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Leselupe.de > Gereimtes
Nachtwind
Eingestellt am 28. 11. 2006 16:20


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Plastikpusteblume
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Nachtwind

Der Nachtwind träumt von mir.
Ein Silberstreif verzaget leis’.
Ich wünscht’ ich träumt’ von dir.
Der Nebel ist ein weiser Greis,

Wogt und flieĂźet ĂĽber Moor,
Kalt wie weiĂźes Leichentuch,
Tritt aus dunklem Tal hervor,
Dieser grausig alte Fluch.

Ein Rabe aus der Ferne,
Sein lauter Schrei weht über’s Land.
Warum nur lausch’ ich gerne?
Unendlich fehlt mir deine Hand!

Nebels dunkle BrĂĽder wandern
Löschen noch das letzte Licht.
Schwere Wellen stets mäandern
Bis sie schwarzes Ufer bricht.

Der Nachtwind träumt von mir
Jenen Alptraum vom Verluste
Und ich bin nicht bei dir
Weil ich frĂĽh schon schlafen musste

- 26.11.06

__________________
Ελευθερία ή θάνατος!

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JoteS
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Hallo BlĂĽmchen

Das ganze Gedicht klingt ein klein wenig epigonenhaft und bemüht, wobei das einerseits Geschmackssache ist und Du das andererseits dann doch recht anständig hinbekommen hast.

Grosse Mühe habe ich mit der Perspektive. In der Subjektive klingt das Ganze schon leicht narzistisch. Träumte der Nachtwind von "Dir", so fände ich das wesentlich harmonischer und auch zum Tonfall wesentlich passender.

Gruss

JĂĽrgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Plastikpusteblume
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Ich gebe mal zu bedenken, dass die Sache mit der Perspektive etwas komplizierter sein könnte, als es auf den ersten Blick scheint...
Wessen Empfinden ist denn eigentliches Thema des Gedichts? Ich sehe hierin keinerlei NarziĂźmus.
Wenn der Nachtwind von der oder dem "Schlafenden" (dem lyr. Ich) träumte, führte dies jedenfalls die "Intention" (zumindest so wie sie der Autor sieht und zu transportieren versucht(e)... ähem) ad absurdum. Nebenbei: Ein Klagelied ist selten durchweg harmonisch...
Als vom Ansatz her epigonenhaft sehe ich dieses Gedicht natürlich auch, so ist es konzipiert. Alles andere wäre ja anmaßend.
Denn mal ehrlich, diejenigen Werke, die künstlerisch wirklich Neues bringen sind doch sehr, sehr rar gesät. Zumindest nehme ich das so wahr, aber ich lasse mich da gerne belehren.
Sei es wie es sei, man freut sich, dass man dieses laut Urteil "recht anständig" von vorne bis hinten durchkomponiert hat...
Einzig etwas unzufrieden bin ich noch mit dem entscheidenden letzten Vers.

Freundliche GrĂĽĂźe,
Vom Fabian mit (Kunst)LöwenZahn
__________________
Ελευθερία ή θάνατος!

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JoteS
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Hallo

Nach nochmaliger genauer Anayse noch ein Kommentar, diesmal in zwei Versionen:

Langversion Kommentar

Stimmt: epigonenhaft. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wüsste man nicht genau, dass nebem dem Moor selten ein Tal liegt aus dem der grausig-weise Nebel, der nunmal definitiv keine Brüder hat von mäandernden Wellen (hallo.... mäandern ist horizontales Schlängeln während Wellen dies stets nur in der Senkrechten tun) geschüttelt, hervortritt um sich am schwarzen Ufer zu erbrechen. Und der ganze Aufwand nur wegen einer einzelnen vermissten Hand. Sowasaberauch.

Immerhin: Man erkennt ein gewisses handwerkliches Talend (Freudsche Fehlleistung, da hat sich das Elend eingeschlichen) ähh sorry Talent. Da ist ja schonmal etwas.

Kurzversion Kommentar

Ăśbelster Kitsch, recht ordenlich gemacht.

Gruss

JĂĽrgen

P.S.: Die eben abgegebene Bewertung enthält KEINEN Kitsch-Abzug, obwohl ich Kitsch verabscheue. Sie berücksichtigt im Gegenteil, dass dies vergleichsweise ordentlicher Kitsch ist und das dieser (leider) auch seine Existenzberechtigung hat.
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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lapismont
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Hallo Plastikpusteblume,

um bei den Metaphern zu bleiben, was ist eigentlich das besondere am Nachtwind?
Wenn ich den Text richtig interpretiere, geht es nicht um ein kaltes LĂĽftchen in der Nacht.
Ich schläft früh ein und ist allein. Nur der gute Nachtwind heult draußen um die Kemenate und überlegt sich, wie es wäre, schliefe Ich nicht, sondern sprünge froh mit des Nebels Brüdern um die Wette unter den wachsamen Krächzern des nimmermüden Raben...

Ich finde, hier sind zu viele Bilder mit einander vermengt, die nicht ganz zusammenpassen. Dadurch verliert sich die Aussage schnell.

cu
lap
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Kunst passiert.

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