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Leselupe.de > Kindergeschichten
Naomis Abenteuer 4
Eingestellt am 23. 05. 2003 01:48


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Inga Rothe
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Naomis Abenteuer 4

Naomi kehrt zur├╝ck

Das Flugzeug startete p├╝nktlich. Frau und Herr Schl├╝ter sind schon ├Âfter geflogen, aber Naomi nicht. Zuerst hatte sie ziemliche Angst, als sie das gro├če Flugzeug sah, aber die Sehnsucht nach ihrem Land war dann doch st├Ąrker.
Es war ein langer Flug, sie bekam aber kein Auge zu. Kurz vor der Landung musste Frau Schl├╝ter sie wecken, denn irgend wann war sie dann doch eingeschlafen.
Sofort war sie wieder hellwach und voller Erwartung.
Mit zitternden Knien betrat Naomi Heimatboden. Obwohl sie ja nicht lange in dieser Stadt gewohnt hatte, erkannte sie doch einige H├Ąuser wieder, als sie mit einer Taxe in ein Hotel, N├Ąhe des Hafens fuhren.
Am liebsten w├Ąre Naomi gleich hingelaufen, aber Frau Schl├╝ter meinte, sie h├Ątten doch noch soviel Zeit.
Nachdem sie sich alle frisch gemacht und umgezogen hatten, wurde erst einmal gegessen.
Naomi bekam kaum einen Bissen herunter. Herr Schl├╝ter konnte es nicht mehr mit ansehen, wie sich Naomi zusammennehmen musste, obwohl sie doch so aufgeregt war.
Seine Frau musste sich danach erst einmal etwas hinlegen, darum nahm er Naomi an die Hand und sie marschierten in Richtung Hafen.

Nach dem Vorfall vor ├╝ber einem Jahr war dieser aber noch mehr gesichert, man kam kaum noch heran. ├ťberall standen Wachposten.
Naomi sprach gleich den ersten Mann an, dem sie begegneten und vor lauter Aufregung auf Deutsch. Der sch├╝ttelte nur den Kopf.
"Du musst schon deine Sprache sprechen," lachte Herr Schl├╝ter.
Dieser Mann kannte aber ihren Vater auch nicht.
"Wollen wir mal nachsehen, ob er zu Hause ist?", meinte Herr Schl├╝ter. "Wei├čt du denn noch, wo eure Wohnung war?"
Dass sie aber auch darauf nicht gekommen ist. Jetzt war Naomi nicht mehr zu halten, sie zog Herrn Schl├╝ter am Arm und forderte, er m├Âchte doch schneller gehen.
Da standen sie nun vor ihrer damaligen Wohnung.
Naomis Herz klopfte bis zum Hals. Bevor Herr Schl├╝ter sie noch halten konnte, hatte sie auch schon die T├╝r aufgerissen und rannte hinein.
Entsetzt blickte sie in das Gesicht einer erschrockenen, unbekannten Frau und deren Mann.
Sie konnte nichts sagen, stand nur da und brach in Tr├Ąnen aus. Herr Schl├╝ter entschuldigte sich f├╝r ihr Benehmen auf Englisch und wurde verstanden.
Der Mann sagte ihm, nachdem er alles erkl├Ąrt und nach Naomis Vater gefragt hatte, er wohne schon seit mehreren Monaten hier und wusste nur, dass der Familie, die vor ihm hier gewohnt hatte, schreckliches passiert sei.
Der Lagerverwalter hatte seine Frau verloren und h├Ątte hier mit seiner Tochter gewohnt. Dann war vor einem Jahr der Aufstand und dabei sei er schwer verletzt worden. Die Tochter wurde nie wieder gefunden, man vermutete, dass sie auch umgekommen sei.
"Dann bist du das kleine M├Ądchen?" fragte er Naomi in seiner Sprache.
Diese nickte und weinte nun noch mehr.
"Du musst nicht weinen,", sagte der Mann, "dein Vater lebt!"
Er nahm Naomi tr├Âstend in die Arme und seine Frau lud Herrn Schl├╝ter zu einer Tasse Kaffee ein. Sie ├╝berlegten noch, wo man erfahren konnte, wo der Vater geblieben sei, als Naomi sich etwas erholt hatte und meinte, da w├Ąre doch noch ihr Onkel Osman, den k├Ânnten sie fragen.
"Eine gute Idee, aber zuerst gehen wir wieder ins Hotel, du musst dich jetzt auch erst einmal ausruhen.", erwiderte Herr Schl├╝ter.
Sie verabschiedeten sich herzlich von dem netten Ehepaar und schlenderten langsam zur├╝ck. Naomi plapperte drauf los, erz├Ąhlte, wo sie ├╝berall war und welches Haus sie kannte.

Im Hotel angekommen, legte sich Naomi hin und schlief auch gleich ein.
Frau Schl├╝ter war ersch├╝ttert, als sie h├Ârte, was passiert war.
"Dann denkt der Vater, seine Tochter sei gestorben, das ist ja schlimm."
Naomi wachte erst gegen 11 Uhr auf. Nachdem sie gefr├╝hst├╝ckt hatten, nahmen sie sich eine Taxe, um den Onkel zu suchen. Es war gar nicht so leicht, den Weg zu finden, aber nach einigen Stunden fanden sie die H├╝tte wieder.
Kaum hielt das Taxi, sah Naomi auch schon ihre Tante Omti. Jubelnd lief sie los.
Pl├Âtzlich schrie die Frau entsetzlich. Herr und Frau Schl├╝ter wussten nicht warum, aber der Taxifahrer ├╝bersetzte es ihnen.
"Frau schrein, M├Ądchen sei tot, sei Geist!" sagte er in gebrochenem Deutsch.
Da kam ein Mann aus der H├╝tte, es war wohl Naomis Onkel, der ganz blass wurde, als er das Kind sah. Als er sich vergewissert hatte, in dem er sie anfasste, ob sie ein Mensch sei, also Naomi, herzte und k├╝sste er sie.
Die Tante verschwand ungl├Ąubig in der H├╝tte, kam aber bald mit ihrer kleinen Tochter zur├╝ck.
Nun kam Naomi mit ihrem Onkel auf die Schl├╝ters zu, damit sie sich kennen lernten.
Herr Schl├╝ter schickte erst einmal den Taxifahrer fort und sagte, er solle so in etwas zwei Stunden wieder kommen.
Naomi war ├╝bergl├╝cklich. Nat├╝rlich wollte sie auch gleich wissen, wo ihr Vater sei. Onkel Osman sagte, er wohne am anderen Ende der Stadt. Seit ein paar Monaten sei er aus dem Krankenhaus. Im Hafen hatte man ihn entlassen, da es denen zu lange gedauert hatte, bis er wieder da war. Er arbeite aber wieder und diesmal in einem gro├čen B├╝rohaus.
"Dein Vater ist ein kluger Mann." ,endete er.
Naomi hatte alles den Schl├╝ters ├╝bersetzt und Herr Schl├╝ter meinte l├Ąchelnd, jetzt wei├č ich, woher du das hast, Naomi.

Die zwei Stunden vergingen schnell. Sie tauschten noch die Adressen aus und bekamen auch die von Naomis Vater.
"Wollen wir gleich zu ihm fahren?", fragte er im Taxi Naomi.
Sie konnte nicht antworten, kuschelte sich nur an ihn. Frau Schl├╝ter kamen die Tr├Ąnen, obwohl sie nun auch h├Ątte froh sein sollen. Sie f├╝hlte sie den Abschied von Naomi nah. Sie liebte dieses Kind ├╝ber alles.

Der Taxifahrer hielt an einem kleinen Haus am Rande der Stadt.
Diesmal ging Naomi zaghaft voran. Sie klopfte und es ├Âffnete ihr eine fremde Frau. Sprachlos sah sie sie an. Schnell hatte sie sich aber gefasst und fragte nach Herrn Ilmandu und die Frau bat sie herein. Herr und Frau Schl├╝ter warteten erst einmal vor dem Eingang.
Da stand er, Naomis Vater! Naomi hatte pl├Âtzlich ganz wackelige Knie. Herr Ilmandu musste sich erst einmal setzen und die Frau verstand gar nichts.
Wortlos lief Naomi zu ihrem Vater, nahm ihn in die Arme und wollte ihn nicht mehr loslassen. Beide weinten vor Freude. Nun begriff die Frau auch, was los war und auch ihr kamen die Tr├Ąnen.
Dann bat sie die Schl├╝ters herein und Naomi erz├Ąhlte von ihrem Abenteuer.
Komm mal her, meinte der Vater, wer hier ist. Er ├Âffnete eine Zimmert├╝r und Naomi konnte es kaum glauben, da spielte der kleine Silas, der schon t├╝chtig gewachsen war.
Es stellte sich heraus, dass die Frau Krankenschwester war und ihren Vater damals gepflegt hatte.
Nun wollten sie bald heiraten und darum haben sie den kleinen Silas zu sich geholt.
Herr und Frau Schl├╝ter waren sehr still geworden, denn sie wussten, Naomi wird bei ihrer Familie bleiben und das machte sie traurig.
Es wurde ziemlich sp├Ąt, als die Schl├╝ters aufbrachen.
"Was ist mit dir, Naomi, m├Âchtest du erst einmal hier bleiben?", fragte Herr Schl├╝ter, in der Hoffnung, sie w├╝rde doch wieder mit ins Hotel kommen.
"Darf ich hier bleiben?", fragte sie und ├╝bersetze es ihren Vater.
Naomi blieb bei ihrem Vater. Versprach aber, am n├Ąchsten Tag anzurufen. Anrufen, innerlich musste sie lachen, denn vor einem Jahr wusste sie noch nicht, was das war.

Frau Schl├╝ter konnte diese Nacht nicht schlafen, sie war sehr ungl├╝cklich. Hatte deswegen auch ein schlechtes Gewissen, da Naomi jetzt so gl├╝cklich war und sie ihr das nicht zu g├Ânnen schien.
Ihr Mann lie├č sich nichts anmerken, aber ihm erging es ├Ąhnlich.

Naomi hielt ihr Versprechen und rief an. Die Schl├╝ters meinten schweren Herzens, sie k├Ânne ruhig noch da bleiben, schlie├člich h├Ątten sie ja Urlaub.
An manchen Tagen trafen sie sich, um die Sehensw├╝rdigkeiten der Stadt zu bewundern und auch Ausfl├╝ge zu machen.

Mittlerweile waren sie schon vier Wochen in Kairo, bald mussten sie wieder fort. Frau Schl├╝ter litt sehr darunter. Niemand ber├╝hrte dieses Thema.
In der letzten Woche aber fiel Herrn Schl├╝ter auf, dass Naomi auch stiller geworden war. Was wohl in diesem Kind vorgeht, dachte er.
Heute wollten sie zum letzten Mal an den Strand fahren. Die Schl├╝ters bedauerten, dass Naomis Vater kein Englisch sprach und sie sich nur mit Zeichensprache verst├Ąndigen konnten. Sie waren sich sehr sympathisch.
Unterwegs erz├Ąhlte Naomi stolz, ihr Vater w├╝rde englisch lernen und sie wollte das auch.
Frau Schl├╝ter l├Ąchelte, denn sie wusste, was Naomi tun wollte, das tat sie auch.

Es wurde ein sehr sch├Âner Tag und alle waren vergn├╝gt, obwohl der Abschied bevor stand.
Naomi tobte in den Wellen herum, obwohl sie gerade erst Schwimmen gelernt hatte.
Dann pl├Âtzlich lief sie zu Frau Schl├╝ter, kuschelte sich an sie und fing an zu weinen.
"Was hast du, meine Kleine?", fragte sie und streichelte ├╝ber Naomis Haar.
Naomi sah sie an und fragte:" Darf ich denn auch wieder mit nach Deutschland?"
Nun war es heraus.
"Nat├╝rlich darfst du das, wenn du es m├Âchtest und dein Vater einverstanden ist.", erwiderte ├╝berrascht Frau Schl├╝ter.
Naomi stie├č einen Freudenschrei aus und rannte, so schnell es ging zu ihrem Vater.
Er kam dann langsam und doch etwas traurig auf sie zu.
Gab ihr die Hand und Naomi musste ├╝bersetzen.
Seine Tochter hatte sich so schnell an Deutschland, an das andere Leben, gew├Âhnt, das er ihr hier nicht bieten k├Ânnte. Au├čerdem w├╝rde sie ohne ihre Schl├╝ters auch nicht mehr gl├╝cklich sein. Darum sollte sie sich entscheiden, wo sie bleiben wollte.
Es fie ihr nicht leicht, da sie alle gleich liebte, aber in Deutschland h├Ątte sie mehr Chancen, etwas aus ihrem Leben zu machen. Und immer, wenn Ferien sind, k├Ânne sie kommen, er w├╝rde ihr das Reisegeld schicken. Er h├Ątte auch gro├čes Vertrauen zu ihnen.
Herr Schl├╝ter war dazu gekommen und konnte es nicht fassen. Gl├╝cklich umarmte er Naomis Vater und versprach, gut f├╝r sie zu sorgen.

Es war ein schwerer Abschied auf beiden Seiten, aber bald waren ja wieder Ferien.

Fortsetzung? Wer wei├č...

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der letzte:Naomis Abenteuer 4
Naomi kehrt zur├╝ck

Das Flugzeug startete p├╝nktlich. Frau und Herr Schl├╝ter sind sch(o)n ├Âfter() geflogen, aber Naomi nicht. Zuerst hatte sie ziemlich(e) Angst, als sie das gro├če Flugzeug sah, aber die Sehnsucht nach ihrem Land war dann doch st├Ąrker.
Es war ein langer Flug, sie bekam aber kein Auge zu. Kurz vor der Landung musste Frau Schl├╝ter sie wecken, denn irgend wann (war sie dann doch eingeschlafen).
Sofort war sie wieder hellwach und voller Erwartung.
Mit zitternden Knien betrat Naomi ()Heimatboden. Obwohl sie ja nicht lange in dieser Stadt gewohnt hat(te), erkannte sie doch einige H├Ąuser wieder, als sie mit einer Taxe ()in ein Hotel(in der) N├Ąhe des Hafens fuhren. Am (l)iebsten w├Ąre Naomi gleich hingelaufen, aber Frau Schl├╝ter meinte, sie h├Ątten doch noch soviel Zeit.
Nachdem sie sich alle frisch gemacht und umgezogen (hatten), wurde erst einmal gegessen.
Naomi bekam kaum einen Bissen herunter. Herr Schl├╝ter konnte es nicht mehr mit ansehen, wie sich Naomi zusammennehmen(zusammen) musste, obwohl sie doch so aufgeregt war.
Seine Frau musste sich danach erst einmal etwas hinlegen, darum nahm er Naomi an (die) Hand und sie marschierte(n) in Richtung Hafen.

Nach dem Vorfall vor ├╝ber einem Jahr(kein Komma) war dieser aber noch mehr gesichert, man kam kaum noch heran. ├ťberall standen Wachposten.
Naomi sprach gleich den ersten Mann an, de(m) sie begegneten und vor lauter Aufregung auf Deutsch. Der sch├╝ttelte nur ()de(n) Kopf.
"Du musst schon deine Sprache sprechen," lachte Herr Schl├╝ter.
Dieser Mann kannte aber ihren Vater auch nicht.
"W(ollen) wir mal nachsehen, ob er zu Hause ist"(,) meinte Herr Schl├╝ter. "Wei├čt du denn noch, wo eure Wohnung war?"
Das(s) sie aber auch darauf nicht gekommen ist. Jetzt war Naomi nicht mehr zu halten, sie zog Herrn Schl├╝ter am Arm und (forder)te, er m├Âchte doch schneller gehen.
Da standen sie nun vor ihrer damaligen Wohnung.
Naomis Herz klopfte bis zum Hals. Bevor Herr Schl├╝ter sie noch halten konnte, hatte sie ()schon die T├╝r aufgerissen und rannte hinein.
Entsetzt blickte sie in das Gesicht einer erschrockenen, unbekannten Frau und deren Mann.
Sie konnte nichts sagen, stand nur da und brach in Tr├Ąnen aus. Herr Schl├╝ter entschuldigte sich f├╝r ihr Benehmen auf Englisch und wurde verstanden.
Der Mann sagte ihm, nachdem er alles erkl├Ąrt und nach Naomis Vater gefragt hatte, er wohne schon seit mehreren Monaten hier und wu(ss)te nur, dass (der) Familie, die vor ihm hier gewohnt hatte, schreckliches passiert sei.
Der Lagerverwalter hatte seine Frau verloren und h├Ątte hier mit seiner Tochter gewohnt. Dann war vor einem Jahr der Aufstand und dabei sei er schwer verletzt worden. Die Tochter wurde nie wieder gefunden, man vermutete, dass sie auch umgekommen sei.
"Dann bist du das kleine M├Ądchen?" fragte er Naomi (in)seiner Sprache.
(Naomi sonst nickt die Sprache) nickte und weinte nun noch mehr.
"Du musst nicht weinen,"(,) sagte der Mann, "dein Vater lebt!"
Er nahm Naomi tr├Âstend in die Arme und seine Frau lud Herrn Schl├╝ter zu einer Tasse Kaffee ein. Sie ├╝berlegten noch, wo man erfahren konnte, wo der Vater geblieben (sei), als Naomi sich etwas erholt hatte und meinte, da w├Ąre doch noch ihr Onkel Osman, den k├Ânnten sie fragen.
"Eine gute Idee, aber zuerst gehen wir wieder ins Hotel, du musst dich jetzt auch erst einmal ausruhen."(,) erwiderte Herr Schl├╝ter.
Sie verabschiedeten sich herzlich von dem netten Ehepaar und schlenderten langsam zur├╝ck. Naomi plapperte drauf los, erz├Ąhlte, wo sie ├╝berall war und welches Haus sie kannte.

Im Hotel angekommen, legte sich Naomi hin und schlief auch gleich ein.
Frau Schl├╝ter war ersch├╝ttert, als sie h├Ârte, was passiert war.
"Dann denkt der Vater, seine Tochter sei gestorben, das ist ja schlimm."()

Naomi wachte erst gegen 11 Uhr auf(. N)achdem sie gefr├╝hst├╝ckt hatten, nahmen sie sich eine Taxe(,) um den Onkel zu suchen. (E)s war gar nicht so leicht, den Weg zu finden, aber nach einigen Stunden fanden sie die H├╝tte wieder.
Kaum hielt das Taxi, sah Naomi auch schon ihre Tante Omti. Jubelnd lief sie los.
Pl├Âtzlich schrie die Frau entsetzlich(). Herr und Frau Schl├╝ter wussten nicht warum, aber der Taxifahrer ├╝bersetzte es (ihnen).
"Frau schrein, M├Ądchen sei tot, sei Geist!" sagte er in gebrochenem Deutsch.
Da kam ein Mann aus der H├╝tte, es war wohl Naomis Onkel, der ganz blass wurde, als er das Kind sah. Als er sich vergewissert hatte, in dem er sie anfasste, ob sie ein Mensch sei, also Naomi, herzte und k├╝sste er sie.
Die Tante verschwand ungl├Ąubig in der H├╝tte(, kam aber bald mit )ihrer kleinen Tochter zur├╝ck.
Nun kam Naomi mit ihrem Onkel auf die Schl├╝ters zu, damit sie sich kennen lernten.(nicht zusammen)
Herr Schl├╝ter schickte erst einmal den Taxifahrer fort und (sag)te, er solle so in etwa( zwei) Stunden wieder kommen.
Naomi war ├╝bergl├╝cklich. Nat├╝rlich wollte sie auch gleich wissen, wo ihr Vater sei. Onkel Osman sagte, er wohne am anderen Ende der Stadt. Seit ein paar Monaten sei er aus dem Krankenhaus. Im Hafen hatte man ihn entlassen, da es denen zu lange gedauert hatte, bis er wieder da war. Er arbeite() aber wieder und diesmal in einem gro├čen B├╝rohaus.
"Dein Vater ist ein kluger Mann."(,) endete er.
Naomi hatte alles den Schl├╝ters ├╝bersetzt und Herr Schl├╝ter meinte l├Ąchelnd, jetzt wei├č ich, woher du das hast, Naomi.

Die zwei Stunden vergingen schnell. Sie tauschten noch die Adressen aus und bekamen auch die von Naomis Vater.
"Wollen wir gleich zu ihm fahren?"(,) fragte er im Taxi Naomi.
Sie konnte nicht antworten, kuschelte sich nur an ich(n). Frau Schl├╝ter kamen die Tr├Ąnen, obwohl sie nun auch h├Ątte froh sein sollen(. Sie) f├╝hlte den Abschied von Naomi nah. Sie liebte dieses Kind ├╝ber alles.

Der Taxifahrer hielt an einem kleine(n) Haus am Rande der Stadt.
Diesmal ging Naomi zaghaft voran. Sie klopfte und es ├Âffnete ihr eine (f)remde Frau. Sprachlos sah sie sie an. Schnell hatte sie sich aber gefasst und fragte nach Herrn Ilmandu und die Frau bat sie herein. Herr und Frau Schl├╝ter warteten erst einmal vor dem Eingang.
Da stand er, Naomis Vater! Naomi hatte pl├Âtzlich ganz wackelige Knie. Herr Ilmandu musste sich erst einmal setzen und die Frau verstand gar nichts.
Wortlos lief Naomi zu ihrem Vater, nahm ihn in die Arme und wollte ihn nicht mehr loslassen.(zusammen) Beide weinten vor Freude. Nun begriff die Frau auch(,) was los war und auch ihr kamen die Tr├Ąnen.
Dann bat sie die Schl├╝ters herein und Naomi erz├Ąhlte von ihrem Abenteuer.
Komm mal her, meinte der Vater, wer hier ist. Er ├Âffnete eine Zimmert├╝r und Naomi konnte es kaum glauben, da spielte der kleine Silas, der schon t├╝chtig gewachsen war.
Es stellte sich heraus, dass die Frau Krankenschwester war (und) ihren Vater damals gepflegt hatte.
Nun wollten sie bald heiraten und darum haben sie den kleinen Silas zu sich geholt.
Herr und Frau Schl├╝ter waren (sehr) still geworden, denn sie wussten, Naomi wird bei ihrer Familie bleiben und das machte sie traurig.
Es wurde ziemlich sp├Ąt, als die Schl├╝ters aufbrachen.
"Was ist mit dir, Naomi, m├Âchtest du erst einmal hier bleiben?"(,) fragte Herr Schl├╝ter, in der Hoffnung, sie w├╝rde doch wieder mit ins Hotel kommen.
"Darf ich hier bleiben(nicht zusammen)?" fragte sie und ├╝bersetze es ihren Vater.
Naomi blieb bei ihrem Vater. Versprach aber, am n├Ąchsten Tag anzurufen. Anrufen, innerlich musste sie lachen, denn vor einem Jahr wu(ss)te sie noch nicht(,) was das war.

Frau Schl├╝ter konnte diese Nacht nicht schlafen, sie war sehr ungl├╝cklich. Hatte deswegen auch ein schlechtes Gewissen, da Naomi jetzt so gl├╝cklich war und sie ihr das nicht zu g├Ânnen schien.
Ihr Mann lie├č sich nichts anmerken, aber ihm erging es ├Ąhnlich.

Naomi hielt ihr Versprechen und rief an. Die Schl├╝ters meinten schweren Herzens, sie k├Ânne ruhig noch da bleiben, schlie├člich h├Ątten sie ja Urlaub.
An manchen Tagen trafen sie sich(), um die Sehensw├╝rdigkeiten der Stadt zu bewundern und auch Ausfl├╝ge zu machen.

Mittlerweile waren sie schon (vier) Wochen in Kairo, bald mussten sie wieder fort. Frau Schl├╝ter litt sehr darunter. Niemand ber├╝hrte dieses Thema.
In der letzten Woche aber(kein Komma) fiel Herrn Schl├╝ter auf, dass Naomi auch stiller geworden war. Was wohl in diesem Kind vorgeht(zusammen), dachte er.
Heute wollten sie zum letzten Mal an de(n) Strand fahren. Die Schl├╝ters bedauerten, dass Naomis Vater kein Englisch sprach und sie sich nur mit Zeichensprache verst├Ąndigen konnten. Sie waren sich sehr sympathisch.
Unterwegs erz├Ąhlte Naomi stolz, ihr Vater w├╝rde englisch lernen und sie wollte das auch.
Frau Schl├╝ter l├Ąchelte, denn sie wu(ss)te, was Naomi (tun) wollte, das tat sie auch.

Es wurde ein sehr sch├Âner Tag und alle waren vergn├╝gt, obwohl der Abschied bevorstand.(zusammen)
Naomi tobte in den Wellen herum, obwohl sie gerade erst Schwimmen gelernt hatte.
Dann pl├Âtzlich lief sie zu Frau Schl├╝ter, kuschelte sich an sie und fing an zu weinen.
"Was hast du, meine Kleine?"(,) fragte sie und streichelte ├╝ber Naomis Haar.
Naomi sah sie an und fragte(: „D)arf ich denn auch wieder mit nach Deutschland?“
Nun war es heraus.
"Nat├╝rlich darfst du das, wenn du es m├Âchtest und dein Vater einverstanden ist"(,) erwiderte ├╝berrascht Frau Schl├╝ter.
Naomi stie├č ein(en) Freudenschrei aus und rannte(,) so schnell es ging(,) zu ihrem Vater.
(E)r kam dann langsam und doch etwas traurig auf sie zu.
Er gab ihr die Hand und Naomi musste ├╝bersetzen.
Seine Tochter hatte sich so schnell an Deutschland, an das andere Leben(,) gew├Âhnt, das() er ihr hier nicht bieten k├Ânn(t)e. Au├čerdem w├╝rde sie ohne ihre Schl├╝ters auch nicht mehr gl├╝cklich sein. Darum sollte sie sich entscheiden, wo sie bleiben wollte.
Es (fiel) ihr nicht leicht, da sie alle gleich lieb(t)e (), aber in Deutschland h├Ątte sie mehr Chancen, etwas aus ihrem Leben zu machen. Und immer(,) wenn Ferien sind, k├Ânne sie kommen, er w├╝rde ihr das Reisegeld schicken. Er h├Ątte auch gro├čes Vertrauen zu ihnen.
Herr Schl├╝ter war dazu gekommen und konnte es nicht fassen. Gl├╝cklich umarmte er Naomis Vater und versprach(,) gut f├╝r sie zu sorgen.

Es war ein schwerer Abschied auf beiden Seiten, aber bald waren ja wieder Ferien.


mit deiner g├╝tigen erlaubnis m├Âchte es einem kleinen m├Ądchen zum geburtstag schenken.
ganz lieb gr├╝├čt

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Naomi kehrt zur├╝ck

Das Flugzeug startete p├╝nktlich. Frau und Herr Schl├╝ter sind sch(o)n ├Âfter() geflogen, aber Naomi nicht. Zuerst hatte sie ziemlich(e) Angst, als sie das gro├če Flugzeug sah, aber die Sehnsucht nach ihrem Land war dann doch st├Ąrker.
Es war ein langer Flug, sie bekam aber kein Auge zu. Kurz vor der Landung musste Frau Schl├╝ter sie wecken, denn irgend wann (war sie dann doch eingeschlafen).
Sofort war sie wieder hellwach und voller Erwartung.
Mit zitternden Knien betrat Naomi ()Heimatboden. Obwohl sie ja nicht lange in dieser Stadt gewohnt hat(te), erkannte sie doch einige H├Ąuser wieder, als sie mit einer Taxe ()in ein Hotel(in der) N├Ąhe des Hafens fuhren. Am (l)iebsten w├Ąre Naomi gleich hingelaufen, aber Frau Schl├╝ter meinte, sie h├Ątten doch noch soviel Zeit.
Nachdem sie sich alle frisch gemacht und umgezogen (hatten), wurde erst einmal gegessen.
Naomi bekam kaum einen Bissen herunter. Herr Schl├╝ter konnte es nicht mehr mit ansehen, wie sich Naomi zusammennehmen(zusammen) musste, obwohl sie doch so aufgeregt war.
Seine Frau musste sich danach erst einmal etwas hinlegen, darum nahm er Naomi an (die) Hand und sie marschierte(n) in Richtung Hafen.

Nach dem Vorfall vor ├╝ber einem Jahr(kein Komma) war dieser aber noch mehr gesichert, man kam kaum noch heran. ├ťberall standen Wachposten.
Naomi sprach gleich den ersten Mann an, de(m) sie begegneten und vor lauter Aufregung auf Deutsch. Der sch├╝ttelte nur ()de(n) Kopf.
"Du musst schon deine Sprache sprechen," lachte Herr Schl├╝ter.
Dieser Mann kannte aber ihren Vater auch nicht.
"W(ollen) wir mal nachsehen, ob er zu Hause ist"(,) meinte Herr Schl├╝ter. "Wei├čt du denn noch, wo eure Wohnung war?"
Das(s) sie aber auch darauf nicht gekommen ist. Jetzt war Naomi nicht mehr zu halten, sie zog Herrn Schl├╝ter am Arm und (forder)te, er m├Âchte doch schneller gehen.
Da standen sie nun vor ihrer damaligen Wohnung.
Naomis Herz klopfte bis zum Hals. Bevor Herr Schl├╝ter sie noch halten konnte, hatte sie ()schon die T├╝r aufgerissen und rannte hinein.
Entsetzt blickte sie in das Gesicht einer erschrockenen, unbekannten Frau und deren Mann.
Sie konnte nichts sagen, stand nur da und brach in Tr├Ąnen aus. Herr Schl├╝ter entschuldigte sich f├╝r ihr Benehmen auf Englisch und wurde verstanden.
Der Mann sagte ihm, nachdem er alles erkl├Ąrt und nach Naomis Vater gefragt hatte, er wohne schon seit mehreren Monaten hier und wu(ss)te nur, dass (der) Familie, die vor ihm hier gewohnt hatte, schreckliches passiert sei.
Der Lagerverwalter hatte seine Frau verloren und h├Ątte hier mit seiner Tochter gewohnt. Dann war vor einem Jahr der Aufstand und dabei sei er schwer verletzt worden. Die Tochter wurde nie wieder gefunden, man vermutete, dass sie auch umgekommen sei.
"Dann bist du das kleine M├Ądchen?" fragte er Naomi (in)seiner Sprache.
(Naomi sonst nickt die Sprache) nickte und weinte nun noch mehr.
"Du musst nicht weinen,"(,) sagte der Mann, "dein Vater lebt!"
Er nahm Naomi tr├Âstend in die Arme und seine Frau lud Herrn Schl├╝ter zu einer Tasse Kaffee ein. Sie ├╝berlegten noch, wo man erfahren konnte, wo der Vater geblieben (sei), als Naomi sich etwas erholt hatte und meinte, da w├Ąre doch noch ihr Onkel Osman, den k├Ânnten sie fragen.
"Eine gute Idee, aber zuerst gehen wir wieder ins Hotel, du musst dich jetzt auch erst einmal ausruhen."(,) erwiderte Herr Schl├╝ter.
Sie verabschiedeten sich herzlich von dem netten Ehepaar und schlenderten langsam zur├╝ck. Naomi plapperte drauf los, erz├Ąhlte, wo sie ├╝berall war und welches Haus sie kannte.

Im Hotel angekommen, legte sich Naomi hin und schlief auch gleich ein.
Frau Schl├╝ter war ersch├╝ttert, als sie h├Ârte, was passiert war.
"Dann denkt der Vater, seine Tochter sei gestorben, das ist ja schlimm."()

Naomi wachte erst gegen 11 Uhr auf(. N)achdem sie gefr├╝hst├╝ckt hatten, nahmen sie sich eine Taxe(,) um den Onkel zu suchen. (E)s war gar nicht so leicht, den Weg zu finden, aber nach einigen Stunden fanden sie die H├╝tte wieder.
Kaum hielt das Taxi, sah Naomi auch schon ihre Tante Omti. Jubelnd lief sie los.
Pl├Âtzlich schrie die Frau entsetzlich(). Herr und Frau Schl├╝ter wussten nicht warum, aber der Taxifahrer ├╝bersetzte es (ihnen).
"Frau schrein, M├Ądchen sei tot, sei Geist!" sagte er in gebrochenem Deutsch.
Da kam ein Mann aus der H├╝tte, es war wohl Naomis Onkel, der ganz blass wurde, als er das Kind sah. Als er sich vergewissert hatte, in dem er sie anfasste, ob sie ein Mensch sei, also Naomi, herzte und k├╝sste er sie.
Die Tante verschwand ungl├Ąubig in der H├╝tte(, kam aber bald mit )ihrer kleinen Tochter zur├╝ck.
Nun kam Naomi mit ihrem Onkel auf die Schl├╝ters zu, damit sie sich kennen lernten.(nicht zusammen)
Herr Schl├╝ter schickte erst einmal den Taxifahrer fort und (sag)te, er solle so in etwa( zwei) Stunden wieder kommen.
Naomi war ├╝bergl├╝cklich. Nat├╝rlich wollte sie auch gleich wissen, wo ihr Vater sei. Onkel Osman sagte, er wohne am anderen Ende der Stadt. Seit ein paar Monaten sei er aus dem Krankenhaus. Im Hafen hatte man ihn entlassen, da es denen zu lange gedauert hatte, bis er wieder da war. Er arbeite() aber wieder und diesmal in einem gro├čen B├╝rohaus.
"Dein Vater ist ein kluger Mann."(,) endete er.
Naomi hatte alles den Schl├╝ters ├╝bersetzt und Herr Schl├╝ter meinte l├Ąchelnd, jetzt wei├č ich, woher du das hast, Naomi.

Die zwei Stunden vergingen schnell. Sie tauschten noch die Adressen aus und bekamen auch die von Naomis Vater.
"Wollen wir gleich zu ihm fahren?"(,) fragte er im Taxi Naomi.
Sie konnte nicht antworten, kuschelte sich nur an ich(n). Frau Schl├╝ter kamen die Tr├Ąnen, obwohl sie nun auch h├Ątte froh sein sollen(. Sie) f├╝hlte den Abschied von Naomi nah. Sie liebte dieses Kind ├╝ber alles.

Der Taxifahrer hielt an einem kleine(n) Haus am Rande der Stadt.
Diesmal ging Naomi zaghaft voran. Sie klopfte und es ├Âffnete ihr eine (f)remde Frau. Sprachlos sah sie sie an. Schnell hatte sie sich aber gefasst und fragte nach Herrn Ilmandu und die Frau bat sie herein. Herr und Frau Schl├╝ter warteten erst einmal vor dem Eingang.
Da stand er, Naomis Vater! Naomi hatte pl├Âtzlich ganz wackelige Knie. Herr Ilmandu musste sich erst einmal setzen und die Frau verstand gar nichts.
Wortlos lief Naomi zu ihrem Vater, nahm ihn in die Arme und wollte ihn nicht mehr loslassen.(zusammen) Beide weinten vor Freude. Nun begriff die Frau auch(,) was los war und auch ihr kamen die Tr├Ąnen.
Dann bat sie die Schl├╝ters herein und Naomi erz├Ąhlte von ihrem Abenteuer.
Komm mal her, meinte der Vater, wer hier ist. Er ├Âffnete eine Zimmert├╝r und Naomi konnte es kaum glauben, da spielte der kleine Silas, der schon t├╝chtig gewachsen war.
Es stellte sich heraus, dass die Frau Krankenschwester war (und) ihren Vater damals gepflegt hatte.
Nun wollten sie bald heiraten und darum haben sie den kleinen Silas zu sich geholt.
Herr und Frau Schl├╝ter waren (sehr) still geworden, denn sie wussten, Naomi wird bei ihrer Familie bleiben und das machte sie traurig.
Es wurde ziemlich sp├Ąt, als die Schl├╝ters aufbrachen.
"Was ist mit dir, Naomi, m├Âchtest du erst einmal hier bleiben?"(,) fragte Herr Schl├╝ter, in der Hoffnung, sie w├╝rde doch wieder mit ins Hotel kommen.
"Darf ich hier bleiben(nicht zusammen)?" fragte sie und ├╝bersetze es ihren Vater.
Naomi blieb bei ihrem Vater. Versprach aber, am n├Ąchsten Tag anzurufen. Anrufen, innerlich musste sie lachen, denn vor einem Jahr wu(ss)te sie noch nicht(,) was das war.

Frau Schl├╝ter konnte diese Nacht nicht schlafen, sie war sehr ungl├╝cklich. Hatte deswegen auch ein schlechtes Gewissen, da Naomi jetzt so gl├╝cklich war und sie ihr das nicht zu g├Ânnen schien.
Ihr Mann lie├č sich nichts anmerken, aber ihm erging es ├Ąhnlich.

Naomi hielt ihr Versprechen und rief an. Die Schl├╝ters meinten schweren Herzens, sie k├Ânne ruhig noch da bleiben, schlie├člich h├Ątten sie ja Urlaub.
An manchen Tagen trafen sie sich(), um die Sehensw├╝rdigkeiten der Stadt zu bewundern und auch Ausfl├╝ge zu machen.

Mittlerweile waren sie schon (vier) Wochen in Kairo, bald mussten sie wieder fort. Frau Schl├╝ter litt sehr darunter. Niemand ber├╝hrte dieses Thema.
In der letzten Woche aber(kein Komma) fiel Herrn Schl├╝ter auf, dass Naomi auch stiller geworden war. Was wohl in diesem Kind vorgeht(zusammen), dachte er.
Heute wollten sie zum letzten Mal an de(n) Strand fahren. Die Schl├╝ters bedauerten, dass Naomis Vater kein Englisch sprach und sie sich nur mit Zeichensprache verst├Ąndigen konnten. Sie waren sich sehr sympathisch.
Unterwegs erz├Ąhlte Naomi stolz, ihr Vater w├╝rde englisch lernen und sie wollte das auch.
Frau Schl├╝ter l├Ąchelte, denn sie wu(ss)te, was Naomi (tun) wollte, das tat sie auch.

Es wurde ein sehr sch├Âner Tag und alle waren vergn├╝gt, obwohl der Abschied bevorstand.(zusammen)
Naomi tobte in den Wellen herum, obwohl sie gerade erst Schwimmen gelernt hatte.
Dann pl├Âtzlich lief sie zu Frau Schl├╝ter, kuschelte sich an sie und fing an zu weinen.
"Was hast du, meine Kleine?"(,) fragte sie und streichelte ├╝ber Naomis Haar.
Naomi sah sie an und fragte(: „D)arf ich denn auch wieder mit nach Deutschland?“
Nun war es heraus.
"Nat├╝rlich darfst du das, wenn du es m├Âchtest und dein Vater einverstanden ist"(,) erwiderte ├╝berrascht Frau Schl├╝ter.
Naomi stie├č ein(en) Freudenschrei aus und rannte(,) so schnell es ging(,) zu ihrem Vater.
(E)r kam dann langsam und doch etwas traurig auf sie zu.
Er gab ihr die Hand und Naomi musste ├╝bersetzen.
Seine Tochter hatte sich so schnell an Deutschland, an das andere Leben(,) gew├Âhnt, das() er ihr hier nicht bieten k├Ânn(t)e. Au├čerdem w├╝rde sie ohne ihre Schl├╝ters auch nicht mehr gl├╝cklich sein. Darum sollte sie sich entscheiden, wo sie bleiben wollte.
Es (fiel) ihr nicht leicht, da sie alle gleich lieb(t)e (), aber in Deutschland h├Ątte sie mehr Chancen, etwas aus ihrem Leben zu machen. Und immer(,) wenn Ferien sind, k├Ânne sie kommen, er w├╝rde ihr das Reisegeld schicken. Er h├Ątte auch gro├čes Vertrauen zu ihnen.
Herr Schl├╝ter war dazu gekommen und konnte es nicht fassen. Gl├╝cklich umarmte er Naomis Vater und versprach(,) gut f├╝r sie zu sorgen.

Es war ein schwerer Abschied auf beiden Seiten, aber bald waren ja wieder Ferien.


mit deiner g├╝tigen erlaubnis m├Âchte ich es einem kleinen m├Ądchen zum geburtstag schenken.
ganz lieb gr├╝├čt

__________________
Old Icke

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Inga Rothe
Nennt-sich-Schriftsteller
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Danke, liebe Marion, f├╝r Deine M├╝he.
Nat├╝rlich darfst Du diese Geschichte weiter geben. Vielleicht schreibst Du mir dann auch, wie sie aufgenommen wurde.
Da es eine Geschichte f├╝r Kinder ist, interessiert mich das immer besonders.
Jetzt habe ich auch wieder weniger Stress und werde mehr am PC sitzen. Viele Geschichten geistern noch in meinem Kopf herum...

Alles Liebe
Inga
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Immer laecheln, dann wir auch mal zur├╝ckgelacht!

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flammarion
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ei fein,

dann gibts ja hier bald neues von dir.
es dauert noch ne weile, eh die kleine 11 wird. aber das ist gut, denn ich will noch n paar bilder einf├╝gen.
ganz lieb gr├╝├čt
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Old Icke

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