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Leselupe.de > Ungereimtes
Naturgewalten
Eingestellt am 20. 04. 2006 01:54


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anbas
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Naturgewalten

Wolken des Staunens
schweben
├╝ber den Steinen der Trostlosigkeit.
Die K├Ąlte der Macht
verschlingt
die Hitze der Verzweifelten.
Der Wind des Vergessens
verweht
das Sterben der Freude.

- ├ťbrigens:
In der W├╝ste der Trauer
kann Schlaf eine Oase sein. -

Standhafte B├Ąume
vermodern
in dunklen Zeiten.
Die Blitze des Hasses
vernichten
gl├╝ckliche Augenblicke,
und der Donner der Strenge
erstickt
das erste Lachen.

Doch da,
versteckt
vom Schilf der Angst
und unter dem
verfaulten Unterholz aller Entt├Ąuschungen
liegt er:
Der See der Liebe,
das Wasser des Lebens.

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ENachtigall
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???

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Hallo anbas

Die Komposition Deiner Naturgewalten finde ich sehr gelungen.
Der Bruch als solches, an der Stelle

quote:
- ├ťbrigens:
In der W├╝ste der Trauer
kann Schlaf eine Oase sein. -
├╝berzeugt mich in der Form, doch hadere ich mit dem Inhaltlichen. Dieser "Lichtblick" wirkt auf mich hier etwas verloren und ein wenig zu willk├╝rlich zwischen den harten Bildern.
Die Aussage an sich pa├čt hingegen sehr gut ins Gedicht.
Das Schlussbild l├Ą├čt es im Guten ausklingen. Finde ich klasse.

Herzlichen Gru├č
Elke

__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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anbas
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Hallo Elke,
vielen Dank f├╝r diese positive R├╝ckmeldung. Ich habe mich sehr gefreut!
Hinsichtlich Deines Einwandes bzgl. des Bruchs kann ich Deine Sichtweise gut nachvollziehen. Andererseits gef├Ąllt es mir, schon an dieser Stelle anzudeuten, dass es Hoffnung gibt. Es ist tats├Ąchlich manchmal befremdlich, wenn jemand in h├Ąrtesten Zeiten ├╝ber Lichtblicke redet. Aber es gibt sie, und ich glaube, dass es gut ist, sich daran immer wieder mal zu erinnern.
Gru├č Andreas

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Walther
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Guten Abend,

zum Einen mu├č Enachtigall recht geben mit dem Hinweis, da├č der Einschub zwischen Strophe 1 und 2 nichts bringt und den Gedankenflu├č st├Ârt. Dar├╝berhinaus sind auch die Bilder durchaus nicht stimmig. Letztlich sollen Widerspr├╝chlichkeiten, Antagonismen gezeigt werden. Es soll gezeigt werden, wie die wirkliche Welt das Gute immer wieder zunicht machen kann / macht.

Da├č am Ende der dritten Strophe die Allmacht Liebe hervorgezaubert wird, die das d├╝stere Bild aufhellen soll, ist ein durchaus ├╝bliches Mittel der Heilsprediger. Als Ersatz f├╝r ein Konzept kann dieser m├╝hsam quasi aus dem Nichts herbeigebrachte Hoffnungsschimmer der letzten Verse kaum gelten.

Man sieht dem Werk an, da├č hier ein Autor mit Sprachvernm├Âgen und -begabung geschrieben hat. Ein gutes Werk ist dennoch nicht daraus geworden.

Abendgru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Burana
Guest
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Hallo Walther!
Na, da hast Du aber kr├Ąftig in die Saiten gelangt ;-) !!! Der Bruch zwischen der ersten und zweiten Strophe mag provokativ klingen, das stimmt. Aber Liebe hat schon manches d├╝stere Bild aufgehellt, und ist keineswegs nur das Hilfsmittel irgendwelcher Heilsprediger. Hallo??? Es sollen schon ganze Generationen daraus hervorgegangen sein, die ihr Dasein einem Lichtblick in d├╝steren Zeiten verdanken... So gesehen finde ich den Schluss gelungen.
Burana

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Walther
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Hi Burana,

Deine Verteidigungsrede ist aller Ehren Wert. Ich bleibe jedoch bei meiner klaren Position. Die Bilder m├╝ssen stimmig sein, und das sind sie nicht.

Beispiele:

(1) Staunen und Trostlosigkeit: Was sagen diese Verse aus?
(2) Vergessenswinde und Freudesterben?
(3) Trauerw├╝ste - Schlafoase

usw.usf. Das ist weder originell noch ├╝berzeugend. Unabh├Ąngig von diesem Einschub, der nichts bringt und nur den Textflu├č st├Ârt.

Am Ende hat man das Gef├╝hl, da greift einer mal so richtig in die bewu├čten Tasten, um die Mitwelt am Reichtum seines Wortschatzes und seiner Sprachf├Ąhigkeit teilhaben zu lassen. Daf├╝r gibt es noch h├Ąrtere (und sehr treffende) Bezeichnungen, die ich mir h├Âflichkeitshalber erspart habe.

Ich bin besonders dar├╝ber gestolpert, weil zugleich erkennbar ist, da├č der Autor es anders k├Ânnte, wenn er sich einmal selbst hinter seine Aussagen und sein Werk zur├╝cknehmen w├╝rde. Und das ist eigentlich schade, denn so hat er nichts von bleibendem Wert zu sagen.

Am Ende die liebe Liebe aus dem Nichts aus dem tiefen Dunkeln der allumwabernden Verzweiflung quasi ans Licht hopsen zu lassen, diese Form der Selbsttherapie zum Nutzen anderer habe ich auch hier schon um viele Grade besser und ├╝berzeugender gelesen. ├ťber das von mir gew├Ąhlte Bild kann man streiten, der Qualit├Ąt des Textes und der Originalit├Ąt der Bearbeitung des gew├Ąhlten Themas hilft dies jedoch nicht auf.

Abendgru├č

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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