkeit
Nachts,
wenn sich streunende Katzen und Vagabunden hier treffen
Die Schlaflosen, Trauernden durch die leeren Stra├čen ziehen
f├╝hle ich mich Daheim
Nicht auf der Suche
Es gibt nichts zu finden
Ausser dieser trostlosen Einsamkeit
Kein Ort wirkt verlassener in der Nacht
Wenn die hektische Betriebsamkeit
dem Wispern des Windes Platz macht
Gitter und verschlossene T├╝ren mir zeigen
dass ich au├čen bin
Dieses ewige Gef├╝hl des AussenSeins
Innen ist der Ort von dem Andere sprechen
Aussen ist hier drinnen
Im meinem Kopf
Im ganzen K├Ârper
Meine Schritte hallen durch die Passage
Ich liebe diesen Klang
Er ist so seltsam vertraut
Der Hall klingt in mir nach
Es ist wie ein Rufen
Daheim, Daheim, Daheim
Leere ben├Âtigt Raum
In mir ist Raum

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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"kein ort wirkt verlasssener in der nacht" - welcher ort?
das ist etwas verwirrend. im ersten teil deines gedichts
sprichst du von der einsamkeit, der trostlosigkeit
der nacht, und gegen ende deines gedichts gewinnst du
zuneigung der nacht gegen├╝ber. du reflektierst den
widerhall der nacht mit der einsamkeit einer seele.
dieses bild ist sehr eindringlich. die selbstliebe ...
das ist die nacht. die streunenden katzen und vagabunden
sind etwas bla├č. die h├Ątten so nicht sein m├╝ssen.
wieviele r├Ąume gibt es in uns? in den n├Ąchten erforschen
wir sie - im himmel und in uns -

ach otto, dein gedicht macht mir lust, durch eine stadt
wie florenz oder regensburg in das morgengrauen zu
laufen. am arno, im nebel an der donau. ├╝ber pl├Ątze
und durch s├Ąulenhallen. menschenleer. nur tauben und
einsame hunde kreuzen meinen weg.

tsch├╝├č
ralph

__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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PeDSch
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2003

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@otto

>> Dieses ewige Gef├╝hl des Aussenseins
Innen ist der Ort von dem Andere sprechen
Aussen ist hier drinnen
Im meinem Kopf
Im ganzen K├Ârper <<

nat├╝rlich, alles, was eine d├╝stere stimmung hat, finde ich gut. ich sollte mal auf die couch. aber ernsthaft. gerade diese zeilen, die ich oben zitierte, treffen es ungemein. wundervoll!

und @ margot (ralph): ich glaube, das mit >> kein ort wirkt verlassener << die stadt gemeint ist.

ich w├╝nsche euch beiden noch einen sch├Ânen tag!

lg
petra
__________________
PeDSch

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
Kommentare: 8220
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lieber Otto,

Eine sehr gute Beschreibung.
Dennoch hab ich mal meine Gedanken dazu unten geschrieben.

"Nach und nach
gehen die Lichter aus in der Stadt,
die Heimat der Einsamkeit ist."

"wenn sich streunende Katzen und Vagabunden hier treffen"
(ich w├╝rde das "hier" streichen?)

"Es gibt nichts zu finden"
(es "g├Ąbe" f├Ąnde ich hinsichtlich, Du dann doch etwas aufz├Ąhlst, besser)?

"Gitter und verschlossene T├╝ren mir zeigen
dass ich au├čen bin
Dieses ewige Gef├╝hl des AussenSeins
Innen ist der Ort von dem Andere sprechen
Aussen ist hier drinnen..."

(Gitter und verschlossene T├╝ren
geben mir das ewige Gef├╝hl des Aussenseins
und der Ort von dem die Anderen sprechen ist innen,
f├╝r mich ist innen aussen)?

oder aber "zeigen mir" statt "mir zeigen"
oder so ├Ąhnlich...

"in mir ist Raum"
(in mir ist genug Raum)?

Vieleicht ist ja was dabei als Anregung.
lG
sch├Ânen Abend
Stoffel


lieber Ralph,
es kann wundersch├Ân sein, durch eine sch├Âne Stadt zu latschen, Nachts. Aber ich denke, es kommt auf die Stimmung INNEN an.Oder?

lG
Stoffel

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
Kommentare: 3340
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auf die stimmung innen kommt es immer an.
ganz egal, wo ich rumlatsche. was ist schon die nacht?
die der sonne abgekehrte erdenh├Ąlfte -
ein flop. wir befinden uns auf einem planeten,
der sich in astronomischen dimensionen zusammen
mit anderen himmelsk├Ârpern bewegt.
wir bilden uns die nacht nur ein. wie das ganze leben
theater ist ...

ralph
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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