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Leselupe.de > Gereimtes
Naive Kinder oder: Libanesische Terroristen
Eingestellt am 24. 07. 2002 22:50


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kathasstrophe
Schriftsteller-Lehrling
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Schicksal?!

als sie sich auf den Weg zum Markte machte,
nahm sie wahr, wie jemand lachte,
drehte sich um und sah durch ihr Glas,
wie eine Gruppe Kinder vor einer T├╝re sa├č.

eilend verschnellte sie ihren Gang.
w├Ąhrend sie, alt und klapprig nach Luft schon rang.
sie stie├č an der Ampel auf Helga M├╝ller
und erz├Ąhlte ihr den Tageskn├╝ller.

das dahinten Kinder w├Ąren,
die sich wohl nicht um ihre Zukunft scheren.
Helga emp├Ârte sich lauthals umher
├╝ber die Jugend, sie sei dumm, rebellisch und quer.

die Ampel wurde gr├╝n und Helga ging r├╝ber.
welch Zufall, vor dem Friseur stand Karl-Heinz L├╝ber
nachdem Karl-Heinz nichts zu erz├Ąhlen hatte,
verriet Helga den Preis ihrer neuen Fu├čmatte.

das interessierte den Karl-Heinz nicht sehr,
dochHelga wu├čte zu tratschen noch mehr.
Helga erz├Ąhlte ihm von den Asozialen.
Zum Gl├╝ck, sagte Karl, d├╝rfen die nicht zu den Wahlen.

dann mu├čte Karl-Heinz zum Haare schneiden.
statt Tsch├╝ss riet er ihr, solche Leute zu meiden.
drinnen spielten die Friseure noch Karten,
drum┬┤ mu├čte Karl-Heinz noch ein bi├čchen warten.

er verbrachte die Zeit mit Bildzeitung lesen
und sah dort ein Bild von kriminellen Libanesen.
endlich wu├čte Karl-Heinz von diesen Sachen
sich ein genaueres Bild zu machen

und als er seinem Nachbar versuchte zu erkl├Ąren,
wie man sich hat gegen diese Junkies zu wehren
benutzte er das Bild zur Anschaulichkeit
und schw├Ârte zuletzt auf die deutsche Einheit.

die Frisur seines Nachbars war schon fertig geschnitten,
er verabschiedete sich bald nach altdeutschen Sitten,
ging nach Hause, setzte sich an den Tisch,
zum Essen gabs deutsches Gem├╝se und d├Ąnischen Fisch.

seiner Frau erz├Ąhlte er von der Hausbesetzung,
von den Drogen bis hin zur Gesetzesverletzung.
die Augen der Alten weit aufgerissen,
wollte sie immer noch mehr wissen

und weil sie nicht aufh├Ârte zu gaffen,
erz├Ąhlte er ihr dann auch von den Waffen,
die da mit im Spiele seien,
das k├Ânne man denen nie verziehen.

als der Mann sich satt vor die Kiste setzte,
h├Ârte er, wie seine Frau aus dem Hause hetzte.
sie fuhr mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss
und besuchte ihre Freundin, die Erna Voss.

"Neuigkeiten" sagte sie und trat ├╝ber den Rand,
die auch Erna bald f├╝r interessant befand.
Libanesische Terroristen in der Vorstadtgegend,
das war ja fast zu aufregend.

Ob das wohl Anarchisten seien,
wollten sie uns von Demokratie befreien ?
wie viele sind es, haben sie Waffen?
denkst du wirklich, sie k├Ânnten es schaffen?

Erna f├╝rchtete sich vor terroristischer List,
rief ihren Mann an, der war Polizist
und au├čerdem ein ernsthafter Mann,
der so etwas bestimmt regeln kann.

sie informierte in ├╝ber die Terroristen
und die Bomben in den Kisten.
ferner ├╝ber politische Absichten,
die w├╝rden sie bestimmt bald auf Deutschland richten.

und der Verlust des demokratischen Staatsschatzes...
...das war ein Anlass f├╝r den Sondereinsatz.
der Mann mobilisierte in k├╝rzester Zeit
die gesamte deutsche Panzereinheit.

au├čerdem holte er schnell an den Ort
die ganzen Polizisten vom Castor Transport.
verst├Ąrkung kam auch aus Amerika,
die haben wohl zu viele Bullen da.

als dann alle anwesend warn┬┤,
├Ąnderten sie ihren Plan.
was sei das blo├č f├╝r eine Schar,
was h├Ątten die f├╝r Waffen da ?

vielleicht in unz├Ąhligen Mengen,
besser w├Ąre das Haus einfach zu sprengen.
es sei sowieso schon lange unbewohnt
(Ihr Handeln wird bestimmt belohnt)
optimal erschien ein Luftangriff,
die Bombe fiel, nach einem Pfiff.

ein Sprecher der Polizei in seiner Not,
erkl├Ąrte alle vier Kinder f├╝r tot.
die Kinder kamen von einer Fahrradtour,
f├╝rchteten sich vor dem Regen nur.
stellten sich unter im Hauseingang,
dann kam die Oma des Weges entlang.

die Leute dann vom ganzen Ort
tratschten noch lange ├╝ber den grausamen Mord.
die Quelle der Schuld wurde nie gefunden,
wie auch ? Alle waren mit ihr verbunden.

zwei Tage sp├Ąter sprach der Pastor dann den Segen,
verfluchte als Schuldigen den Regen.

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Haget
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MoinMoin kathasstrophe,
ein paar Tipps mal zum Gedichtsanfang:
Im Titel lieber „Schicksal?!“ - das ! wirkt sonst wie zweites "L".

Schicksal!? - Schicksal?!

als sie sich auf den Weg zum Markte machte,
nahm sie wahr, wie jemand lachte,
drehte sich um und sah durch das Glas,
wie eine Gruppe Kinder vor einer T├╝re sa├č.

Wenn sie die Kinder durch das Glas sah: Stehen sie dann vielleicht HINTER einer T├╝re?
(Nebenbei: Falls Du mal schr├Ąg oder fett schreiben willst,

oder zentriert:
Siehe am Ende dieser Seite unter „vB-Code“!
__________________
Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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kathasstrophe
Schriftsteller-Lehrling
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Vielen Dank f├╝r die ganzen Tips, die mir von vielen Seiten zugefl├╝stert werden.
(Das mit dem Fett und Kursiv-Schreiben wusste ich auch noch nicht, Haget, dankesch├Ân...)

Katharina

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