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Leselupe.de > Feste Formen
Nachweihnachtliche Freßnarkose
Eingestellt am 01. 01. 2011 14:23


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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

Werke: 114
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Der Opa sitzt im Ohrensessel schräg,
das Weihnachtsessen war fürwahr ein Traum,
großväterlich und vollgefressen träg.

Es wirbelt Mutti putzend durch den Raum,
ein Sinn dahinter ist nicht leicht zu seh'n.
Das Weihnachtsessen war fürwahr ein Traum.

Groß staunend glotzt das Baby aufs Gescheh'n,
doch leider macht das Zappen nicht gescheit.
Ein Sinn dahinter ist nicht leicht zu seh'n.

Die große Schwester sitzt adrett im Kleid.
Was folgen wird ist leider ungesund,
denn leider macht das Zappen nicht gescheit.

Klein Egon schießt mit Erbsen nach dem Hund
und fühlt sich wohl an diesem netten Ort,
was folgen wird ist leider ungesund.

Den Knopf geöffnet liegt der Vater dort.
Der Opa sitzt im Ohrensessel schräg
und fühlt sich wohl an diesem netten Ort
großväterlich und vollgefressen träg.
__________________
allgemeine Warnung: bei meinen Beiträgen ist Ironie nicht auszuschließen

Version vom 01. 01. 2011 14:23

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Thylda,
diese Terzanelle erinnert mich irgendwie an eine Vilanelle.
Durch die Wiederholungen. Auch wenn diese anders gehandhabt
werden. Sie liest sich flüssig, nur an einer Stelle
hoppel ich ein wenig und zwar

quote:
und fühlt sich wohl an diesem ruhigen Ort,

stolpere ich über dieses "ruhigen"...Für mich wäre es flüssiger:

und fühlt sich wohl an diesem Ruheort.


Es sei denn man spricht ruhigen als "rujgen" aus,
was man natürlich machen kann und was umgangssprachlich
sicher oft vorkommt

Ansonsten gefällt mir Deine Terzanelle und der Titel
ist super, besonders die Freßnarkose haut rein.
So herrlich realistisch

mit herzlichen Grüßen, Pelikan

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Ein witziger Titel,

der leider qualitativ vom Inhalt nicht ganz eingelöst wird.

quote:
Groß staunend glotzt das Baby aufs Gescheh'n,
doch leider macht das Zappen nicht gescheit.
Ein Sinn dahinter ist nicht leicht zu seh'n
Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Baby bereits zappen kann, vielleicht ist es aber sonderbegabt?
quote:
Es wirbelt Mutti putzend durch den Raum,
ein Sinn dahinter ist nicht leicht zu seh'n.
Das Weihnachtsessen war fürwahr ein Traum
Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen dem Fresstraum und dem angeblich sinnfreien Putzgewirble.
quote:
Die große Schwester sitzt adrett im Kleid.
Was folgen wird ist leider ungesund,
doch leider macht das Zappen nicht gescheit
.
Warum adrette Kleidung ungesund ist, erschließt sich mir nicht. Korsetts sind ja mittlerweile aus der Mode ... - Die beiden letzten Strophen finde ich hingegen witzig und passend( und somit einen Teil der ersten). - Ich freue mich auch, dass du inzwischen das Reimen erlernt hast, bis auf das kleine (bereits erwähnte) Patzerchen und die Elisionen.

Dir ein frohes und erfolgreiches 2011
Heidrun

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Ich glaube, dass hier nicht ein Baby, oder sonstwer zappt, sondern der Großvater - alle anderen im Raum bekommen das mit.
Um dies zu verdeutlichen sollte man den Großvater vielleicht
nicht in einen Ohrensessel, sondern in den Fernsehsessel setzen Und Muttis unsinniges Putzen kann man verschieden deuten: Langeweile nach vollbrachter Kochkunst, ein sich beschäftigen Müssen/Wollen, oder einfach nur Aufmerksamkeit erregen, weil ihr ja nach ihrer großen Tat (dem Weihnachtsessen) keiner mehr Beachtung schenkt. Weil es so viele Möglichkeiten sind, warum sie es macht, ist es eben nicht leicht einen Sinn dahinter zu sehen/zu finden.
Mal davon abgesehen, dass ich hier nicht das Baby, sondern den Großvater zappen sehe, können Babys solches aus -
als Baby wird ja nicht nur ein Kind bezeichnet, welches reglos im Kinderwagen liegt, sondern auch die Krabbler und ein solcher Krabbler fasst gerne alles an (warum dann nicht eine Fernbedienung? wenn sie schon so daliegt und zum Knöpfedrücken animiert ) Und dass solch ein Knopfdrücken nicht gescheit macht ist klar, schon gar nicht ein Baby,
welches, wenn schon, dann ein auf sich zugeschnittenes Programm haben müßte, ein Programm welches allerdings nicht aus der Kiste kommt, sondern von den Eltern erstellt wurde -
in Natura, sprich als Beschäftigung mit dem Kind.
Und das mit der "großen Schwester", welche adrett im Kleid dasitzt und dem Zapp-Programm, verstehe ich folgend:
Noch ist diese brav und sitzt adrett, doch bald sieht sie
etwas "Ungesundes" beim Zappen durch den Opa, etwas Verderbliches sozusagen...
Eine kleine Unstimmigkeit sehe ich bei genauer Betrachtung jedoch und zwar den "ruhigen Ort", denn wo gezappt wird, gibt es auch Geräusche, Klänge, oft lauter als man möchte.
Das Springen von Kanal zum Kanal ist oft mit unvorhergesehenen Geräuschen verbunden, weil jeder Sender verschieden laut sendet. Also, mit Ruhe wird da wohl nicht so viel her sein

mit herzlichen Grüßen, Pelikan

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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

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Liebe Pelikan

Vielen Dank für Deinen Zuspruch in jeglicher Weise. Ich dachte mir schon, daß Du die Zusammenhänge siehst.
Tatsächlich spreche ich den ruhigen Ort „ruj-gen“ aus. Vielen Dank für Deinen Vorschlag Ruheort. Aber es scheint mir nicht recht zu passen. An einem Ruheort stelle ich mir einen leisen Ort vor (Dezibel), ein ruhiger Ort kann meiner Meinung nach durchaus unaufdringliche Geräusche haben, nur keine rege Diskussion oder gar Streit. In meinem Gedicht befindet sich die Familie zwar im gleichen Zimmer, doch keiner sagt etwas. Jeder ist gemeinsam für sich allein. Der „ruhige Ort“ ist ein wenig ironisch gemeint

Liebe Heidrun

Es betrübt mich, daß mein Gedicht nicht zu Dir spricht und Du keine Lust auf mehr hast. Aber mit dieser Deiner Haltung kann ich zufrieden leben, obwohl ich gestern Abend den Eindruck hatte, Deine Einschätzung sei weniger wohlwollend.

Die inhaltlichen Bedenken, die Du geäußert hast, hat Pelikan Dir hoffentlich schon ausräumen können. Ihren Ausführungen habe ich nichts Schwerwiegendes hinzuzufügen. Man konnte meinen Text also durchaus verstehen, wenn man dies denn wollte.

Vielleicht gefiel Dir aber auch einfach nur die Form nicht. Hier empfehle ich, Dich einmal kurz damit zu befassen, da Du dies offensichtlich noch nicht getan hast (Antwort an mich um 18.03 und die an meradis 20.33)

quote:
Ob das Gedicht formal den Vorgaben entspricht, weiß ich nicht, weil ich mich mit dieser Form noch nicht beschäftigt habe.
Hier klicken

Bernd hat einen erhellenden, schmerzlos kurzen Beitrag dazu gepostet, der Dir vielleicht den Sinn hinter diesen „gequälenten Wiederholungen“ näher bringt.

Wie Du siehst, bin ich immer bereit, all Deine Ausführungen genau zu lesen, sie in meinem Herzen zu bewahren und Dir angemessen zu antworten. Gern lerne ich dazu, da ich eine Ausbildung nie wirklich als abgeschlossen betrachte.

Liebe Grüße Euch beiden
Thylda
__________________
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domino
Hobbydichter
Registriert: Jun 2009

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Hallo, Thylda,
das macht doch Lust auf die nächste Menüplanung! Es muss ja nicht nur zu Weihnachten sein...
Liebe Grüße
domino

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Thylda,

zu wenige Worte von mir, da es Richtung Bett geht.


Vorweg:
Der Titel ist klasse. ;-)

quote:
Die große Schwester sitzt adrett im Kleid.
Was folgen wird ist leider ungesund,
denn leider macht das Zappen nicht gescheit.

Klein Egon schießt mit Erbsen nach dem Hund

Nicht das "adrett im Kleid sitzen" ist ungesund, sondern das "Zappen" ("...sitzt im Kleid, was folgen wird...ist ungesund, denn....Zappen..."). Mir ist ein anderes Verständnis dieser klaren Sprache nicht begreiflich.
quote:
Was folgen wird ist leider ungesund
...
Klein Egon schießt mit Erbsen nach dem Hund

Es holpert, aber es trieft vor inneren Bildern. ;-)


By the way, obwohl es hier wohl nicht hingegört:

Mir geht das Gezicke auf´n Keks. Aber irgendwie nährt sich Verständnis in mir, denn seit heute weiß ich, dass es auch Halbgötter in lupinengrün gibt. ;-)

In Anbetung dessen,
Archi

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