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Leselupe.de > Ungereimtes
Natura morta
Eingestellt am 08. 03. 2004 17:53


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Rudolfus
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Registriert: Jan 2004

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Die Zeit ist eine besondere Macht.
Sie ändert ihr Wesen am Tag, in der Nacht.
Im Traume erscheint sie uns unzugänglich,
Am Tage, da ist sie oft unzulänglich.

Sie eilet dahin und bleibet nicht stehn.
Fast können wir spüren, wie wir vergehn.
Am Tag, da treiben die Sorgen uns um,
Des Nachts, da machen die Träume uns stumm.

Sie machen uns stumm und lähmen das Bein,
Wir werden verfolgt - und sind ständig allein.
Und mutlos wir mĂĽssen am Ende erkennen:
Der Verfolger kommt näher, auch wenn wir rennen.

Zu rennen versuchen... Wir können's ja nicht -
Und wartete auf uns ein Standgericht!
Und wenn wir verwirrt am Morgen erwachen,
Bleibt stecken im Halse vor Schreck uns das Lachen.

Und während die Träume, die nächtlich im Hirn
Wie Geister uns treiben den Alb auf die Stirn
Und nimmer das Traumgebild uns entfällt -
Husch, ist es fort! So ist's auf der Welt!

-------

Zerrinnende Zeit und verflieĂźende Uhren,
Ein kahler Baum in nächtlichen Fluren,
Ein Riesengesicht mit gewaltiger Nase
Es liegt in dem Staub der dunstigen StraĂźe...

Erstarren, Zerrinnen als stilles Leben,
Der Dali hat mir die Idee gegeben.
Natura morta als Bildnis voll Schrecken.
Fort, fort, ihr Gespenster! Ich möchte mich recken!
__________________
Sieh auf zu den Sternen, hab' acht auf die Gassen...

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
Kommentare: 2501
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Hi, Rudolfus!

An Dalì dachte ich, als ich die Zeilen las, was mir dann der Schluss bestätigte ...

Gut geglĂĽckt!

Meister, "Worte", das sind Deine Bilder -
Und sie werden rasend wilder -
Jede Zeile will sich ĂĽbertrumpfen,
während Pinsels Farben stumpfen ...
In Sprache packst Du, was Du siehst,
und wir hier meinen, dies es liest
sich flĂĽssig und man kann neu staunen
ĂĽber Fluss und Bilderlaunen ...


LG
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufblühen <§§§

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